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Nix wie raus!!!

Ja, ja das Wetter ist auch in Frankfurt schön. Doch irgendwann muss man auch mal einen Tapetenwechsel haben. Ein Kurztrip übers Wochenende wäre da eine feine Sache. London ist dafür ideal geeignet: Hier werden internationale Trends gesetzt, nirgendwo sonst liegen Tradition und Moderne so nah beieinander. Und mit seiner großen Auswahl an Sehenswürdigkeiten, Szeneviertel und Shoppingmöglichkeiten kann dort gar keine Langeweile aufkommen. Und das Beste: in nur 90 Minuten Flugzeit ist man - etwa mit British Airways - schon in der Boomtown. Wer jetzt befürchtet, dass London teuer ist, kennt vielleicht noch nicht die vielen günstigen Möglichkeiten für die Stadtbesichtigung.

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Ich hab es am letzten Wochenende mal ausprobiert. Am Flughafen Heathrow zieht man am besten eine One- oder Three-Day Travel Card für die U-Bahn (Tube). Damit spart man viel Geld und kommt damit auf 12 Tube Linien, sowie mit den Bussen, kreuz und quer durch London. Ein Britisches Pfund entspricht übrigens 1,52 Euro. Die London Underground ist das älteste und längste U-Bahn-Netz der Welt und erstaunlich effektiv. Mehr als 6 Minuten muss man an keiner Haltestelle warten. Außerdem stehen die Leute auf den Rolltreppen hier zivilisiert auf der rechten Seite, links kann überholt werden. Ein System, was man in Frankfurt auch mal einführen könnte ...
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Mein erster Weg führt zum Hotel in Kensington. Von dort aus geht es – zu Fuß -direkt in das Victoria and Albert Museum an der Cromwell Road. Das V & A beherbergt die größte Sammlung von Kunstgewerbe und Design der Welt. Von asiatischen Buddhaskulpturen, über italienische Kirchenportale, bis hin zu Michelangelos Davidskulptur – als Replikat. In den 145 Räumen mit 4 Millionen Objekten kann man sich stundenlang aufhalten.

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Mich lockt aber auch die Sonderausstellung „Kylie“. Vier Räume widmen sich des Phänomens „Kylie Minogue“. Gezeigt werden die Musikvideos und Trophäen der australischen Sängerin und vor allem die komplette Garderobe ihrer Bühnenauftritte, einige davon sind von Dolce & Gabbana. Unglaublich, wie zierlich die Frau sein muss. Und das allerbeste an dem ganzen Museum – der Eintritt ist frei!!!london_kylie.jpg

Wer also dem Regen ausweichen möchte, der hat die Qual zwischen den kostenlosen Besuchen des Science Museums, der Tate Gallery und Tate Modern, dem British Museum und noch einigen mehr. Eigentlich ist für jeden Geschmack was dabei und der Geldbeutel wird geschont.
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Doch die Sonne lockt – auch in London kann das Wetter gut sein! Ich will shoppen. Nicht auf den zahlreichen englischen Boutiquen auf der Oxford oder Regent Street (Top Shop, Miss Selfridge, Oasis & Co), sondern günstiger. Den Camden Lock Market sollte man gesehen haben – besonders am Wochenende. Tausende Stände reihen sich in dem ehemaligen Industriegebiet aneinander. Kunsthandwerkliches gibt es hier ebenso zu kaufen wie Möbel, Taschen oder Klamotten aller Stilrichtungen von Hippie bis Punk.

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Die Jugend- und Musikszene – inklusive MTV - ist hier zu Hause und Designer wie Jean Paul Gaultier lassen sich hier inspirieren. Es duftet mal nach Räucherstäbchen, mal nach indischem Curry und auch nach Haschisch. Wen wundert’s, Magic Mushrooms werden hier auch verkauft. Begleitet von Limbo, Techno- und orientalischer Musik erkunde ich das riesige Gelände, handele wie auf einem Basar und ergatterte T-Shirts mit witzigen Aufdrucken für 5 Pfund und einen bestickten Rock für 12 Pfund – warum teuer, wenn’s auch billiger geht! Zur Stärkung gönne ich mir einen kleinen asiatischen Snack. Am Camden Markt ist auch die Auswahl an günstigen Gerichten groß (3-5 Pfund): indisch, chinesisch, indonesisch, arabisch und Hot Dogs gibt’s auch.

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Der Snack muss reichen, denn etwas später werde ich mir noch ein Dinner leisten. Ich umzingele noch die Seitenstraßen des Camden Lock Markets mit den Tattoo und Piercing Studios, bevor ich mich Richtung Covent Garden begebe. Gleich werde ich mein Schnäppchen genießen. Ein 2-Gänge Menü in der Palm Court Brasserie (39 King Street) mit anschließendem Besuch der „Blue Man Group“ in einem der 50 Theater Londons. Essen und Show haben mich nur 20 Pfund gekostet (buchbar bei www.lastminute.com). Wer sich bezüglich der Theatershows nicht festgelegt hat, kann an den Ticketschaltern am Leicester Square immer günstige Restkarten für Shows wie „Lord of the Rings“, „Dirty Dancing“, „Lion King“ oder an deren Musicals ergattern. Ersparnis: bis zu 50 Prozent.

Nach der Show gönne ich mir noch ein Bier (0,5 Liter Stella Artois 3,30 Pfund) im Pub. Noch darf hier geraucht werden, dafür hat sich in meinem Fall die gefallene Sperrstunde noch nicht bemerkbar gemacht – um Mitternacht ist Schluss mit lustig. Aber so sind sie halt die Briten.

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Ab geht’s ins Hotel. Gar nicht so leicht, eine bequeme aber auch günstige Unterkunft unter den insgesamt 100 000 Hotelzimmern Londons zu finden. Erst vor einem Jahr eröffnet und fast noch ein Geheimtipp ist das Hotel Base2stay in Kensington. Modern und stylisch eingerichtet sind die 67 Zimmer (ab 89 Pfund/ Nacht), die alle über Fernsehen mit Flachbildschirm verfügen. Praktisch, da in der unmittelbaren Umgebung einige Supermärkte zu finden sind, ist die Kitchenette im Zimmer. Statt teurer Snacks kann man sich hier schnell etwas in der Mikrowelle aufwärmen, das Frühstück im Bett genießen und seine Getränke im Kühlschrank verstauen.

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Den Sonntag sollte man sich für das East End – dem Stadtteil in dem einst Jack the Ripper sein Unwesen trieb -aufheben. Hier sind nicht nur Inder und Menschen aus Bangladesh anzutreffen, es gibt auch viele bunte Märkte, Läden neuer Designer und nette Cafes. Bis Mittags findet Sonntags auf der Columbia Road ein Blumenmarkt statt. Hier versorgen sich die Londoner mit Grünpflanzen. Da Gardening jetzt auch in Deutschland Trend ist, lohnt sich ein Besuch der vielen Läden mit Gärtnerzubehör. Viele dekorative oder auch praktische Kleinigkeiten findet man hier.

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Flohmarktatmosphäre mit Gemüse, billiger Kleidung, alten Fahrrädern und auch Ramsch verströmt der Markt auf der Brick Lane. Secondhandklamotten findet man auf dem benachbarten Petticoat Lane Market – ein Markt mit einer 250- jährigen Tradition. Wer vor dem Regen flüchten möchte, ist auf dem überdachten Spitalfields Market gut aufgehoben. Auch hier gibt es alles – von Biogemüse bis günstigen Designermöbeln aus zweiter Hand. Da vergeht beim Gucken die Zeit wie im Fluge.

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Mehr Information zu London und seinen – größtenteils auch kostenlosen – Sehenswürdigkeiten findet man übrigens auf der Seite von Visit London.
 
24. April 2007, 17.49 Uhr
Nicole Brevoord
 
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