Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Plakat-Ausstellung im Weltkulturen Museum
 

Plakat-Ausstellung im Weltkulturen Museum

0

Mehr als nur Indianer

Foto: We the Resilient, Ernesto Yerena Montejano, 2016, © Weltkulturen Museum
Foto: We the Resilient, Ernesto Yerena Montejano, 2016, © Weltkulturen Museum
Im Weltkulturen Museum hat die Schau „Plakatiert! Reflexionen des indigenen Nordamerika“ eröffnet. Sie spiegelt die soziale und politische Welt der indigenen Bevölkerung Nordamerikas wider und gibt Einblick in das Elend, das die Kolonialisierung mit sich gebracht hat.
Die Ausstellung, eine Kooperation zwischen dem Weltkulturen Museum und dem Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt, wurde von Studierenden der Ethnologie und der Curatorial Studies vorbereitet. 400-450 physische und etwa 100 digitale Plakate, von den 70er-Jahren bis in die Gegenwart, werden hier gezeigt. Zentraler Aspekt der Auswahl der Plakate war, dass sie von der indigenen Bevölkerung stammen, sich direkt an diese richten oder für diese relevante Aspekte aufnehmen. Sie geben unter anderem einen Einblick in die Kultur der indigenen Bevölkerung Nordamerikas.

Bis heute bieten sich aber auch immer wieder neue Anlässe, die ungerechte Behandlung der indigenen Bevölkerung durch Plakate zu thematisieren. Viele der Plakate nehmen Rückbezüge auf die Tradition und fordern eine Besinnung auf eben jene. Mit den europäischen Siedlern und Händlern kamen neben anderen Kulturen, Werten und Tieren, auch Waffen, Alkohol und Drogen. So macht die Ausstellung deutlich, dass das stereotypische Bild des Indianers als Alkoholiker nicht vergleichbar ist mit der Tatsache, dass Alkoholismus ein großes Problem auf Indianerreservaten darstellt. Dies liegt allerdings nicht, wie oft vermutet wird, an einer allgemeinen Alkoholunverträglichkeit der indigenen Bevölkerung, sondern an dem Leid und Elend, das die Bevölkerung dort erfahren muss: die gewaltsame Kolonialisierung des Erdteils und dem Leben auf Reservationen.

Am Ende der Ausstellung wird dem Besucher beziehungsweise der Besucherin dann auch bewusst, warum es ausgerechnet Plakate sind, die in diesem Kontext ausgestellt werden. Plakate sind nicht nur Werbung oder Dekoration, Plakate bedeuten auch, auf sich aufmerksam zu machen zu wollen und gesehen werden. Bedenkt man die Geschichte der indigenen Bevölkerung, das Leid, das sie durchmachen mussten und müssen, ist diese Funktion der Plakate wohl noch naheliegender.
27. Juni 2019
Elena Zompi
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Jazz- und Klassikkonzert am Mainufer
0
Open Air im Zeichen von Europa
Gestern Abend fand an der Weseler Werft das Europa Open Air statt. Am Mainufer versammelten sich 20 000 Menschen, um den eindrucksvollen Klängen der HR-Bigband und des HR-Sinfonieorchesters zu lauschen – frei nach dem Motto „Celebrating Europe“. – Weiterlesen >>
Text: Ricarda Paul / Foto: Ben Knabe
 
 
Celebrating Europe: Europa-Kulturtage 2019
0
Den europäischen Gedanken leben
Am Donnerstagabend beginnen die Europa-Kulturtage mit dem Europa-Open-Air an der Weseler Werft. Im Interview hat Torsten Busse, Head of Division der EZB, erzählt, was die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr erwartet und warum ein geeintes Europa noch immer wichtig ist. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Europa Kulturtage 2019
 
 
Museumsuferfest 2019 vom 23.8. bis 25.8.
0
Museumsuferfest: 3 Tage Kultur mit 550 Veranstaltungen
Am Freitag beginnt das jährliche Museumsuferfest. Dieses Jahr bieten 25 Museen rund 550 Veranstaltungen auf 6,7 Kilometer Länge. 16 Bühnen sorgen dabei für ausgelassene Stimmung. Von Bienenhotels bis Stefan Mross – das sind in diesem Jahr die Highlights. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: KCE
 
 
 
Konstanze Runge tritt Nachfolge an
0
Das Ikonen-Museum bekommt eine neue Kuratorin
Das Ikonen-Museum im Deutschordenshaus am Sachsenhäuser Ufer hat eine neue Kuratorin: Konstanze Runge tritt die Nachfolge von Richard Zacharuk an, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen ist. – Weiterlesen >>
Text: Ricarda Paul / Foto: Stadt Frankfurt
 
 
Interkulturelles Orchestra-Konzert im Hochbunker
0
Klänge des Gedenkens
In der jüdischen Gedenkstätte im Hochbunker wird am 25. August das Konzert Klänge der Erinnerungen des One Earth Orchestra veranstaltet. Dieser Ort hat historisch eine ganz besondere Bedeutung, denn einst stand dort die größte Synagoge Frankfurts. – Weiterlesen >>
Text: rip / Foto: Symbolbild © Unsplash/Larisa Birta
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  662