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Foto: Johannes Lenzgeier
Foto: Johannes Lenzgeier

Festival der jungen Talente

Künstlerische Entwicklungen aufspüren

Beim Festival der jungen Talente werden in institutionellen Kooperationen performative und installative Projekte realisiert. Die Veranstaltung findet 2018 bereits zum neunten Mal statt und wird am Donnerstag eröffnet.
Bemerkenswert ist, dass dystopische und utopische Vorstellungen unserer Zukunft immer mehr an Popularität gewinnen. Vor allem unsere Ängste und Sorgen über die politische Situation, Klimaerwärmung oder den rapiden technologischen Fortschritt finden sich in diesen Visionen wieder. Im Bewusstsein um die Brisanz dieses Themas hat das Festival der jungen Talente (FDJT) Studierende und beteiligte Institutionen aufgefordert, sich zum Thema „Utopie / Dystopie“ mit Projektideen zu bewerben, die sich als Experiment oder Forschungsarbeit verstehen. Dabei waren alle Medien zugelassen. Zudem konnten auch Projekte aus dem Bereich der Theorie eingereicht werden. Das in diesem Jahr in seiner 9. Auflage stattfindende FDJT gastiert zum zweiten Mal im Frankfurter Kunstverein.

„Eine wichtige Aufgabe des Frankfurter Kunstvereins liegt in der Präsentation zeitgenössischer Werke und Positionen“ betont dessen Direktorin Franziska Nori „Deshalb passt das Festival der jungen Talente perfekt in unser Haus.“ Das im zweijährigen Turnus stattfindende FDJT wurde im Jahr 2000 vom Verein für Kunstförderung gegründet und ist eine Kooperation zwischen den folgenden sieben Institutionen: Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK), Hessische Theaterakademie, Institut für Angewandte Theaterwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Städelschule Frankfurt, den Studiengängen Dramaturgie und Curatorial Studies an der Goethe Universität Frankfurt sowie erstmalig der Kunsthochschule Mainz. „Es ist super, wie das Festival seit Jahren die Hochschulen näher zusammenbringt“ erklärt Heiner Blum, Professor an der HfG Offenbach. „Die Zusammenarbeit geht weit über das Festival hinaus. Man kennt sich jetzt besser und arbeitet ganz selbstverständlich an gemeinsamen Projekten.“



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Voraussetzung für die Teilnahme am Festival war, dass die Studenten mindestens einen Partner aus einer anderen Hochschule in ihre Projekte integrierten. Dieser hochschulübergreifende Kooperationsgedanke ist einzigartig und führte dazu, dass insgesamt 45 Exposés zu interdisziplinären, experimentellen und performativen Projekten eingereicht wurden, aus denen vom Beirat um Franziska Nori und weiteren Vertretern der beteiligten Institutionen am Ende 28 Projekte ausgesucht wurden, die in der Zeit des FDJT im Frankfurter Kunstverein präsentiert werden.

Der Fokus der Kunstschaffenden liegt in diesem Jahr eindeutig auf den performativen und installativen Projekten, die für drei Tage einen spannenden Parcours ergeben und sogar die Besucher mit einbeziehen. Die partizipative Performance „Yoga Church of Evil: Body-Mind Machine“ von Bill Raab von der HfG Offenbach und Janina Castellano, Sandra Le Kong und Maria Kobzeva von der HfMDK zum Beispiel involviert den Besucher auf sowohl physische als auch psychische Weise. Bei der Performance von „Inversum“ von Isabella Roumiantsev, Moritz Fabian, Antonia Beeskow, Kati Stubbe, Marc Szpuner, Melanie Hirner und Olivia Hyunsin Kim hingegen wird ein zentral im Raum positioniertes schwarzes Becken von einem Tänzer pantomimisch bespielt. Auch ein Ausflug in die Literatur steht auf dem diesjährigen Festivalprogramm: Unter der Schirmherrschaft des Schriftstellers und Inhabers der Friederichs-Stiftungsprofessur an der HfG Offenbach Frank Witzel wird es am Wochenende des FDJT erstmals ein Lesenachmittag geben. Das Festival der jungen Talente wird in diesem Jahr wieder einen anregenden und interdisziplinären Austausch bieten und vor allem Einblicke in die aktuellen Tendenzen der performativen Kunst eröffnen.

>> Festival der jungen Talente, Frankfurter Kunstverein, 4.-6.5., Eröffnung am 3.5., 20 Uhr, www.festivaljungertalente.de
 
2. Mai 2018, 10.59 Uhr
Anett Göthe
 
 
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