Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Bahnhofsviertelnacht am 15. August
 

Bahnhofsviertelnacht am 15. August

0

Mehr als nur Rotlicht

Foto: Holger Menzel
Foto: Holger Menzel
Der kleinste Stadtteil Frankfurt öffnet sich am 15. August zum zwölften Mal für die Bahnhofsviertelnacht. Erwartet werden 50 000 Besucher*innen, die die Vielseitigkeit des Viertels an 48 Stationen auf kultureller, sprachlicher und kulinarischer Ebene erleben können.
„Über das Bahnhofsviertel herrschen noch viele Klischees in den Köpfen vor“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am vergangenen Freitag, „aber die Neugier ist meist stärker als die Angst und wir wollen uns maximal öffnen“. Als Anlass zum Aufräumen von Vorurteilen dient am kommenden Donnerstag die Bahnhofsviertelnacht. Bereits zum zwölften Mal findet das ungewöhnliche Straßenfest rund um Kaiser-, Elbe-, Taunus-, Münchner- und Moselstraße statt. Von 18 bis 24 Uhr können sich Besucherinnen und Besucher an 48 Stationen über das Leben im kleinsten Stadtteil Frankfurts informieren und Einblicke bekommen, die ihnen den Rest des Jahres verwehrt bleiben.

Man habe in Frankfurt keine Viertel wie in New York, wo hauptsächlich Hispanics oder Afroamerikaner wohnen – dafür aber 300 Meter Münchner Straße mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Nationen, so Feldmann. Dort herrsche ein kollektives Denken. „Die Geschäftsbetreiberinnen und -betreiber und Anwohnerinnen und Anwohner wünschen sich die Aufwertung des Viertels. Dabei wollen sie aber mitreden.“

Besucherzahl seit Beginn verzehnfacht

„Mir gibt dieser Stadtteil das Gefühl, Frankfurter zu sein“, sagt Nazim Alemdar. Der Betreiber des Yok Yok-Kiosk auf der Münchner Straße war bereits bei der ersten Bahnhofsviertelnacht dabei. Mit dem Erfolg der Veranstaltung hätte damals noch niemand gerechnet. In den vergangenen zwölf Jahren verzehnfachte sich die Besuchszahl von 5000 auf 50 000. Zudem kamen seit dem vergangenen Jahr elf neue Stationen hinzu. Zum ersten Mal nimmt das im Dezember 2018 eröffnete Stadtteilbüro Rote Treppe an der Bahnhofsviertelnacht teil und stellt seine Projekte vor. Auch die Grundschule Karmelitenschule in der Moselstraße hat Prämiere und präsentiert die Ergebnisse ihrer Schülerinnen und Schüler aus der Projektwoche „Kunststücke“. Weitere Teilnehmende, die bereits in den vergangenen Jahren anzutreffen waren, sind unter anderem Hiwa! – Beratungsstelle für ältere Migrantinnen und Migranten, das 25 Hours-Hotel mit Tanzfläche im Hinterhof, die Fegerflotte, die Besucherinnen und Besucher bei einem Rundgang durchs Viertel begleiten können, und der Silberturm, der 500 Interessierten von der 31. Etage einen einzigartigen Ausblick ermöglicht.

Die Führungen und Besichtigungen für den Druckraum in der Niddastraße 49 sind bereits ausgebucht. Insgesamt wird es über zehn unterschiedliche Führungen geben, darunter „Geheime Schätze im Rotlichtviertel“, „Einblick in das Leben eines Ex-Obdachlosen“ und „Erinnerungen im Bahnhofsviertel für Senioren“. Eröffnet wird der Abend auf der Bühne an der Weserstraße 5 um 18 Uhr mit Gesang der Oper Frankfurt. Es folgen ein Auftritt der Frankfurter Band Gastone und um 18.30 Uhr die offizielle Eröffnungsrede von Oberbürgermeister Peter Feldmann. Um 19 Uhr wird das multireligiöse Friedensgebet für alle Religionszugehörigkeiten von Pfarrer Gunter Volz gehalten.

Einschränkungen im Öffentlichen Personennahverkehr

Bezüglich der Sicherheitsmaßnahmen unterscheide sich Bahnhofsviertelnacht deutlich von anderen Straßenfesten in Frankfurt, erklärt Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus und Congress GmbH. „Dieser Abend ist für uns eine besondere Herausforderung. Es gibt keine richtigen Stände und sonstige Konzeptionen in diese Richtung. Man überlässt viele Entscheidungen den teilnehmenden Restaurants und Geschäften.“

An mehreren Zufahrtsstellen wird es Absperrungen geben, um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten. Die Haltestellen Weser-/Münchner Straße und Hauptbahnhof/Münchner Straße mit den Straßenbahnlinien 11, 12 und 14 sowie Taunusanlage, Hauptbahnhof/Karlstraße und Weserstraße mit den Buslinien 64 und n8 werden von 16 bis 3 Uhr nicht angefahren. In dieser Zeit werden die Busse und Bahnen über Ersatz-Haltestellen oder in der Nähe gelegener Haltestellen umgeleitet. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Parallel zur Bahnhofsviertelnacht findet um 20.30 Uhr das Europa League-Qualifikationsspiel Eintracht Frankfurt gegen den FC Vaduz statt. Anschließend rechne man mit einer weiteren, kleinen Besuchswelle, die nach dem Spiel das Fest besuchen werde.

>> Unter www.frankfurter-stadtevents.de können verschiedene Führungen zur Bahnhofsviertelnacht gebucht werden.
12. August 2019
jwe
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Jazz- und Klassikkonzert am Mainufer
0
Open Air im Zeichen von Europa
Gestern Abend fand an der Weseler Werft das Europa Open Air statt. Am Mainufer versammelten sich 20 000 Menschen, um den eindrucksvollen Klängen der HR-Bigband und des HR-Sinfonieorchesters zu lauschen – frei nach dem Motto „Celebrating Europe“. – Weiterlesen >>
Text: Ricarda Paul / Foto: Ben Knabe
 
 
Celebrating Europe: Europa-Kulturtage 2019
0
Den europäischen Gedanken leben
Am Donnerstagabend beginnen die Europa-Kulturtage mit dem Europa-Open-Air an der Weseler Werft. Im Interview hat Torsten Busse, Head of Division der EZB, erzählt, was die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr erwartet und warum ein geeintes Europa noch immer wichtig ist. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Europa Kulturtage 2019
 
 
Museumsuferfest 2019 vom 23.8. bis 25.8.
0
Museumsuferfest: 3 Tage Kultur mit 550 Veranstaltungen
Am Freitag beginnt das jährliche Museumsuferfest. Dieses Jahr bieten 25 Museen rund 550 Veranstaltungen auf 6,7 Kilometer Länge. 16 Bühnen sorgen dabei für ausgelassene Stimmung. Von Bienenhotels bis Stefan Mross – das sind in diesem Jahr die Highlights. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: KCE
 
 
 
Konstanze Runge tritt Nachfolge an
0
Das Ikonen-Museum bekommt eine neue Kuratorin
Das Ikonen-Museum im Deutschordenshaus am Sachsenhäuser Ufer hat eine neue Kuratorin: Konstanze Runge tritt die Nachfolge von Richard Zacharuk an, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen ist. – Weiterlesen >>
Text: Ricarda Paul / Foto: Stadt Frankfurt
 
 
Interkulturelles Orchestra-Konzert im Hochbunker
0
Klänge des Gedenkens
In der jüdischen Gedenkstätte im Hochbunker wird am 25. August das Konzert Klänge der Erinnerungen des One Earth Orchestra veranstaltet. Dieser Ort hat historisch eine ganz besondere Bedeutung, denn einst stand dort die größte Synagoge Frankfurts. – Weiterlesen >>
Text: rip / Foto: Symbolbild © Unsplash/Larisa Birta
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  662