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Jahresprogramm des Museum Angewandte Kunst
 

Jahresprogramm des Museum Angewandte Kunst

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Von Buddhas, Handys und dem Glücklichsein

Foto: Anja Jahn/MAK
Foto: Anja Jahn/MAK
Philosophie, Spiritualität und Glück – so lässt sich das Programm des Museum Angewandte Kunst (MAK) für die nächsten zwei Jahre beschreiben. Das Museum hat eine Vielzahl von Ausstellungen geplant.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Museum Angewandte Kunst (MAK) vor knapp drei Jahren hat das Haus eine neue Struktur erhalten. Viele kleine Schauen lösten die Dauerausstellung ab. „Bisher nahm die Dauerausstellung rund 80 Prozent der Ausstellungsfläche in Beschlag. Das ist nun anders“, sagte Grit Weber, Pressesprecherin des MAK bei der alljährlichen Pressekonferenz. Dort stellte sie gemeinsam mit Direktor Matthias Wagner K das Programm für die nächsten zwei Jahre vor.

Derzeit läuft, noch bis Ende März, die Schau „German Design Award“, bei der ausgezeichnete Arbeiten aus dem Kommunikationsdesign gezeigt werden. Ende Februar wird dem Haus eine spirituelle Seite angedeihen: Unter dem Titel „Buddha. 108 Begegnungen“ werden zum Teil noch nie präsentierte Werke gezeigt, buddhistische Skulpturen und Figuren, unter anderem aus privaten Sammlungen. Um Sprititualität ganz anderer, nämlich architektonischer Art geht es dann im April: Mit einer Hommage an den Architekten des Gebäudes, in dem das MAK beheimatet ist: „Richard Meier. Stilraum“ widmet sich den gestalterischen Vorbildern und historischen Referenzen, an denen sich der Architekt orientierte. Mit seinem Stil der lichtdurchfluteten, großzügigen Räume und dem Blick auf Main und Metzlerpark schafft der Architekt es, eine Lebensphilosophie zu vermitteln. Vor 30 Jahren zog das damalige Museum für Kunsthandwerk von der Villa Metzler in den auch heute noch spektakulären Bau.

Für eine Erleuchtung der anderen Art sorgt dagegen eine kleine, aber wichtige Erfindung: die Glühlampe. Mit „1901. Es werde Licht“ widmet sich das MAK der Nachhaltigkeit dieses kleinen Gegenstandes und stellt ihn ab Ende April für ein Jahr ins Rampenlicht seiner Ausstellungen. Das Mobiltelefon steht dagegen im Mittelpunkt der Schau „Hamster – Hipster – Handy“ – verbunden mit der immer währenden Frage: Was nützt es, was schadet es? Auch dies gewissermaßen zu einem 30-jährigen Geburtstag: Im Jahr 1985 ging das C-Netz in Betrieb und ebnete dem Mobiltelefon in Deutschland den Weg vom Sonderstatus in die Alltäglichkeit.

Ab Juni zeigt das Museum in Zusammenarbeit mit dem Museum für Moderne Kunst (MMK) und dem Fotografie Forum Frankfurt zeitgenössische Fotografie und Videokunst mit dem Anspruch sich von der getreuen Abbildung der Welt zu entfernen in einer großaufgelegten Schau unter dem Titel „Ray 2015 – Imagine Reality“, auf die wir kürzlich schon eingegangen sind.

Es folgt die Ausstellung „Vom Verbergen“ im Juli. Wie verberge ich, wie verstecke ich und wie zeige ich eigentlich etwas? Gut 40 Kuratoren aus der Republik definieren ihre eigene Vorstellung des Verbergens und Zeigens anhand selbstgewählter Objekte.

Ab Oktober präsentiert „Mode bewegt Bild. The Fashion Film Effect“ nicht nur Fotostrecken, sondern auch Filme und Internet-Clips. Designer und Unternehmen zeigen passend zur B3 Biennale und deren Motto „Expanded Senses“ eine Sinneserweiterung aus Mode, Körper, Sound und digitaler Technik in Form von Videoinstallationen.

Auch für das Jahr 2016 steht bereits Einiges auf dem Programm. Die Ausstellung „The Happy Show“ des in New York lebenden österreichischen Grafikdesigners und Typographen Stefan Sagmeister gastiert in Frankfurt. Als einziges deutsches Museum präsentiert das MAK die Ausstellung zur Frage nach dem Glück. Was macht glücklich? Lässt sich Glücksempfinden steigern? Besucher können dies ab dem Frühjahr 2016 herausfinden. Mit einem Aufbruch in andere Kulturen und Epochen versucht dann „Drag“ im Herbst der Frage nach verschiedenen Identitäten nachzugehen.

Kulturelle Werte und sich wandelnde Lebenseinstellungen und –verhältnisse stehen im Mittelpunkt der wechselnden Ausstellungen. „Durch den Wegfall der Dauerausstellung lohnt es sich schlicht, öfter bei uns vorbeizuschauen“, sagte Direktor Matthias Wagner K nach dem Parforceritt durchs Ausstellungsjahr, zu dem noch etliche kleinere Formate sowie die angekündigte, verstärkte Nutzung des Parks zählten.
 
18. Februar 2015, 09.12 Uhr
Nina Pfeifer
 
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