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Aus für Bäppi La Belles Theater
 

Aus für Bäppi La Belles Theater

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Das Theatrallalla schließt seine Pforten

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Ausgerechnet im Jubiläumsjahr seiner Show verkündet Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi La Belle das Aus seines Theaters. Im Mai 2019 ist Schluss in den Räumen an der Friedberger Landstraße. Pläne für danach hat der Unterhaltungskünstler genug.
„Das heißt aber nicht, dass Bäppi La Belle jetzt in Ruhestand geht“, beruhigt Thomas Bäppler-Wolf gleich am Anfang der Pressekonferenz. Seit knapp 30 Jahren arbeitet er in den Räumlichkeiten des Theaters, zunächst mit seiner Tanzschule, seit 25 Jahren auch mit den eigenen Shows. Seit das Volkstheater 2012 geschlossen hat, widmet er sich an der Friedberger Landstraße ausschließlich der Kleinkunst. Seine Tanzkurse hat er nach Bad Vilbel ausgelagert. Anfang Mai 2019 wird er das Theatrallalla, das einzige nicht subventionierte Theater Frankfurts, schließen. Die Gründe für den freiwilligen Rückzug aus der ehemaligen Essigfabrik sind vielfältig: Da sind zum Einen der schlechte Theatersommer nach den hohen Temperaturen, die eher für einen Besuch im Freibad genutzt wurden, zum Anderen die hohen Kosten, die er so nicht mehr tragen möchte. Langfristig ist das Gelände zudem als Teil des Innovationsprojektes Günthersburghöfe geplant, einem kurzfristigen Auszug will Bäppler-Wolf nun zuvorkommen. Zudem hänge das Theater sehr von ihm ab. Fällt er krankheitsbedingt aus, gibt es auch keine Show. Untätig wird der Unterhaltungskünstler, der als Bäppi La Belle bekannt ist, aber nicht. Ganz im Gegenteil. In der letzten Spielzeit zeigt er nochmal sieben Theaterstücke in seinem Haus.

Rennbahn-Streit als Musical
In Ben Hur und die Ratten der Rennbahn – oder des Grafen bestes Stück (15.11.-12.12.) widmet er sich dem jahrelangen Hickhack um die Galopprennbahn in Niederrad in Form eines Musicals. Die Rolle des Grafen zu Solms-Wildenfels übernimmt Bäppi selbst. Bis ins Frühjahr gastieren noch Das Haus in Montevideo (26.12.-30.12.), die Faschingsshow Prinzenauflauf und Prinzessinnendessert (15.-17.1.2019), Hessisch fer Aafänger (1.2.-28.4.), die Wiederaufnahme Der zerdepperte Bembel (14.-30.3.), frei nach Heinrich Kleist sowie das Gastspiel Tour de Farce (18.-22.4.), 2-Personen-Stück) im Haus. Bis zum 27. Januar steht Bäppler-Wolf zudem noch mit seiner Jubiläumsshow 25 Jahre Bäppi La Belle im Theatrallalla auf der Bühne.

Highlights zum Schluss
In der letzten Woche in den Räumlichkeiten an der Friedberger Landstraße gibt es dann die erfolgreichsten Stücke der Theaterhistorie zu sehen, darunter Die Fledermaus, Sissi-Beuteljahre einer Kaiserin und ein Best of des Musicals La Cage aux Folles. Zum Abschluss am 5. Mai 2019 wird Bäppi mit Good Bye – Niemals geht man so ganz auf der Bühne stehen.

Bäppis Show gibt es natürlich weiterhin, nur eben anders. „Ich würde mit den Theaterstücken gerne mal rausgehen in die Stadtteile“, verrät er einen langgehegten Wunsch, den er sich bald erfüllen wird. Im Herbst 2019 zieht es ihn mit „Theatrallalla on tour“ an verschiedene Standorte. Sein Erfolgsprogramm Miss Moppel: 16.50 nach Offenbach spielt er etwa am Handlungsort in Oberrad, die Äppelwoi-Show Ja Ja der Äppelwoi ganz stilecht in verschiedenen Apfelweinwirtschaften. Die Stadtteil-Tour ist nur eines von vielen Projekten des Künstlers: Im November kommt die James Bond-Parodie Specktre ins Kino, weitere Frankfurt-Filme sowie ein humoristisches Buch über die Altstadt sollen folgen. „Mei Altstadt, dei Altstadt“, heißt der Arbeitstitel, Bäppler-Wolfs Kunstfiguren Lisbeth und Lia sollen darin vorkommen.

Kein Abschied für immer
Langfristig will Bäppler-Wolf auch wieder an einem festen Standort auftreten. Gemeinsam mit Bandleader Gabriel Groh, mit dem er auch im Unterhaltungsclub Pik Dame im Bahnhofsviertel zusammenarbeitet, hat er sich ein Konzept für ein neues Kleinkunsttheater überlegt. „Pik Sonntag, das ganze Jahr“, soll es geben. Was noch fehlt, sind die passenden Räume. Maximal 60 Plätze soll die neue Location haben, Toiletten, Parkplätze, gute Verkehrsanbindung und einen behindertengerechten Zugang. „Es sollte relativ fertig sein“, sagte Bäppler-Wolf noch, damit sein Team zügig loslegen kann. Das Interieur und die Kostüme werden solange eingelagert. Freuen würde er sich auch über einen ungewöhnlichen Ort, etwa in einem alten Kellergewölbe oder einer Kirche. „Schreiben Sie das ruhig alle, vielleicht hat ja jemand einen alten Keller, der passt“, scherzt Bäppler-Wolf.
25. September 2018
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
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