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20.000 Menschen feiern Äthiopiens Reform-Premier
 

20.000 Menschen feiern Äthiopiens Reform-Premier

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Der Peacemaker: Abiy Ahmed besucht Frankfurt

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Manch einer nennt ihn den Barack Obama Afrikas: Abiy Ahmed ist der Premierminister Äthiopiens und gilt als starker Reformer und Friedensbringer. Am Mittwoch sprach er vor 20.000 Landsleuten in der Commerzbank-Arena.
Abiy Ahmed scheint vielen Menschen Hoffnung zu geben. Schließlich kamen am Mittwoch 20.000 Landsleute in der Commerzbank-Arena zusammen, um ihn sprechen zu hören. Darunter waren nicht nur Äthiopier aus Frankfurt und Deutschland, sondern sie kamen auch aus anderen Ecken Europas angereist.

Der 42-jährige Abiy Ahmed gewann am 2. April die Wahl zum Ministerpräsidenten. Seitdem leitete er einen raschen Reformkurs ein. Er hob den Ausnahmezustand auf, entließ politische Gefangene und setzte sich für die Öffnung staatlicher Firmen ein.



© Bernd Kammerer

Auf Einladung der Bundeskanzlerin ist Ahmed zum Staatsbesuch nach Deutschland gekommen und kam dem Angebot der äthiopischen Community in Frankfurt nach, auf der Veranstaltung „Haltet zusammen, baut Zukunft auf“ zu sprechen.

Rascher Reformkurs
Der junge, charismatische Premierminister erklärte auch der äthiopischen Diaspora von seinen Reformplänen. Er bat seine Landsleute, am Friedensprozess mitzuwirken, in dem sie den Wiederaufbau des Landes mit Geld unterstützen oder in ihr Heimatland zurückkehren. Insgesamt leben in Europa rund 200.000 Äthiopier.



© Bernd Kammerer

Auch eine Chance für die deutsche Wirtschaft
Zusätzlich kündige der Premierminister an, den Friedensprozess mit Eritrea nach jahrzehntelanger Feindseligkeit wieder aufzunehmen und politische Dialoge zu starten. So ist es geplant, Botschaften und Grenzen wieder zu öffnen, sowie Flugverbindungen und Häfen wieder zugänglich zu machen. Eritrea spaltete sich einst von Äthiopien ab. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarsstaaten im Nordosten Afrikas waren seit Ende der Neunziger Jahre wegen eines erbitterten Grenzstreits unterbrochen.

Frankfurts Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker (CDU) sagte, dass zusätzlich natürlich auch ausländische Investitionen nötig seien, um das Land zu unterstützen. „Äthiopien bietet eine große Chance für die deutsche Wirtschaft. Auch deutsche Investoren sind gefragt, Äthiopien auf seinem Weg zu unterstützen“, sagte Becker. Deutschland und Äthiopien seien schon heute wichtige Handelspartner, sagte der Bürgermeister weiter. „In einem politisch stabilen Staat werden sich die bilateralen Beziehungen festigen und weiter ausbauen“, so Becker.
 
1. November 2018, 10.38 Uhr
tm/ ffm
 
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