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Kultur
 
The LOKAL Listener
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Musiker auf der Couch
Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
„The LOKAL Listener“ heißt eine neue Reihe im Mousonturm. Bei den Gesprächskonzerten kann man mehr über Musiker und ihre Geschichte erfahren. Dabei trifft Gregor Praml bei der Premiere auf Max Clouth und seine Indian Jazz Guitar.
Seit Ben Taylor, der Sohn von Carly Simon und James Taylor, im Februar 2014 die Bühne im Lokal im Mousonturm einweihte, gab es da in charmanter Wohnzimmer-Atmosphäre immer mal wieder echte Konzert-Highlights mit Künstlern wie Chloe Charles, And The Golden Choir, Joco, Youssra El Hawary oder John Kameel Farah. Aber leider eben nur sporadisch. Als Gregor Praml nach einer Veranstaltung im Saal an der Bar saß, gesellte sich der Intendant des Künstlerhauses, Matthias Pees zu ihm. „Er habe mich schon länger mal ansprechen wollen“, erinnert sich Praml an die Situation, „ob wir nicht mal über eine Reihe im Lokal nachdenken sollten.“ Pees schwebte zunächst ein neuerlicher Schulterschluss mit der Frankfurter Jazzszene vor. Praml entwickelte ein offeneres Konzept. „Mir geht es darum, die ganze Szene abzubilden“, betont der 43-Jährige, selber Musiker bei der Jazz-und-mehr-Band tri.of.us. Und es sollen keine normalen Konzerte werden, sondern ein Mix aus Musik und Talk, der als sonntägliche Matinée funktioniert. „Wie viele Musiker hat man schon auf der Bühne erlebt, kennt aber deren Geschichte nicht und weiß auch nicht wo ihre Musik herkommt“, erklärt Praml. „The LOKAL Listener – Gregor Praml trifft ...“ soll da Abhilfe schaffen.

Da greift die Personalunion, denn Praml, übrigens der Sohn des Theatermachers Willy Praml, arbeitet auch als Musikredakteur bei hr2 Kultur, präsentiert und kuratiert zudem zusammen mit seiner Frau Claudia das Weltmusikfestival des Schlachthofs in Kassel. Da traten in diesem Jahr u.a. Hochkaräter wie Alsarah & The Nubatones, Oum oder Ganes auf. Im Lokal stellt Praml Locals vor, auch um zu unterstreichen, welche Qualität die Stadt entgegen anderer Wahrnehmung hervorbringt. Für die Premiere lud er sich den amtierenden Preisträger des Frankfurter Jazzstipendiums, Max Clouth ein. Allein dessen Lotos Gitarre, ein doppelhalsiges, akustisches Instrument mit einem bundlosen Hals und quer über den Korpus gespannten Resonanzsaiten, wird das Interesse der Besucher wecken, Clouths Interesse an indischer Musik, das Übertragen von Raga-Techniken in den westlichen Jazz und sein Studium in Mumbai sind Gesprächsstoff genug. Dass er alles Erzählte musikalisch spiegeln kann, ist die Besonderheit des Formates.

Kein Zweifel besteht daran, dass das Lokal im Mousonturm der passende Ort für die Gesprächskonzerte ist. Ein offener Raum mit zwei Ebenen und Blick auf die Bühne aus allen Ecken, Kneipen- und Konzertraum in einem, voller alter Sessel, Sofas und Pflanzen. Praml hat die besondere Atmosphäre bei der CD-Präsentation seiner eigenen Band hautnah erlebt. „Die Stimmung kochte nicht hoch, denn diese Art der Bestuhlung fördert eine gewisse Art der Entspanntheit, ideal für unser Vorhaben“, so Praml. Auch das Publikum soll sich ermuntert fühlen, am Programm teilzuhaben. Die nächsten Gäste stehen mit dem Akkordeonvirtuosen Martin Wagner von Tango Transit (8.10.) und hr-Bigband-Saxophonist und Klarinettist Oliver Leicht (12.11.), der auch ein Elektronikset angekündigt hat, auch schon fest.

>> The LOKAL Listener – Gregor Praml trifft ..., Ffm., Mousonturm, 17.9., 11 Uhr, Eintritt VVK 16,–/AK 19,–
13. September 2017
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
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