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Leitmotiv: Internationalität und Diverstität
 

Leitmotiv: Internationalität und Diverstität

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„Theater der Welt“ findet 2023 in Frankfurt und Offenbach statt

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Das Theaterfestival „Theater der Welt“ kommt 2023 nach Frankfurt und Offenbach. Neben den Städtischen Bühnen, der Alten Schlosserei und dem Capitol-Theater in Offenbach, werden auch das Museum Angewandte Kunst und viele urbane Räume bespielt.
Das „Theater der Welt“ des deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts (ITI) wird 2023, vom 29. Juni bis zum 16. Juli, in Frankfurt und Offenbach stattfinden. Das gaben die Veranstaltenden am vergangenen Freitag bekannt.

Im Zuge des Festivals werden die Städtischen Bühnen mit dem Bockenheimer Depot, das Frankfurt LAB, der Mousonturm und weitere freie Theater bespielt. In Offenbach wird das Festival in der Alten Schlosserei der Energieversorgung Offenbach AG, im Capitol-Theater sowie weiteren urbanen Räumen beider Städte stattfinden. Das Museum Angewandte Kunst will der Veranstalter während der gesamten Dauer des Festivals zum „Perfoming Arts Center“ umfunktionieren.

Zentrales Leitmotiv des Festivals soll die Gestaltung, Verteidigung und Befragung der Zukunft von Internationalität und Diversität sein. „Gerade aufgrund des Struktur- und Finanzgefälles, aufgrund der Ambivalenz zwischen Gemeinsamkeiten und trennenden Faktoren bilden Offenbach und Frankfurt genau die Internationalität ab, die wir ins Zentrum von Theater der Welt 2023 stellen wollen“, so die Festivalveranstalter. Offenbach und Frankfurt würden dabei nicht als zwei nebeneinander liegende Festivalstädte mit aufgeteiltem Programm funktionieren: „Die Städte bilden einen Raum, der soziologisch, ökonomisch, kulturell und alltäglich zusammengehört und deshalb auch künstlerisch zusammen gedacht, analysiert und reflektiert, bespielt und aktiviert werden muss.“

Für die Ausgabe im Jahr 2023 wurde das Festival erstmals formal ausgeschrieben und die Auswahl aus insgesamt vier Bewerbungen in einem zweistufigen Verfahren getroffen. Joachim Lux, Präsident des ITI-Zentrums nannte als Gründe für die Entscheidung für Frankfurt und Offenbach, dass das Museum Angewandte Kunst „als dritter starker Partner mit ins Boot“ komme. „Dieser Schritt ist konsequent und entspricht dem spartenübergreifenden Denken in den Künsten.“ Zudem nannte er die Idee, die „sehr unterschiedlichen urbanen Räume Offenbach und Frankfurt zusammen zu denken.“ Darüber hinaus stehe das Rhein-Main-Gebiet für die Globalisierung und sei zugleich Deutschlands größter Ballungsraum von migrantischen und postmigrantischen Communities, die man ebenfalls in das Festival einbinden wolle.

Das ITI vergebe die Ausrichtung und Intendanz des Festivals an in der Stadt oder der Region liegende Theater und lege damit die Grundsätze für Aufgabe und Arbeitsweise des Festivals fest, so die Veranstaltenden. Die Grundfinanzierung des Festivals solle demnach vom Bund, von der ausrichtenden Stadt und vom Bundesland, in dem diese Stadt oder Region liegt, jeweils zu etwa einem Drittel getragen werden. In einer weiteren Ausschreibung im Herbst soll zudem die Programmdirektion für die künstlerische Leitung des Festivals festgelegt werden.

Das Festival „Theater der Welt“ des deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts (ITI) findet seit 1981 alle zwei bis drei Jahre mit einem zweiwöchigen Programm in jeweils einer anderen deutschen Stadt statt. 1979 wurde es als „Theater der Nationen“ in Hamburg gegründet. Bereits 1985 fand die zweite Ausgabe des „Theater der Welt“ in Frankfurt statt. In Deutschland gilt es als eine der wichtigsten Festivals für Tanz, Theater, Performance aus allen Kontinenten.
 
29. Juni 2020, 13.00 Uhr
jwe
 
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