eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
|
Jobs
Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer

AWO-Affäre

Sprechverbot aus dem Römer?

Im Dezember kündigte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an, das zu viel erhaltene Gehalt seiner Frau zurückzahlen zu wollen. Nun steht der genaue Betrag fest. Zudem sorgt ein Protokoll einer Betriebsversammlung für neuen Gesprächsstoff.
Ende November war bekannt geworden, dass die Ehefrau des Oberbürgermeisters, Zübeyde Feldmann, für ihre Tätigkeit als Leiterin einer deutsch-türkischen Kindertagesstätte der AWO Frankfurt ein deutlich höheres Gehalt als üblich erhalten hatte; entgegen den Regeln für Tariflöhne nach Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kündigte im Dezember an: „Sollte tatsächlich ohne sachlichen Grund auch nur ein Cent Gehalt zu viel gezahlt worden sein, wird von uns jeder Cent zurückbezahlt“. Die genaue Summe wurde nun von der Personalabteilung der AWO errechnet. Demnach muss Zübeyde Feldmann einen „knapp vierstelligen Betrag“ an den Kreisverband der AWO Frankfurt zurückzahlen, wie Johannes Frass, Pressesprecher der AWO Frankfurt, auf Anfrage bestätigte. Die Errechnung der entstandenen Kosten, die während der Nutzung des Dienstwagens in ihrer Elternzeit angefallen sind, steht jedoch noch aus.

Maulkorb für Mitarbeitende

Dagegen sorgen neue Informationen im AWO-Skandal für Gesprächsstoff: Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, liege ihr ein Protokoll einer Betriebsversammlung der AWO vor, aus dem hervorginge, dass der damalige Geschäftsführer Jürgen Richter auf Anweisung aus dem Römer, keine Angaben über das Beschäftigungsverhältnis von Zübeyde Feldmann herausgegeben habe. Ob die Anweisung von Oberbürgermeister Peter Feldmann stammte, gehe aus dem Protokoll nicht hervor. Ein Sprecher Feldmanns teilte der FAZ jedoch mit, dem Oberbürgermeister sei eine solche Anweisung nicht bekannt.

Späte Aufklärung des Stadtoberhauptes

Oberbürgermeister Feldmann äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen, erst rund eine Woche nach Bekanntwerden dieser gab das Büro des Stadtoberhaupts eine Stellungnahme heraus und bat ausgewählte Medien, darunter das JOURNAL FRANKFURT, zu Hintergrundgesprächen, aus denen offiziell nicht zitiert werden durfte. Wirkliche Aufklärung boten weder die Stellungnahme noch die Gespräche.

Am 12. Dezember stellte sich Oberbürgermeister Feldmann im Römer dann den Fragen der Stadtverordneten bezüglich der AWO-Affäre. Die Vorwürfe gegen die AWO hätten ihn erschüttert, eine Aufklärung sei dringend notwendig. Auf den Vertrag seiner Frau habe er keinen Einfluss genommen, er sei sich sicher gewesen, die AWO halte sich an die Tarifverträge. Und: „Ich bedauere, dass ich mich nicht früher geäußert habe. Ich habe die Situation unterschätzt.“ Ihm sei bewusst geworden, dass mehr Sensibilität angebracht gewesen wäre.
 
10. Januar 2020, 13.11 Uhr
ez
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
Wie wollen wir uns unsere eigene Demokratiegeschichte erzählen? Und wem? Das neugegründete Netzwerk Paulskirche nimmt das anstehende Jubiläum zum Anlass, um über diese Fragen nachzudenken. Ausgangspunkt ist, dass Demokratie mehr bedeutet, als „einfach“ nur zu wählen.
Text: Programmteam des Netzwerks Paulskirche / Foto: Adobe Stock/ Lapping Pictures
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
3. Juli 2022
Journal Kultur-Tipps
Kinder
  • Rabauken & Trompeten
    Alte Oper | 10.00 Uhr
  • Gerda Raidt
    Historische Villa Metzler | 16.00 Uhr
  • Emil und die Detektive
    Papageno-Musiktheater im Palmengarten | 16.00 Uhr
und sonst
  • Der Name der Rose
    Kloster Eberbach | 15.30 Uhr
  • Tag der Franken
    Innenstadt | 09.00 Uhr
  • Physik im Theater – Vom Higgs-Teilchen zur Suche nach neuer Physik
    Staatstheater Mainz | 19.00 Uhr
Kunst
  • Mythos Handwerk. Zwischen Ideal und Alltag
    Museum Angewandte Kunst | 10.00 Uhr
  • Frankfurt und der NS
    Historisches Museum | 11.00 Uhr
  • Daphne ohne Apoll. Verwandlungen von Richter bis Lassnig
    Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim | 10.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Snow Patrol
    Batschkapp | 20.00 Uhr
  • Femaletronics – Frauen und Elektronik in der Neuen Musik
    saasfee*pavillon | 18.00 Uhr
  • The Ukulele Orchestra of Great Britain
    Kurhaus Wiesbaden | 19.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Eckhart Nickel
    Musikhalle/Kunstbühne Portstraße | 17.00 Uhr
  • Gefährliche Liebschaften
    Die Dramatische Bühne im Grüneburgpark | 20.15 Uhr
  • Gogol & Mäx
    Fritz Rémond Theater | 18.00 Uhr
Freie Stellen