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Kultur
 

Parade der Kulturen

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Ein starkes Zeichen

Foto: Frankfurter Jugendring
Foto: Frankfurter Jugendring
„Gemeinsam für ein offenes und solidarisches Frankfurt!" – so lautet das diesjährige Motto der Parade der Kulturen, die am Samstag das Bild der Innenstadt bestimmen wird. Als buntes Treiben eine etwas andere Demonstration.
„Seit Jahren setzt die Parade der Kulturen ein Zeichen für eine bunte und vielfältige Stadt. Den Aufruf der Teilnehmenden für ein offenes und solidarisches Frankfurt kann ich nur begrüßen.“ Nur all zu gern ist Nargess Eskandari-Grünberg, die Integrationsdezernentin der Stadt, deshalb eine der Schirmherrinnen der Veranstaltung des Frankfurter Jugendrings. Die findet schon zum zehnten Mal statt. Am Mainufer rund um den Eisernem Steg locken Live-Bühnen die Besucher, zudem gibt es einen eigenen Bereich für Kinder und Jugendliche und den Markt der Kulturen mit rund 80 Ständen. Hier kann man Kunsthandwerk erstehen und sich kulinarische Spezialitäten aus aller Welt munden lassen. Doch vor dem Genuss steht die Arbeit. Die besteht darin, sich zwischen Untermainkai und Römerberg entlang der Route Kaiserstraße-Rossmarkt-Töngesgasse-Braubachstraße einen Platz zu sichern, um der Parade beizuwohnen. „Der Zug ist das zentrale Element, da er sich durch die Innenstadt bewegt und allen Frankfurter*innen zeigt, in was für einer vielfältigen Stadt sie leben“, führt Sébastien Daudin, Referent beim Frankfurter Jugendring, aus. „Im Alltag sind diese Menschen unkostümiert und leben mit uns, als unsere Ärzte, Verkäufer*innen, Professor*innen usw. Am 25.6. schlüpfen sie teilweise in die Kleidungen ihrer Herkunftskultur, um zu zeigen, woher sie kommen und was für einen bereichernden Impuls sie in unsere Gesellschaft und unser Stadtbild hineintragen. Dass sie alle nebeneinander laufen dürfen, ist ein starkes Zeichen. Das ist nicht überall auf der Welt möglich.“ Auch wenn der Begriff für viele Menschen negativ besetzt ist, die Parade der Kulturen ist auch eine Demonstration. „Durchaus“, bestätigt Daudin, „und zwar im Sinne des lateinischen Wortes demonstrare, etwas zeigen, auf etwas hinweisen. Wir wollen signalisieren: Vielfalt und Solidarität sind möglich.“ Hier kann man Menschen aus anderen Kulturen kennenlernen und mit ihnen feiern.

>> Parade der Kulturen, Ffm, Mainufer, 25.6., 12 Uhr, www.parade-der-kulturen.de
 
24. Juni 2016, 09.21 Uhr
Detlef Kinsler
 
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