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Foto: Rafael Herlich
Foto: Rafael Herlich

Digitales Kulturformat

Kulturschaffende zu Gast im Hochbunker

Vor wenigen Tagen ist mit „Kultur aus dem Hochbunker“ auf Youtube ein Format mit Kunst, Gespräche und Vorträgen rund um jüdisches Leben in Frankfurt angelaufen. Ort des Geschehens ist der Hochbunker an der Friedberger Anlage.
Der Fotograf Rafael Herlich hat gemeinsam mit Niko Deeg, Botschafter der Jüdisch Chassidischen Kulturgemeinde Breslev Deutschland ein neues Projekt ins Leben gerufen: Mit „Kultur im Hochbunker“ ist im Hochbunker an der Friedberger Anlage ein digitales Kulturformat mit Vorträgen, Musik, Vorlesungen, Gesprächen und Kunst gestartet. Dazu werden Gäste aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen eingeladen. „Wir möchten an das Leben in der alten Synagoge anknüpfen und ermöglichen, dass aus dem Hochbunker über das Internet, Onlineportale wie Youtube, Instagram und Facebook jedermann online dabei sein kann“, so Herlich und Deeg. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Den Anfang hat bereits Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) gemacht und in einer 15-minütigen Rede das vielfältige Leben in Frankfurt gelobt. „Die Kultur ist ein Ausschnitt dessen, was möglich ist, wenn unterschiedliche Charaktere sich hier zeigen.“ Dabei geht der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben auch auf die Foto-Dauerausstellung von Herlich ein, die im Hochbunker ausgestellt ist und die verschiedenen Facetten des jüdischen Lebens zeigt. „Herlich schlägt mit seinen Bildern eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft“, so Becker.


© Kultur im Hochbunker


Ebenfalls zu Gast sein werden die israelische Sängerin Shay Terry, der Produzent und Rapper Moses Pelham, die Moderatorin Bärbel Schäfer, die Band Epstein’s Klezmer Tov und weitere Kulturschaffende aus unterschiedlichen Bereichen.

Bis zu ihrer Zerstörung in der Reichspogrommnacht am 9. November 1938 stand an der Friedberger Anlage die größte Synagoge Frankfurts, in der bis zu 1600 Besucherinnen und Besucher Platz fanden. Der Hochbunker, der wenige Jahre später auf ihrem Fundament erbaut wurde, wird heute von der Initiative 9. November e.V. für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
 
17. Juni 2020, 13.00 Uhr
jwe
 
 
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