Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Unterstützung für die Städtischen Bühnen
 

Unterstützung für die Städtischen Bühnen

0

Bürgerstiftung will neues Opernhaus mitfinanzieren

Foto: Journal Frankfurt
Foto: Journal Frankfurt
Ein Kreis wohlhabender Frankfurter Bürgerinnen und Bürger hat sich zusammengetan, um die Finanzierung eines neuen Opernhauses zu unterstützen. Die Bürgerstiftung „Neue Oper Frankfurt“ will unter anderem im großen Stil Spenden sammeln.
Ob Sanierung oder Neubau: die Städtischen Bühnen werden eine teure Angelegenheit für die Stadt Frankfurt. Die zu erwartende finanzielle Last, von bis zu 900 Millionen Euro ist die Rede, ist für den städtischen Haushalt kaum zu bewältigen. Diese Erkenntnis hat einige wohlhabende Bürgerinnen und Bürger dazu bewogen, eine Stiftung zu gründen, welche die Kosten mittragen soll. „Ziel dieser Bürgerstiftung ist es, aus bürgerschaftlichem Engagement heraus für die Stadt Frankfurt am Main ein neues Opernhaus zu errichten und damit einen entscheidenden Beitrag zur Lösung der immensen baulichen Probleme der Stadt mit dem maroden Gebäude der Städtischen Bühnen zu leisten“, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung.

Die Initiative sei zu der Erkenntnis gekommen, dass die Sanierung der Städtischen Bühnen „extrem komplex“ zu werden drohe und man die Baukosten nicht zuverlässig kalkulieren könne. Daher sei es notwendig, für Oper und Schauspiel Neubauten zu errichten. Besonders mit einem Punkt sticht die Bürgerstiftung mitten in die aktuell brodelnde Debatte: In der Erklärung wird der Wunsch geäußert, zukünftig zwei Standorte zu unterhalten. Am Willy-Brandt-Platz solle ein neues Schauspielhaus entstehen, für die Oper möchte man einen neuen Standort finden, der „das Potential hat, die zunehmende Attraktivität und Lebendigkeit“ Frankfurts zu steigern. Eine kostspielige Interimslösung müsse vermieden werden. Erst vor einer Woche wurde genau diese Thematik intensiv im Kulturausschuss diskutiert. Kulturdezernentin Ina Hartwig war erst vor kurzem von ihrer Linie, beide Institutionen am Willy-Brandt-Platz zu belassen, abgerückt. Die Notwendigkeit, mindestens eines der Häuser am aktuellen Standort zu belassen, sieht sie allerdings noch immer. Dem widerspricht unter anderem Thomas Dürbeck, kulturpolitischer Sprecher der CDU, der für einen großangelegten Neubau am Osthafen plädiert.

Ina Hartwig begrüßt das Engagement der Bürgerstiftung: „Es freut mich sehr, dass die Diskussion zur Zukunft der Städtischen Bühnen von Seiten der Bürgerschaft so engagiert unterstützt wird – auch die Idee der Stiftung, einen Teil der möglichen Kosten über Spenden zu tragen, begrüße ich. Der Vorschlag ist interessant und kann als eine mögliche Option in den geordneten Prüfungsprozess der Stabsstelle eingebracht werden. Zurzeit prüft die Stabsstelle eine Sanierung im Bestandsschutz unter Einbeziehung der technischen und funktionalen Anforderungen der nächsten Jahrzehnte. Darüber hinaus bleibe ich bei meiner Haltung: Sollte eine Trennung der Sparten sinnvoll sein, verbleibt eine Spielstätte der Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz.“

Die Finanzierung eines neuen Opernhauses solle, so steht es in der Erklärung, vor allem über Spenden laufen. Außerdem wolle die Stiftung Bankdarlehen aufnehmen. Die Liste der Verantwortlichen liest sich wie das Who-is-Who der Frankfurter Oberschicht. Dazu gehören unter anderem Dr. Udo Corts (Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung), Bernd Ehinger (Präsident der Handwerkskammer Rhein-Main) und Gabriele Eick (Aufsichtsratmitglied der Gothaer Versicherungs- Bank und der Gothaer Finanzholding). Weiterhin haben Julia Heraeus-Rinnert, Dr. Helmut Häuser, Dr. Nikolaus Hensel, Heinz-Günter Lang, Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Susie Freifrau von Verschuer, Hans-Jörg Vetter, Prof. Dr. Martin Wentz und Claus Wisser die Erklärung unterschrieben. Man arbeite nicht gewinnorientiert, sondern ausschließlich im Sinne des Gemeinwohls, wird betont. Ziel sei die Errichtung eines öffentlichen Haus, „das den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern neben dem Großen Saal und einem neuen Opernstudio auch tagsüber und abends als attraktiver Treffpunkt mit Gastronomie, Veranstaltungsflächen sowie einem Dachgarten mit „Skybar“ zur Verfügung steht“.
7. Dezember 2018
Ronja Merkel
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Jazz- und Klassikkonzert am Mainufer
0
Open Air im Zeichen von Europa
Gestern Abend fand an der Weseler Werft das Europa Open Air statt. Am Mainufer versammelten sich 20 000 Menschen, um den eindrucksvollen Klängen der HR-Bigband und des HR-Sinfonieorchesters zu lauschen – frei nach dem Motto „Celebrating Europe“. – Weiterlesen >>
Text: Ricarda Paul / Foto: Ben Knabe
 
 
Celebrating Europe: Europa-Kulturtage 2019
0
Den europäischen Gedanken leben
Am Donnerstagabend beginnen die Europa-Kulturtage mit dem Europa-Open-Air an der Weseler Werft. Im Interview hat Torsten Busse, Head of Division der EZB, erzählt, was die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr erwartet und warum ein geeintes Europa noch immer wichtig ist. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Europa Kulturtage 2019
 
 
Museumsuferfest 2019 vom 23.8. bis 25.8.
0
Museumsuferfest: 3 Tage Kultur mit 550 Veranstaltungen
Am Freitag beginnt das jährliche Museumsuferfest. Dieses Jahr bieten 25 Museen rund 550 Veranstaltungen auf 6,7 Kilometer Länge. 16 Bühnen sorgen dabei für ausgelassene Stimmung. Von Bienenhotels bis Stefan Mross – das sind in diesem Jahr die Highlights. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: KCE
 
 
 
Konstanze Runge tritt Nachfolge an
0
Das Ikonen-Museum bekommt eine neue Kuratorin
Das Ikonen-Museum im Deutschordenshaus am Sachsenhäuser Ufer hat eine neue Kuratorin: Konstanze Runge tritt die Nachfolge von Richard Zacharuk an, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen ist. – Weiterlesen >>
Text: Ricarda Paul / Foto: Stadt Frankfurt
 
 
Interkulturelles Orchestra-Konzert im Hochbunker
0
Klänge des Gedenkens
In der jüdischen Gedenkstätte im Hochbunker wird am 25. August das Konzert Klänge der Erinnerungen des One Earth Orchestra veranstaltet. Dieser Ort hat historisch eine ganz besondere Bedeutung, denn einst stand dort die größte Synagoge Frankfurts. – Weiterlesen >>
Text: rip / Foto: Symbolbild © Unsplash/Larisa Birta
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  662