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Podiumsdiskussion mit 200 Bürgerinnen und Bürgern
 

Podiumsdiskussion mit 200 Bürgerinnen und Bürgern

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Wie geht es mit der Paulskirche weiter?

Foto: Maik Reuss
Foto: Maik Reuss
Die Paulskirche soll umfangreich saniert werden. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatte vergangenes Jahr angeregt, im Zuge der Sanierung ein Demokratiezentrum zu eröffnen. Wie genau es mit der Kirche in Zukunft weitergehen soll, wurde am Mittwoch diskutiert.
Die Sanierung der Paulskirche ist seit Monaten ein wichtiges Thema. 1848 wurde die Kirche zum Sitz der ersten deutschen Nationalversammlung, auf deren Entwürfe das heutige Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland fußt. Nachdem sie im Krieg zerstört wurde, wurde der Neubau am 18. Mai 1948 anlässlich der Hundertjahrfeier der Deutschen Nationalversammlung eingeweiht. Seitdem gilt die Paulskirche als Wiege der Demokratie.

Und wie es sich für eine Demokratie gehört, sollen auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt miteinbezogen werden: 200 von ihnen haben am vergangenen Mittwoch zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann den Dialog zur Zukunft der Paulskirche als Demokratiezentrum eröffnet. Zwar nicht in der Paulskirche, was dem einen oder anderen vielleicht angemessener erschienen wäre, sondern im Kaisersaal des Römers.

Demokratie brauche Orte der Debatte. „Demokratie ist eben nicht selbstverständlich, wir müssen sie uns immer wieder neu erkämpfen“, betonte Feldmann bei dem Treffen. Friedbert Greif, Partner im beratenden Büro AS+P. Greif, warf allerdings ein, dass man vor der Planung des Demokratiezentrums einen intensiven und professionell aufgezogenen Beteiligungsprozess brauche. Für die Pläne wolle man sich Zeit nehmen. Vielfältige Formate, Workshops und auch eine digitale Beteiligungsplattform, über die ganz Deutschland mitreden soll, seien für diesen Prozess vorgesehen.

In der Podiumsdiskussion wurden vor allem Fragen nach den dort zu besprechenden Inhalten eines möglichen „Demokratiezentrums Paulskirche“ gestellt. Für Nicole Deitelhoff, Leiterin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, ist der Weg dorthin das Interessante: „Wir haben keine Ahnung wie die Zukunft der Demokratie in Deutschland aussehen wird, aber im Kern wissen wir um ihre Bedeutung.“ Demokratie bedeute Auseinandersetzung zwischen mündigen Bürgerinnen und Bürgern, streiten über die Werte und Regeln, die das Zusammenleben tatsächlich bestimmen sollen, sagte Deitelhoff. Sie appellierte, dass bei dem anstehenden Beteiligungsprozess nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ zu Wort kommen sollen: „Gehen Sie in die Schulen, gehen sie zum Museumsuferfest, zur Eintracht und sprechen da die Leute an.“

2023 findet unter anderem die Feier zum 175-jährigen Jubiläum des Paulskirchen-Parlamentes statt. Bis dahin soll die Sanierung und Weiterentwicklung möglichst weit vorangeschritten sein. Und es gibt noch einiges zu tun: Das Dach muss erneuert, der Brandschutz sowie die Akustik verbessert werden. Außerdem gibt es Probleme mit der Belüftung. Oberbürgermeister Feldmann erwarte zwar nicht, dass bis dahin schon alle Ideen realisiert werden, ihm sei es aber wichtig, dass „wirklich alle mitreden, alle mitgenommen werden, vom Bundespräsidenten bis zum Stadtschülersprecher. Der Dialog zur Zukunft des ‚Demokratiezentrums Paulskirche‘ hat begonnen.“
 
23. August 2019, 12.53 Uhr
ez
 
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