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Frankfurter Nervensägen treten zurück

Die Diskussionen haben ein Ende: Thilo Sarrazin, der wegen seiner Integrationsthesen heftig kritisiert wurde, und CDU-Politikerin Erika Steinbach haben ein Einsehen. Sie werden ihre Posten verlassen.
Wochenlang stand er in den Schlagzeilen der Medien: Thilo Sarrazin. Die Integrationsthesen in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ – Deutschland verblödet aufgrund der muslimischen Einwanderer – haben für große Empörung gesorgt. Die Stimmen, er solle von der Deutschen Bundesbank entlassen werden und aus der SPD austreten, wurden von Tag zu Tag lauter. Doch all das hat jetzt ein Ende: Sarrazin verlässt freiwillig die Bundesbank – bereits zum Monatsende. Er habe Bundespräsident Christian Wulff gebeten, ihn von seinem Amt zu entbinden. Dennoch: Alterarmut hat Sarrazin nicht zu befürchten. Derzeit verdient er bei der Bundesbank 230 000 Euro, wovon 180 000 Euro als „ruhegehaltfähig“ gelten können. Und auch sein Buch floriert und wird zum Bestseller. Die sechste Auflage ist derzeit im Druck.

Die zweite Frankfurter Querulantin, Erika Steinbach, zieht sich ebenfalls zurück. Sie wird im November nicht noch einmal für den Vorstand der CDU kandidieren. Grund: Während einer internen CDU-Klausurtagung provozierte die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen mit den Worten: „Ich kann es leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht hat.“ Ändern sollte sie aber schnell ihre Aussage, die die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg relativiert. Solche Auffassungen sind in rechtsradikalen Kreisen verbreitet – schlimm genug. In der Politik haben sie nichts zu suchen.
 
10. September 2010, 11.37 Uhr
red
 
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