Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Kulturelle Teilhabe für alle Kinder & Jugendlichen
 

Kulturelle Teilhabe für alle Kinder & Jugendlichen

0

So soll das Kulturticket aussehen

Foto: nb
Foto: nb
Heute wurde das Konzept des Kulturtickets, mit dem Kinder kostenlosen Eintritt in Museen bekommen, vorgestellt. Fest steht, dass sich die Einführung verzögern wird. Außerdem wurde bekannt, welche Museen es umfasst, wie der Kauf abgewickelt werden soll und mit welchen Einnahmeausfällen gerechnet wird.
Ende Januar hatte der Magistrat der Stadt Frankfurt ein Kultur- und Freizeitticket beschlossen. Das Ticket soll den freien Eintritt für Frankfurter Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren in städtische und nicht-städtische Museen sowie den Zoo ermöglichen, wenn deren Eltern über ein monatliches Netto-Familieneinkommen verfügen, das 4500 Euro nicht überschreitet. Das Konzept, wie das Kultur- und Freizeitticket ausgestaltet sein soll, wurde in einer heutigen Pressekonferenz von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) vorgestellt.

Das Kulturticket wird insgesamt 19 nicht-städtische Museen und den Zoo umfassen und soll in zwei Varianten zur Verfügung stehen: Zum einen gibt es die kostenlose Variante für Anspruchsberechtigte, zum anderen die Variante zum „moderaten Preis“. Familien, deren Haushaltsnettoeinkommen 4500 Euro übersteigt, können das Ticket für 19 Euro pro Jahr erwerben. Zweites können auch Familien erwerben, die nicht in Frankfurt wohnen beziehungsweise deren Kinder keine Schule in Frankfurt besuchen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sicherte Ina Hartwig seine volle Unterstützung für ihren Entwurf zu. Bei den 16 städtischen Museen, die bereits seit 2017 freien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren anbieten, seien die Zahlen junger Besucher um mehr als 50 Prozent gestiegen. „Das zeigt: Die Nachfrage ist da. Die Kultureinrichtungen unserer Stadt sollten grundsätzlich allen Kindern und Jugendlichen offenstehen. Niemand soll überlegen müssen, ob er hingeht oder nicht“, so Feldmann.

Einführung des Tickets verzögert sich

Ursprünglich sollte das Kultur- und Freizeitticket unmittelbar nach den Sommerferien dieses Jahres, also am 12. August, kommen. Dieser Zeitpunkt wird wohl nicht eingehalten. Wie Feldmann und Hartwig zum weiteren Zeitplan bekanntgaben, liegt das Konzept den Magistratsmitgliedern zur Abstimmung vor. Nach Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung kann die technische Umsetzung in den Museen und dem Zoo erfolgen. Die Einführung des Kulturtickets wird sich demnach voraussichtlich in den Herbst verschieben. „Wir hoffen, dass die Stadtverordneten bald zustimmen. Es sollte nicht erst ein Weihnachtsgeschenk werden“, so Oberbürgermeister Feldmann.

Beantragung des Tickets online möglich

Das Ticket kann im Rahmen der Beantragung des Frankfurt-Passes in den Sozialratshäusern, mit einem gedruckten Antragsformular oder online beantragt werden. Kulturdezernentin Ina Hartwig sagte, die Beantragung solle einfach und unbürokratisch sein. „Sobald es verfügbar ist, einfach online bestellen und dann ab in den Zoo oder ins Museum.“
Das Ticket soll postalisch zugestellt werden. Bei dem kostenlosen Ticket müssen neben Namen und Geburtstagdatum des Kindes, Namen des Erziehungsberechtigten und Adresse auch der Name der Schule und Angaben zum Einkommen gemacht werden. Die Angaben über das Einkommen sollen stichprobenhaft überprüft werden. Wie genau der Einkommensnachweis aussehen soll, steht nicht im Konzept.

Einnahmeausfälle in Höhe von 1,08 Millionen Euro

Kalkuliert wird mit Einnahmeausfällen in Höhe von 1,08 Millionen Euro, die von der Stadt kompensiert werden sollen. Wie viele Tickets beantragt werden, lasse sich noch nicht exakt beziffern. Das Kulturdezernat rechnet mit der Ausgabe von Tickets bis Ende 2021 in einer Größenordnung von 10 000 bis 20 000 Tickets. Die Produktion der Karten bei angenommenen 20 000 Ticketinhaberinnen und -inhabern bis 2021 wird mit einmaligen Kosten in Höhe von etwas über 70 000 Euro kalkuliert. Die jährlichen Kosten werden auf 1,15 Millionen Euro geschätzt. Diese teilen sich auf in Kompensation der Eintrittsausfälle, technische Supportkosten und zusätzliche Kosten im Zoo. In der Kalkulation bekommen die städtischen Museen 150 000 Euro, der Zoo 480 000 Euro und die nicht-städtischen Museen 450 000 Euro. Hinzu kommen Personalaufwendungen in Höhe von knapp 270 000 Euro.
Dem Kulturdezernat wird ein Budget in Höhe von 1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, ab 2020 dann weitere Mittel in Höhe von 220 000 Euro, insgesamt also 1,22 Millionen Euro jährlich. Ansprechpartner bei Fragen zum Kulturticket ist das Kulturamt. Zur administrativen Abwicklung bekommt das Kulturamt drei neue Stellen, der Zoo eine.

Umsetzung des Tickets

In der Überlegung ist, dass das Ticket auf der Museumsufercard aufsetzen könnte. Die Karte gilt in Verbindung mit dem Schülerausweis oder einem gültigen Lichtbildausweis als Eintrittskarte. Darüber hinaus dient die Karte auch als Instrument der Erfassung der Besuchszahlen, anhand derer den Kultureinrichtungen die mit dem Kultur- und Freizeitticket verbundenen Eintrittsausfälle von der Stadt exakt kompensiert werden.

Die 19 inkludierten Museen

Folgende nicht-städtische Museen sind im Kulturticket inkludiert: Bibelhaus Erlebnis Museum, Bildungsstätte Anne Frank, Deutsches Filmmuseum, Dialogmuseum, Dommuseum, Eintracht Frankfurt Museum, Ernst-May-Gesellschaft/Ernst-May-Haus, Experimenta ScienceCenter, Frankfurter Goethe-Museum, Frankfurter Kunstverein, Fotografie Forum , Liebieghaus Skulpturensammlung, Museum für Kommunikation, Schirn Kunsthalle, Senckenbergmuseum, Städel Museum, Struwwelpeter Museum, Verkehrsmuseum RheinMain und Feuerwehrmuseum Frankfurt.
 
26. Juni 2019, 13.32 Uhr
Helen Schindler
 
Helen Schindler
Jahrgang 1993, Studium der Politikwissenschaft an der Goethe-Universität, seit 2017 beim Journal Frankfurt – Mehr von Helen Schindler >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
„In Hessen ist kein Platz für Extremismus“: Das Innenministerium und der Gaststättenverband DEHOGA Hessen e.V. haben gemeinsam eine Broschüre veröffentlicht, die Gastronom*innen helfen soll, mit Mietanfragen von Rechtsextremisten umzugehen. – Weiterlesen >>
Text: rom/red / Foto: red
 
 
„Respekt! Kein Platz für Rassismus“
0
Ein Schild für jedes (öffentliche) Haus
Der Ortsbeirat 11 hat den Magistrat dazu aufgefordert, das Schild „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ an öffentliche Institutionen auszugeben. Damit reagiert der Orbtsbeirat auf eine Forderung an den Oberbürgermeister, das gleichlautende Schild am Römer abzuhängen. – Weiterlesen >>
Text: nre / Foto: nb
 
 
Kliniken Frankfurt-Main-Taunus
0
Mehr Pflegekräfte für FFM und MTK
Der Pflegeberuf soll durch umfangreicheres Ausbildungsangebot attraktiver werden, die Zahl der Schülerinnen und Schüler soll sich dadurch an den beiden Pflegeschulen der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus nahezu verdreifachen. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Marius Becker/dpa
 
 
 
Das Jugendbildungswerk Frankfurt hat einen Partizipationspreis für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren ausgeschrieben. Dabei sollen die Jugendlichen soziale Themen in ihrem Heimatstadtteil realisieren können. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Unsplash/ Alexis Brown
 
 
Am gestrigen Mittwoch jährte sich die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts zum 101. Mal. Im Gespräch mit dem JOURNAL FRANKFURT hat Daniela Mehler-Würzbach, stellvertretende Kreisvorsitzende der Linken, erklärt, weshalb die Erinnerung an diesen Tag noch immer wichtig ist. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Trauerzug im Rahmen der Beisetzung von Rosa Luxemburg (Bundesarchiv, Bild 146-1976-067-25A/CC-BY-SA 3.0)
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  197