Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Erstes Close-Up-Theater Frankfurts
 

Erstes Close-Up-Theater Frankfurts

0

Magische Momente im Black Rabbit

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Gut versteckt am Eschenheimer Tor befindet sich das Nah-Zauber-Theater von Remo Kell: Nur 20 Zuschauer finden im Black Rabbit Platz und können pro Abend dabei sein, wenn Kell seine beeindruckenden Tricks zeigt. Wir waren bei einer Vorstellung dabei.
Er lässt Münzen verschwinden, gerissene Fäden und Papierschnipsel wieder zusammenwachsen und errät scheinbar mühelos Zahlen, die sich ein Zuschauer gemerkt hat. Dreimal in der Woche zeigt Remo Kell in seinem kleinen Theater am Eschenheimer Tor eine intime Zaubershow vor kleiner Kulisse. Nur 20 Plätze hat sein Black Rabbit Theater, das gut versteckt im Erdgeschoss des Fleming’s Hotels liegt.

Das Besondere: Die Zuschauer sitzen ganz nah an Kell dran, können dem Meister buchstäblich auf die Hände schauen. Einige Accessoires seiner Show reicht der Hesse sogar herum, lädt sein Publikum dazu ein, Münzen und Fäden zu untersuchen. „Bisher hat noch nie jemand etwas entdeckt“, verrät er mit einem Augenzwinkern. Dabei sitzen seine Gäste quasi direkt neben ihm. Alle Stühle mit dem bestickten Hasenkopf, dem Logo seines Theaters, sind um einen großen Holztisch drapiert, Kells Arbeitsplatz. Die roten Samtvorhänge lassen den Raum gemütlich wirken. „Ich will den Eindruck vermitteln, dass die Leute bei mir im Wohnzimmer sitzen“, sagt Kell.





Ähnlich ausgelassen ist die Stimmung während der knapp einstündigen Show. Kell bezieht seine Gäste immer wieder in die Show ein und unterhält mit launigen Anekdoten. Man merkt, dass hier jemand seinen Traum lebt und mit Passion dabei ist. Schon als Kind hat der gebürtige Herborner angefangen zu zaubern und nach dem Abitur sein Hobby zum Beruf gemacht. „Ich lebe eigentlich schon immer davon“, sagt Kell heute. Zunächst arbeitete er auf Galas und Veranstaltungen, ehe er sich 2012 seinen Traum vom eigenen Theater erfüllte und im Westend das „Black Rabbit“ eröffnete. Drei Jahre später zog Kell in die jetzigen Räumlichkeiten im Fleming’s Hotel am Eschenheimer Tor. Von Donnerstag bis Samstag hat er hier seine eigene Show, die meisten Abende sind ausverkauft. An den anderen Tagen tritt er auf Firmenevents und geschlossenen Veranstaltungen auf. Viele Gäste kommen über Empfehlungen in seine Vorstellung.

Schon als Kind begeisterte sich Kell für das sogenannte Nah-Zaubern, bei dem er den direkten Kontakt zu seinen Zuschauern hat. „Ich freue mich, die Reaktion der Menschen in ihren Gesichtern zu sehen“, erzählt er. Außerdem habe diese Art von Zaubershow einen ganz eigenen Reiz: „Man muss technisch ganz sauber arbeiten, weil die Menschen so nah dran sind“. Fingerfertigkeit, das richtige Timing und viel Übung stecken hinter seinen Tricks. Manchmal gehe auch etwas schief, gibt er unumwunden zu. Aber das gehöre eben dazu. Seine Gäste verlassen den Raum dennoch begeistert und rätseln darüber, wie Kell kleine Bälle in Zitronen verwandelt und Spielkarten aus dem Mund zaubert. Und das alles direkt vor den eigenen Augen.

>> Black Rabbit, Donnerstags bis Samstags, Showbeginn 20.30 Uhr (Einlass 20.15 Uhr), Eschenheimer Tor 2, Eingang über das Fleming's Deluxe Hotel Frankfurt-City, Tickets telefonisch unter 069 - 407662580 oder auf blackrabbittheatre.de

In unserer aktuellen Ausgabe 25/2017 des JOURNAL FRANKFURT stellen wir in der Titelgeschichte nicht nur Remo Kell vor, sondern auch ganz viele Entdeckungen in der Innenstadt fernab der Zeil, die man als Frankfurter oder Zugereister vielleicht noch nicht kennt.
 
17. November 2017
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Die Antwort auf die Frage „Was ist Jazz?“ geben die acht „Jazz im AF“-Konzerte von Oktober bis Mai 2020 im Atelier Frankfurt. Mit dem Konzert von Blue Lion feat. Lina Knörr und Tony Lakatos geht die Reihe am 24.10. in die zweite Runde. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Kurt Rade
 
 
Project K Filmfestival
0
Koreanische Filme in Frankfurt
Das koreanische Filmfest „Project K“ meldet sich im Cinestar Metropolis zurück, das in diesem Jahr wieder einen Tag länger, vom 24. bis 27. Oktober, stattfindet. Präsentiert werden 15 koreanische Spielfilme, drei Kurzfilme und ein kulturelles Rahmenprogramm. – Weiterlesen >>
Text: Gregor Ries / Foto: Veranstalter
 
 
Van Gogh im Städel Museum
0
„Überall van Goghelt’s“
Im Städel Museum eröffnet am heutigen Mittwoch eine umfangreiche Sonderausstellung zu Vincent van Gogh. Die Schau spielt mit dem Mythos um den Niederländer und stellt dar, welche Bedeutung van Gogh für die deutsche Moderne hatte. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Vincent van Gogh (1853–1890) Bauernhaus in der Provence, 1888, National Gallery of Art, Washington © National Gallery of Art, Washington, Ailsa Mellon Bruce Collection
 
 
 
Lesefest zur Buchmesse
0
Besucherrekord bei Open Books
Am Wochenende endete das städtische Lesefest Open Books – und zwar mit einem Besucherrekord. Insgesamt kamen 19 000 Menschen zu den 170 Veranstaltungen rund um den Römer und der Neuen Altstadt. Auch die Kinderausgabe des Lesefests verzeichnete einen Besucherrekord. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: Alexander Paul Englert
 
 
Miles Davis im Orfeos Erben
0
Birth of the Cool
Kann man mit einem Klassiker wie dem „Deutschen Jazzfestival“ (23.-27.10.) in Konkurrenz gehen? Wenn Miles Davis Thema der beliebten Reihe „I Can See Music“ im Orfeos Erben ist, dann ja. Die erste Aufführung ist ausverkauft. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Birth of the Cool
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  669