Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Hessen prüft ein Verbot von Konversionstherapien
 

Hessen prüft ein Verbot von Konversionstherapien

0

Homosexualität ist keine Krankheit

Foto: Unsplash/tristan Billet
Foto: Unsplash/tristan Billet
Das Bundesland Hessen prüft ein Verbot für Konversionstherapien. Das Verbot richtet sich an Organisationen und Institutionen, die glauben, dass Homo- und Bisexualität eine heilbare Krankheit sei.
Sogenannte Konversionstherapien sollen Homo- und Bisexuelle „umkehren“ und somit von ihrer Sexualität „heilen“. Was klingt wie eine Methode aus dem 19. Jahrhundert, ist tatsächlich ein Angebot verschiedener Organisationen und Institutionen hier in Deutschland. Das Bundesland Hessen prüft nun ein Verbot gegen die „Homoheiler“, die der Ansicht sind, Homo- und Bisexualität seien Krankheiten oder psychische Störungen und könnten daher behandelt werden. Der Bundesrat begründet das Verbot damit, dass die angebotenen Methoden die Abwertung und Diskriminierung Homo- und Bisexueller fördern. „Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind Wesensmerkmale des Menschen, keine Entscheidung. Entsprechend ist Homosexualität keine Erkrankung und deshalb auch in keiner Weise behandlungsbedürftig. Im Gegenteil: Konversionstherapien sind auch nach Ansicht psychologischer Fachverbände und der Bundesärztekammer gesundheitsgefährdend. Deshalb wurde im Koalitionsvertrag diese Bundesratsinitiative vereinbart“, so Kai Klose, Minister für Soziales und Integration (Bündnis 90/ Die Grünen).

Auch die Grünen im Landtag unterstützen diesen Vorstoß der hessischen Landesregierung im Bundesrat und weisen auf die Folgen der Konversionstherapie hin. „Wer Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität für krank erklärt, vergeht sich gegen den Kern des Grundgesetzes“, erklärt Felix Martin, queerpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Vielmehr sind es homo-, bi- und transfeindliche Haltungen, die Menschen krank machen.“ Denn die Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität können nach Angaben medizinischer und psychologischer Fachverbände zu psychischen und physischen Erkrankungen führen, erklärt Martin.

In den nächsten Tagen sollen auch die Länder Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gleichlautende Beschlüsse verfassen, um die Initiative dann als Mehrländerantrag in den Bundesrat am 12. April einzubringen.
2. April 2019
Elena Zompi
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Hessens Kultusminister Lorz fordert Strafen
3
Fridays for Future: „Sie werden uns nicht aufhalten können“
Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) droht den Fridays for Future-Demonstrierenden mit Konsequenzen. Sie hätten ihr Ziel erreicht und sollen wieder regulär zum Unterricht gehen. Nach den Sommerferien müssen die Schülerinnen und Schüler nun möglicherweise mit Strafen rechnen. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Die Missstände in der Psychiatrie Höchst scheinen kein Einzelfall zu sein. Im Gespräch mit Daniela Sommer, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD Hessen, zeigt sich, wie stark sich strukturelle Mängel auf die Betreuung der Patientinnen und Patienten auswirkt. – Weiterlesen >>
Text: Simge Selvi / Foto: Marius Becker/dpa
 
 
Internationale Allianz von Stadtoberhäuptern
0
„Wir treten Hass und Antisemitismus entschieden entgegen“
Der Hessische Städtetag hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Israelischen Kommunalen Spitzenverbands und Vertretern aus den USA eine Initiative der weltweiten Stadtoberhäupter im Kampf gegen Hass, Antisemitismus und die sogenannte BDS-Kampagne ins Leben gerufen. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: v.l.n.r. Peter Beuth, Haim Bibas, Uwe Becker © Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
 
 
 
Seebrücke Frankfurt ruft zur Solidarität auf
0
Demonstration „Notstand der Menschlichkeit“
Am vergangenen Samstag hat die Organisation Seebrücke unter dem Motto „Notstand der Menschlichkeit – Sicherer Hafen Frankfurt statt Sterbenlassen“ gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung demonstriert. Rund 1500 Menschen zeigten sich solidarisch. – Weiterlesen >>
Text: sis / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Paulskirche: Sanierung und Demokratiezentrum
0
Kritik an Oberbürgermeister Peter Feldmann
2023 steht die 175-Jahrfeier der Deutschen Nationalversammlung an. Oberbürgermeister Feldmann (SPD) plant bis dahin eine Aufwertung der Paulskirche, die unter anderem die Schaffung eines Demokratiezentrums vorsieht. CDU und Grüne werfen der SPD vor, wichtige Entscheidungen hinauszuzögern. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: leg
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  190