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"SOS Brutalismus" im Deutschen Architekturmuseum
 

"SOS Brutalismus" im Deutschen Architekturmuseum

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Vom Aussterben bedroht: Betonmonster in 10 Bildern

Foto: Jason Hood
Foto: Jason Hood
Von vielen verabscheut, zeigt das Deutsche Architekturmuseum jetzt wie schön Brutalismus sein kann. Die Ausstellung "SOS Brutalismus. Rettet die Betonmonster!" macht deutlich, wie schlecht es um diese bedrohte Spezies steht.
Die liebevoll als "Betonmonster" bezeichneten Gebäude sind vom Aussterben bedroht: Nicht selten werden die Betongebäude wieder dem Erdboden gleich gemacht, weil sie sich unter der Bevölkerung oder ihren Bewohnern keiner großen Beliebtheit erfreuen. So verschwinden immer mehr brutalistische Bauten. Das Deutsche Architekturmuseum zeigt nun in der Ausstellung "SOS Brutalismus" besonders expressive Exemplare dieser Spezies und weckt ein Bewusstsein für diesen sehr kontroversen Baustil.

Anhand von Fotografien erkennt man das große Ganze: Ob und wie sich die Megastrukturen in ihre teils urbane Umgebung einfügen oder ob sie eher wie ein Raumschiff von einem fernen Planeten wirken. Zu Anfang der Ausstellung greifen kleine Modelle aus Beton die Strukturen solcher Gebäude auf und verdeutlichen die Bewegung, die Formen, die sich in diesen Bauten verstecken. Die kleinen Modelle sind so expressiv, dass sie fast schon wie eigenständige Skulpturen wirken. So erschließt sich schon darüber manch einem Besucher die Schönheit dieser Gebäude.

Die Ausstellung ist in Regionen unterteilt, da viele brutalistische Gebäude lokale Stile und tradierte Baukultur aufgreifen und in Beton transformieren. Darunter sind also Gebäude aus der ganzen Welt - teilweise schon abgerissene. Unter dem #SOSBrutalism sammelt das Architekturmuseum in einer digitale Datenbank brutalistische Gebäude. Dort wird auch angezeigt, welche Gebäude jeweils akut vom Abriss bedroht sind. Besucher der Ausstellung und fleißige Instagramer können sich unter dem #Betonperle an einer digitalen Bildergalerie dieser Betonmonster beteiligen und erforschen, wo in ihrer unmittelbaren Nähe die wilden Betonmonster leben.




London Borough of Camden Architect’s Department, Foto: Gili Merin




Alfred Neumann / Zvi Hecker / Eldar Sharon: Rathaus, Bat Yam, Israel, Foto: Zeev Hertz




Minoru Yamasaki / Modam (Mohammad Reza Moghtader): Pahlavi-Universität, Schiras, Iran, Foto: Hamid Reza Bani




Günter Bock: Trauerhalle Westhausen, Frankfurt, Foto: Jupp Falke




Theodore »Tao« Gofers: Wohnhaus Sirius, Sydney, Foto: Craig Hayman




Jesús Sandoval / Tomás Lugo Marcano / Dietrich Kunckel: Theater Teresa Carreño, Caracas, Venezuela, Foto: Antolin Sanchez




IACP (Carlo Celli / Luciano Celli): Rozzol Melara, Triest, Italien, Foto: Paolo Mazzo




Stanley William »Bill« Toomath: Wellington Teachers Training College, Wellington, Neuseeland, Foto: Michael Dudding




Paul Herbé / Jean Le Couteur: Kathedrale Sacré-Coeur, Algier, Algerien, Foto: Cyril Preiss




O. Gurevich / V. Zhukov: Hotel Rus, Sankt Petersburg, Russland, Foto: Konstantin Antipin

>> "SOS Brutalismus. Rettet die Betonmonster!", 9. November 2017 - 2. April 2018, Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43. Mehr Informationen unter www.dam-online.de.
8. November 2017
Tamara Marszalkowski
 
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Leser-Kommentare

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Ronald M. Filkas am 9.11.2017, 21:54 Uhr:
Nun, zwei der Betonmonster sind in Frankfurt schon verschwunden: das sogenannte Technische Rathaus, auch „liebevoll“ Keksschachtel genannt, und das Historische Museum.
 
 
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