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Geburtstagsfeier im Kaisersaal
 

Geburtstagsfeier im Kaisersaal

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Zum 60. denkt Michael Paris an eine Rückkehr zur SPD

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Mit rund 200 illustren Gästen feierte Stadtrat Michael Paris im Kaisersaal des Römers seinen 60. Geburtstag. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hielt eine flammende Rede auf den ehemaligen Parteigenossen, der gerne wieder zurückkäme.
Mit rund 200 illustren Gästen feierte Stadtrat Michael Paris im Kaisersaal des Römers seinen 60. Geburtstag. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hielt eine flammende Rede auf den ehemaligen Parteigenossen, der gerne wieder zurückkäme.

Stadtrat Michael Paris, ein politisches Frankfurter Urgestein, hat am Mittwoch zur Feier seines Geburtstags eine bunte Mischung an Gästen um sich geschart. Im Römer standen rund 200 Gratulanten Schlange, legten ihre Geschenke auf dem Geburtstagstisch ab und lauschten im Kaisersaal den Ansprachen von Oberbürgermeister Peter Feldmann und anderen Rednern, die viel Positives über den nun schon 60 Jahre alten Politiker mit dem Lausbubengrinsen und dem Talent zur Selbstdarstellung zu sagen wussten. Gäste wie Salomon Korn, Bäppi La Belle, Bernd Reisig, Wolfgang Kaus, FFH-Chef Hans-Dieter Hillmoth, Rosemarie Heilig, Elke Tafel-Stein (FDP), Michael zu Löwenstein (CDU), Stephan Siegler (CDU) und Klaus Oesterling (SPD) lauschten andächtig nicht nur den Ansprachen, sondern auch den Liedevorträgen von Paris’ Tochter Paulina, die an der Gitarre begleitet von Boris Borm, Johnny Cash-Lieder (Walk the Line und Ring of Fire) sang. Indes duftete es bereits nach Essen, das der Gastronom Eddy Hausmann, der selbst am Mittwoch seinen 65. Geburtstag feierte, zubereitet hatte.

Es gab viel zu berichten über Michael Paris, der vier Kinder von drei Frauen sowie zwei Enkel hat und dessen Frau Helena (37) mit Tochter Madeleine (6) in der ersten Reihe im Kaisersaal saß. 41 Jahre lang ist Michael Paris SPD-Mitglied gewesen, ist Mitglied in 20 Vereinen, darunter natürlich auch in Karnevalsvereinen. Seit 25 Jahren darf er sich Ehrenmützenträger beim Großen Rat nennen. „Unsere Lebenswege haben sich in den 70er-Jahren gekreuzt“, sagte Peter Feldmann in seiner Rede. Paris habe sich schon damals für soziale Gerechtigkeit, mehr Chancengleichheit und Demokratie engagiert. Sein Motto habe er von Willy Brandt abgekupfert: „Eine Politik, die nicht den Menschen dient, kann mir gestohlen bleiben.“ Überhaupt sei Michael Paris, der im Elisabethenkrankenhaus in Bockenheim das Licht der Welt erblickte, schon früh politisch aktiv gewesen, geprägt von seinen Großeltern und dem Arbeitermilieu. Mit fünf Jahren sei Paris mit dem Roller durch den Riederwald gefahren und habe gerufen „Wählt alle Willy Brandt!“. Engagement habe er auch mit 13 Jahren bewiesen, da trat er den Falken bei und organisierte Fahrten.

Den Antrag für das Kinderbüro und die Gründung des Frankfurter Abenteuerspielplatzes, der 2014 sein 40-jähriges Jubiläum feierte, all das sei auf den sich stets für Kinderrechte einsetzenden Michael Paris zurückzuführen. Natürlich wurden in den Geburtstagsreden auch Michael Paris’ politische Erfolge gewürdigt, wenngleich es da auch immer seltsame Zwischentöne gab. So hatte die Frankfurter SPD ja letztlich 2012 Peter Feldmann als Oberbürgermeisterkandidat ins Rennen geschickt, wenngleich Michael Paris in der Bevölkerung weitaus mehr Bekanntheit genossen hatte. Und wie wurde in einer Ansprache so schön über Paris gedichtet? „Er erreicht jeden Bürgerschicht, nur seine Genossen nicht.“ Dass Paris 2013 als unabhängiger Kandidat bei der Bundestagswahl antrat, das hatten ihm die Parteikollegen sehr verübelt und ihn letztlich ausgeschlossen.

Gefragt nach seiner parteipolitischen Zukunft und einer eventuellen Rückkehr zur SPD sagte Michael Paris am Mittwoch: „Für mich ist es eher die Frage, ob die Funktionäre der SPD einen Wiedereintritt wollen. Feldmann ist auch der Meinung, dass ich wieder eintreten soll, auch die Basis würde das wollen, nur habe ich bisher bei den Funktionären noch kein Entzücken gesehen.“
 
30. April 2015, 10.40 Uhr
Nicole Brevoord
 
Nicole Brevoord
Jahrgang 1974, Publizistin, seit 2005 beim JOURNAL FRANKFURT als Redakteurin u.a. für Politik, Stadtentwicklung, Flughafen, Kultur, Leute und Shopping zuständig – Mehr von Nicole Brevoord >>
 
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