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Die Städel-Ausstellungen 2015
 

Die Städel-Ausstellungen 2015

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Von Monet über die 80er bis zum Dialog der Meisterwerke

Foto: bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders
Foto: bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders
Das Jubiläumsjahr im Städel hat es in sich. Zwei Höhepunkte dürften die Monet-Ausstellung im März und die Jubiläumsausstellung "Dialog der Meisterwerke" im Herbst werden. Eine Vorschau.
Man kommt schon etwas ins Staunen angesichts der prallgefüllten Pressemappe und dem Ansinnen von Städel-Direktor Max Hollein in einer Stunde das Jubiläumsprogramm und die Neuerungen am Hause erklären zu wollen. Doch tatsächlich: Nach 56 Minuten und gefühlten 1000 Folien ist es geschafft. Sylvia von Metzler hat die beiden Ankäufe des Städelvereins für das Haus vorgestellt, Nikolaus Schweickart ist auf die 200-jährige Geschichte des Hauses eingegangen und Max Hollein hat erklärt, was es mit der Digitalisierung der Sammlung auf sich hat, hat erzählt, dass die Hollywood-Schauspielerin Diane Kruger den Audioguide für die Monet-Schau aufsprechen wird, ja, dass es in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Games-Schmiede Deck13 auch ein Computerspiel geben wird, außerdem eine Städel-App und eBooks und einen virtuellen Rundgang durchs Ur-Städel und so weiter und so fort. Vieles davon wird Frankfurt, wird damit auch uns das Jahr über noch beschäftigen. Deshalb hier nur einige Highlights:

Monet und die Geburt des Impressionismus
"Das ist auch von den Leihgaben her eine der komplexesten Aufgaben, die wir hier am Hause hatten", sagt Max Hollein und spielt darauf an, dass unter den rund 100 Gemälden etliche Leihgaben sind. Aus dem Metropolitan Museum of Art in New York stammt Claude Monets La Grenouillère, aus der Eremitage in Sankt Petersburg kommt das unglaubliche Werk L’Étang à Montgeron und das mit dem schlichten Titel versehene Mittagessen ist ein Monumentalbild, das sonst im Pariser Musée d’Orsay zu sehen ist. Letzteres Werk bildet zugleich den Ausgangspunkt der Ausstellung, die außerdem Werke von Auguste Renoir, Édouard Manet, Edgar Degas, Alfred Sisley und Paul Cézanne. Der rote Faden aber ist eben Monet, der mit gut 50 Werken vertreten sein wird. Die Schau soll die Werke nicht nur ins Bild ihrer Zeit setzen und deren Einflüsse auf die Kunstströmung untersuchen, es werden auch maltechnische Untersuchungen des Sammlungsbestandes eingeflochten, die die Schau um eine "gemäldetechnologische Perspektive" erweitern sollen, wie es heißt. "Manet und die Geburt des Impressionismus" eröffnet am 11. März und läuft bis zum 21. Juni.

Das Bürgerfest
Zu sehen ist die Schau damit auch schon während des Bürgerfestes, an dem das Städel einen Sonntag lang an seine Gründung vor 200 Jahren erinnert. Am 15. März 1815 unterschrieb Johann Friedrich Städel die letzte Version seines Testaments und damit die Übereignung seines gesamten Vermögens in die Stiftung Städelsches Kunstinstitut. Am 15. März 2015 wird das Haus am Sachsenhäuser Ufer von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet sein, auch ein Festakt ist für diesen Tag geplant.

Die 80er-Jahre
Im Juli zeigt das Städel, dass es eben nicht nur Alte Meister, sondern auch eine beeindruckende Sammlung von Gegenwartskunst besitzt. Mit Werken von Hans Peter Adamski, Ina Barfuss, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Rainer Fetting, Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Albert Oehlen, Salomé, Andreas Schulze und anderen widmet sich das Haus der figurativen Malerei der 80er-Jahre in Deutschland. Die Schau läuft vom 22. Juli bis zum 18. Oktober und wird bereits am kommenden Wochenende mit einem prominent besetztem Symposium eingeleitet.

Dialog der Meisterwerke
"Ikonen des Städel Museum werden in Dialog mit Ikonen anderer Museen gesetzt." So erklärt Max Hollein die große Jubiläumsschau, die im Oktober eröffnet. Jan van Eycks Verkündigung reist beispielsweise aus Washington an und trifft auf die Lucca-Madonna des Meisters aus dem Städel. Das Frühwerk des Malers Georg Baselitz wird durch das Zusammentreffen von Leihgaben wie Geschlecht mit Klößen mit seinen Gemälden aus der Sammlung des Städel Museums wie Acker als bedeutender Bestandteil deutscher Malereigeschichte im 20. Jahrhundert präsentiert. In die Graphische Sammlung kommen unter anderem Werke von Elsheimer, Goltzius und Ernst Ludwig Kirchner zu Besuch. Bei diesen insgesamt rund 80 Gegenüberstellungen von bedeutenden „Jubiläumsgästen“ mit Werken der Sammlung des Hauses sollen nicht nur spannende und teils überraschende kunstgeschichtliche und historische Bezüge hergestellt, sondern auch die Bestände der eigenen Sammlung neu befragt werden. Die Dialoge laufen vom 7. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016. Und so wie die Präsentation mit dem internationalen Star Diane Kruger begann, so endet sie mit dem deutschen Star-Literaten Daniel Kehlmann. Der arbeitet nämlich an einer Eröffnungsrede für die Jubiläumsausstellung. Aber auch die ist nur eine von vielen Höhepunkten, von denen in diesem für das Haus so wichtigen Jahr noch zu berichten sein wird.
 
22. Januar 2015, 00.23 Uhr
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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