Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Neues Werk zur Stadtgeschichte
 

Neues Werk zur Stadtgeschichte

0

Über die Geschichte der Frankfurter Theaterfördervereine

Foto: © ISG V19/61
Foto: © ISG V19/61
Die reichhaltig bebilderte Publikation „Aus der Krise geboren. Theaterfördervereine und ihre Protagonisten in Frankfurt am Main seit 1924“ von Theresa Victoria Leonhardt nimmt den Leser mit auf eine Reise hinter die Kulissen der Frankfurter Kulturlandschaft.
Das Buch rekonstruiert anhand verschiedener Vereine das – vor 1933 zu großen Teilen jüdisch geprägte – private Engagement für die Oper und das Theater in Frankfurt seit 1924 bis in die Gegenwart hinein. „Mit ihrer Studie schließt die Autorin eine Forschungslücke der Frankfurter Stadtgeschichte und zieht dabei auch Vergleiche zu anderen Städten“, unterstrich Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt, die Bedeutung der vorgestellten Publikation und die genaue Recherche der Autorin.

„Ihr Werk zeichnet sich nicht nur durch ein intensives Quellenstudium aus, sondern berücksichtigt durch Interviews mit 27 Experten wie Hilmar Hoffmann, Max Hollein, Petra Roth, Michael Hauck oder Bernd Loebe auch aktuelle Entwicklungen. So spricht diese Publikation nicht nur die theaterwissenschaftlich interessierte Leserschaft an, sondern durch den starken Lokalbezug bis in die Gegenwart hinein auch stadtgeschichtlich interessierte Frankfurter“, bemerkte Brockhoff zum Facettenreichtum des Werkes.



„Momentaufnahme“, Zeichnung von Alfred Oppenheim aus dem Gästebuch des Stamm- tischs „Abgeschminkt“, 17. April 1933 © ISG, S5/512

Bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts trugen und förderten private Aktiengesellschaften, Vereine und Mäzene die Frankfurter Bühnen. Die Mitgliederliste des Frankfurter Patronatsvereins mit Namen wie Rothschild, von Weinberg, Landmann, Dreyfus, von Passavant, von Schnitzler, Swarzenski oder Simon liest sich wie das „Who is Who“ der damaligen Frankfurter Gesellschaft. „Die Bürger sprangen ihren Bühnen nicht nur 1924 mit der Gründung des Patronatsvereins an die Seite, als die Theater die Auswirkungen der Inflation zu spüren bekamen, sondern auch 1930 nach der Weltwirtschaftskrise, als anlässlich des 50-jährigen Opernhausjubiläums (Foto: Richtfest der Oper, 1978) der Verein Opernhilfe initiiert wurde, um neue Besucherkreise zu gewinnen“, stellte Leonhardt die Förderbereitschaft heraus. Erst die Weltwirtwirtschaftskrise und die während der NS-Zeit vollzogene Gleichschaltung führten zu einem Einschnitt.



Aufruf zum Kauf von Bausteinen zugunsten des Theaterwiederaufbaus, Plakat aus dem Jahr 1949, Urheber: E. Fornoff © ISG S9 1949/54

Die Publikation basiert auf Leonhardts 2015 mit dem Sonderpreis des „Johann-Philipp-von-Bethmann-Studienpreis“ ausgezeichneter Dissertation, welche die Frankfurter Historische Kommission in Verbindung mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und dem Institut für Stadtgeschichte mit geringfügigen Änderungen als Band 65 der „Studien zur Frankfurter Geschichte“ veröffentlicht.





>> Aus der Krise geboren. Theaterfördervereine und ihre Protagonisten in Frankfurt am Main seit 1924, von Theresa Victoria Leonhardt, 2018, Societäts-Verlag, 480 Seiten, 30 Euro (im Buchhandel und im Institut für Stadtgeschichte erhältlich)
 
31. Oktober 2018, 10.13 Uhr
ffm/ nic
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Das Lesefest Open Books ist in diesem Jahr so groß wie nie: 170 Veranstaltungen, mehr als 240 Autorinnen und Autoren und 94 Verlagshäuser bieten ein umfangreiches Programm. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das Gastland Norwegen. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Stadt Frankfurt/Alexander Paul Englert
 
 
Am kommenden Samstag lädt die deutsch-japanische-Gesellschaft zum Japantag ein. Die Veranstaltung mit vielfältigem Programpunkten findet im Saalbau Bornheim statt. Ab 13 Uhr können die Besucherinnen und Besucher in die Welt Japans eintauchen. – Weiterlesen >>
Text: rip / Foto: Nihon Buyo
 
 
31. Saison-Premiere im Tigerpalast
0
Die Welt zu Gast im Tigerpalast
Im vergangenen Jahr feierte der Tigerpalast 30-jähriges Bestehen – und bekam zum Geburtstag den Binding Kulturpreis. Auch in diesem Jahr bringt das Team rund um Johnny Klinke zu Saisonbeginn wieder internationale Artistinnen und Artisten nach Frankfurt. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Bernd Kammerer
 
 
 
Präsentation Peter Kurzeck
0
Gegen die gefräßige Zeit
Am Donnerstag stellen Rudi Deuble und Alexander Losse Peter Kurzecks posthum erschienenes Sommerbuch „Der vorige Sommer und der Sommer davor“ vor. Dabei sprechen sie auch über ihre komplizierte Arbeit am Nachlass des Autors. – Weiterlesen >>
Text: Christoph Schröder / Foto: Harald Schröder
 
 
Tamar Halperin im Mousonturm
0
Erik Satie als Konzeptionist und Visionär
Mit Michael Wollny begeisterte sie mit dem „Wunderkammer“-Projekt, mit Ehemann Andreas Scholl nahm sie „The Family Songbook“ auf, mit Guy Sternberg widmet sich Tamar Halperin einer zeitgemäßen Interpretation von Erik Satie. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Gregor Hohenberg
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  665