Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Bäppi ist auf Show- und Politbühnen daheim
 

Bäppi ist auf Show- und Politbühnen daheim

0

Von Winnetuck bis "Tuntenball"

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi hat viel vor: sowohl im Theatrallalla als auch im Polit-Theater bei der SPD und dann will er noch im Hotel Westin Grand an der Konsti einen "Tuntenball" etablieren. Das kann ja heiter werden.
Während die Stadt über das Kulturdezernat spricht und alles in Aufruhr ist, bereitet sich Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi alias Lisbet Windsor auf seine neue Rolle im Polit-Theater vor. Er ist zweiter Nachrücker, rutschte als Neuling bei der Kommunalwahl von Platz 49 auf der SPD-Liste auf Platz 24. Wenn die SPD nun zwei Ämter an künftige Stadträte vergibt, sitzt Bäppi im Stadtparlament und das wird heiter werden. Das wird seiner Schätzung nach im Juni spätestens Juli sein. „Bis dahin kann ich mich noch daneben benehmen“, sagt der für sein loses Mundwerk und seinen mitunter beißenden Humor bekannte Bäppi bei einer staatstragenden Pressekonferenz im Hotel Westin Grand. „Aber ich werde mich danach auch nicht verändern, denn die Leute haben mich gewählt, weil sie mich kennen wie ich bin.“ Als Theatermann interessiert er sich natürlich für den Kulturausschuss, es ist damit zu rechnen, dass Bäppler auch mal Tacheles reden wird. „Die sogenannte Vergütung für mein Ehrenamt wird vermutlich für Strafgelder drauf gehen“, frotzelt der Travestiekünstler, der schon mal in Aussicht stellt, dass es vorkommen könne, dass er im Lisbet-Fummel und in voller Bemalung in den Plenarsaal kommen werde, wenn er davor seine Führung im Historischen Museum macht und sich nicht rechtzeitig abschminken kann. [Wenn man ihn dann rügt, ist das dann Majestätsbeleidigung?] Es wird also heiter zugehen, aber Bäppler-Wolf will nicht nur als schillernde Persönlichkeit auffallen, er hat auch ein paar Ideen im Gepäck: Er will die Menschen in die Kulturinstitutionen, etwa ins Theater, locken. In Wien gebe es eine offene Bühne am Rathaus, wo sich im Sommer täglich ein anderes Theater präsentiere und das Publikum kostenlos an das Genre herangeführt werde. Das könne er sich auch in Frankfurt mit seinen an die 30 Theatern vorstellen, ebenso wie die Verleihung eines Theaterpreises. Zur Neubesetzung des Kulturdezernats sagt Bäppi nur, es könne vieles besser werden, einer der besten Kulturdezernenten der Stadt sei immerhin SPD-Mann Hilmar Hoffmann gewesen. „Es muss überall gespart werden, auch bei der Kultur, gleichzeitig aber wird auch viel Geld zum Fenster herausgeschmissen.“

Demnächst muss sich der Spielplan im Theatrallalla in der Friedberger Landstraße nach dem politischen Terminkalender des Neupolitikers richten. „Dann spiele ich halt nicht immer selbst mit.“ Ab 18. Mai ist er aber auf der Bühne zu erleben in einem Stück von Viktor Vössing, der neben Stefan Pescheck auch selbst mitspielt: „Winnetuck – Kreischalarm in der Prärie“. „Das ist eine Westernparodie, die rein gar nichts mit dem Schuh des Manitu zu tun hat. Es ist die Weltreise der Squaw Läufige Libelle. Vom Lach- und Trashfaktor ähnlich wird ab September die Wiederaufnahme des wirklich schrägen Stücks „Sissi – Beuteljahre einer Kaiserin“. Insider brüllen jetzt Göddele! Unwissende müssen es sehen, um es zu glauben. Ab 5. Oktober ist Stefan Pescheck dann alleine auf der Bühne zu sehen in Bodo Kirchhoffs „Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf“. In der Uraufführung spielte Ilja Richter die Rolle eines Mannes, der mit einem elendlangen Monolog das Publikum bei Laune hält.
Vom 2. November bis Dezember steht nach Sissi ein weiteres Bockmayer-Musical auf dem Programm „Cleopatra und der Fluch der Tempelhuren“. Zuschauer werden Zeuge, wie Cleopatra und ihre Mannen sich auf die Yacht der Geissens retten. Anschließend folgt im Dezember eine Wiederaufnahme der beiden 50er-Jahre-Schlager-Revues „Verliebt, Verlobt, Verheiratet“ und der Fortsetzung „Mandolinen und Mondschein“. Und weil Thomas Bäppler-Wolf immer gerne vorausschaut: 2017 wird er im April „Die Fledermaus“ zur Aufführung bringen, unter anderem mit dem Schauspieler und Intendanten des Theaters Alte Brücke Alexander Beck in einer Hauptrolle. Und gegen Ende des Jahres 2017 wird „Das Haus in Montevideo" folgen.

Ebenfalls im kommenden Jahr will Bäppi in Frankfurt eine neue Veranstaltung etablieren: Am 30. April soll im Hotel Westin Grand (im Bild ist dessen Direktor Michael Fritz neben Bäppi zu sehen) ein „Tuntenball“ stattfinden. Das ist noch ein Arbeitstitel, aber laut Bäppi sollen sich dort „als Frauen verkleidete Männer und als Männer verkleidete Frauen tummeln“. Außerdem sollen eine Band und ein abwechslungsreiches Showprogramm für Unterhaltung sorgen. Es gilt bei Bäppi also im Römer, im Theatrallalla und im Hotel: It’s Showtime!
 
3. Mai 2016, 17.23 Uhr
Nicole Brevoord
 
Nicole Brevoord
Jahrgang 1974, Publizistin, seit 2005 beim JOURNAL FRANKFURT als Redakteurin u.a. für Politik, Stadtentwicklung, Flughafen, Kultur, Leute und Shopping zuständig – Mehr von Nicole Brevoord >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Dosch@Berlinale 2020: Teil 1
0
Die Sirenen heulen
Schon wieder Berlinale? Tatsächlich, die 70. sogar. Ein Jubiläum also. Unser Kinoredakteur Andreas Dosch weilt vor Ort und schildert erste Eindrücke. Bunt sind sie nicht. – Weiterlesen >>
Text: Andreas Dosch / Foto: © Peter Kreibich/Berlinale 2019
 
 
Am 23. März beginnt das Literaturfestival LiteraTurm. Die insgesamt 43 Veranstaltungen drehen sich um Themen wie die Verwandlung der Demokratie in eine Emokratie, um Klimawandel, Hass im Netz, Kunst und Moral. – Weiterlesen >>
Text: Christoph Schröder / Foto: Design by Fine German Design
 
 
Städel Museum: Meistbesuchte Ausstellung
0
Van Gogh stellt Rekord auf
Mit der Ausstellung „Making van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe“ hat das Städel Museum einen neuen Rekord aufgestellt: Über 500 000 Besucherinnen und Besucher strömten in die Schau. – Weiterlesen >>
Text: rom / Foto: Vincent van Gogh (1853–1890) Bauernhaus in der Provence, 1888, National Gallery of Art, Washington © National Gallery of Art, Washington, Ailsa Mellon Bruce Collection
 
 
 
Einfach nur ein Konzert zu spielen, kommt für Conny Maly nicht in Frage. Wenn sie die Veröffentlichung ihres Albums „Planet Dino“ feiert, dann mit einem richtigen Happening wie am kommenden Samstag ab 21 Uhr im Musikclub Das Bett. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Playground Productions
 
 
Schulprojekt der HfMDK
0
Der Klang von Wasser
In diesem Jahr steht das Schulprojekt Response der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unter dem Titel „Naturklänge - Klänge der Natur“. 23 Schulklassen aus Hessen und Thüringen nehmen daran teil. Im März tritt die 6b des Adorno-Gymnasiums mit ihrem Projekt in der Alten Oper auf. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: jwe
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  679