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Foto: Shakespeare Frankfurt
Foto: Shakespeare Frankfurt

JOURNAL Frankfurt verlost 2x2 Karten

Shakespeare für jeden

Klassische Stücke so auf die Bühne zu bringen, dass die Zuschauer Spaß haben - das ist der Anspruch des Ensembles Shakespeare Frankfurt. Mit der Komödie "Twelfth Night" feierten sie im Internationalen Theater Premiere.
"Wir möchten die klassische Geschichte für eine moderne Welt auf die Bühne bringen“, erzählt Tracey Grey (Foto rechts), Produzentin und Gründerin des Ensembles Shakespeare Frankfurt. Die Handlung ist in die 1920er Jahre verlegt, dazu wird live Jazz-Musik gespielt, die von James E. Bailey eigens für die Inszenierung komponiert wurde. 13 Schauspieler des internationalen Ensembles aus Deutschland, Griechenland, Großbritannien und den USA widmen sich einer von Shakespeares romantischen Komödien, die der englische Dichter zwischen 1600 und 1602 verfasst hat.

Zuschauer sollen Spaß haben
Unter der Regie von PJ Escobio (Foto links) zeigte die Gruppe am Premierenwochenende im Internationalen Theater in der Zoo-Passage eine zugängliche Version von Shakespeares Stück, das ein breites Publikum erreichen soll. Im Mittelpunkt der Handlung steht Viola, die sich nach dem vermeintlichen Tod ihres Bruders als Junge Cesario verkleidet und in ihren Dienstherren verliebt, der wiederum um Gräfin Olivia buhlt, die allerdings romantische Gefühle für Cesario hegt. Hinzu kommen Verwicklungen um die Hausangestellten der Gräfin, dem Kammermädchen Mary und Verwalter Malvolio. Als dann noch Sebastian, der vermeintliche tote Bruder Violas auftaucht, kommt es zum Showdown.

„Wir wollen wirklich die Geschichte erzählen und mit der Inszenierung nicht noch mehr Verwirrung stiften“, sagte Grey. Das gelang den Darstellern auf der Bühne im Internationalen Theater auch durch ausdrucksstarke Mimik, Gestik und Witz. Die Handlung von "Twelfth Night" wenigstens in groben Umrissen zu kennen, erleichtert es aber doch, zwischen Kostümierungen, Verwechslungen und Intrigen den Überblick zu behalten und sich an der Sprache Shakespeares zu erfreuen.“Die Zuschauer sollen Spaß haben. Es war Zeit für eine lustige Geschichte“, erzählt Grey, die selbst als Malvolio auf der Bühne stand, zur Auswahl des aktuellen Stücks.

Aus The Loft wird Shakespeare Frankfurt
Die Kompanie entwickelte sich aus der Gruppe The Loft, die es bereits seit 2015 gibt und mit Shakespeares "The Tempest" im Oktober 2016 erstmals ein komplettes Stück gespielt haben. Nun hat sich die Gruppe mit festem Ensemble in Shakespeare Frankfurt umbenannt. „Es gab keine Kompanie, die für klassisches Theater etabliert ist“, erzählt die gebürtige Britin Grey, die seit fast 20 Jahren in Frankfurt lebt und über viele Jahre das Stagecoach Theatre in der Stadt leitete. Im letzten Jahr trat das Ensemble im Sommer im Botanischen Garten auf, eine Fortsetzung der Reihe „Shakespeare in the garden“ ist für Sommer 2018 geplant. Dann wird die Gruppe eines der bekanntesten Werke des Dichters aufführen: "A Midsummer Night’s Dream".

Als Konkurrenz zum etablierten English Theatre sieht sich die Kompanie übrigens nicht. „Wir haben ein ganz anderes Programm, wollen klassische Stücke für ein aktuelles Publikum zum Leben bringen.“ Neben Shakespeare sind für die nächsten Jahre auch Werke von Ibsen, Schiller und Chaucer geplant.

Das JOURNAL Frankfurt verlost zweimal zwei Karten für die Vorstellung von Shakespeares Twelfth Night am 2. November im Internationalen Theater Frankfurt.

>> Shakespeare Frankfurt spielt William Shakespeare’s Twelfth Night, 2., 3., 4. und 10. November, um 20 Uhr, Internationales Theater Frankfurt, Hanauer Landstraße 7, Tickets ab 22 Euro (ermäßigt 19 Euro) telefonisch unter 069-4990980 oder online
 
26. Oktober 2017, 12.23 Uhr
Nicole Nadine Seliger
 
 
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