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Mechanismen der Gewalt im 21. Jahrhundert
 

Mechanismen der Gewalt im 21. Jahrhundert

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Kriegssplitter von Herfried Münkler im Frankfurter Kunstverein

Foto: Tobias Bohm
Foto: Tobias Bohm
Die beiden Ausstellungen im Frankfurter Kunstverein widmen sich je auf ihre Weise Formen und Mechanismen von Gewalt. Zu diesem Thema spricht nun auch der Politikwissenschaftlers Herfried Münkler.
Krieg oder Frieden, Staats- oder Bürgerkrieg, Kriegsakteure oder Unbeteiligte – dies sind für Herfried Münkler Unterscheidungen eines im westlichen Diskurs vorherrschenden binären Ordnungssystems, das seine Gültigkeit verloren hat.

In seinem neusten Buch „Kriegssplitter“ legt er dar, wie die Grenzen zwischen diesen Zuständen diffus werden und Mischformen entstehen: Wir leben, je nach Perspektive, in einer Zeit des hybriden Krieges oder des hybriden Friedens. Die gegenwärtigen Konflikte drehen sich weniger um den Besitz von Territorien, sondern um miteinander konkurrierende Wertesysteme oder die Kontrolle von Strömen des Kapitals, der Informationen und der Menschen.

Herfried Münkler geht im Gespräch mit Franziska Nori auf die Folgen der „Neuen Kriege“ und ihre Gewalt-Mechanismen ein. Im Kontext der aktuell im Frankfurter Kunstverein laufenden Ausstellung „Mechanismen der Gewalt. Regina José Galindo/Arcangelo Sassolino“ wird den grundlegenden Fragen nachgegangen, wie sich die Bedrohung durch oder die Ausübung von physischer Gewalt auf unsere Wahrnehmung und Handlungsweise auswirken. Die guatemaltekische Performancekünstlerin Galindo setzt sich in ihren Werken mit individuellen und existenziellen Grenzerfahrungen wie Gewalt und Macht, Leben und Tod sowie Verlust und Trauer auseinander. Die massiven Skulpturen und Installationen des Künstlers Sassolino implizieren die Möglichkeit von Kontrollverlust und Zusammenbruch, sollten die in den Werken enthaltenen Kräfte plötzlich freigesetzt werden. Dieses Spiel mit Gefahr und Spannung wird zu einem elementaren Bestandteil seiner Kunstwerke.

>> Frankfurter Kunstverein, 15. April, 19 Uhr, Eintritt: 6 Euro
 
4. April 2016, 11.17 Uhr
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