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1. Frauen-Filmfestival im Filmmuseum
 

1. Frauen-Filmfestival im Filmmuseum

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Remake. Frankfurter Frauen Filmtage

Foto: © BFI National Archive
Foto: © BFI National Archive
Zum ersten Mal findet das Frauen-Filmfestival „Remake. Frankfurter Frauen Filmtage“ im Frankfurter Filmmuseum statt. Am Freitagabend wird es eröffnet. Auch in Zukunft soll es seinen Platz in Frankfurt finden.
Die Idee, in Frankfurt ein Frauenfilmfestival zu etablieren, habe eine lange Vorgeschichte und sei letztlich aus der langjährigen Arbeit der Kinothek Asta Nielsen e.V. entstanden, erzählte Gaby Babic, eine der Kuratorinnen des Festivals im aktuellen JOURNAL FRANKFURT. Zum ersten Mal wird das Frauen-Festival „Remake. Frankfurter Frauen Filmtage“ im Filmmuseum am Freitagabend eröffnet. Es soll in Zukunft regelmäßig stattfinden.

Stadträtin Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen, freut sich, dass Frankfurt mit dem Festival ein klares Zeichen setzt. „Wir machen die Arbeit von filmschaffenden Frauen sichtbar und würdigen sie.“ Heilig sei begeistert, "dass dieses außergewöhnliche Filmfestival die historische und aktuelle Vielfalt des Wirkens von Frauen zeigt und frauenpolitische Themen aufgreift." Schwerpunkt des Festivals wird das Thema 100 Jahre Frauenrecht sein. Da auch das Historische Museum eine Ausstellung dazu konzipiert hat, habe sich das Thema als zentraler Programmpunkt des ersten Festivals angeboten, so Babic. Dazu kommt, dass 50 Jahre feministischer Filmarbeit beleuchtet werden. Es soll eine Werkschau der Frankfurter Filmemacherin Recha Jungmann gezeigt werden.

In Zeiten von ungleicher Bezahlung von Frauen und Männern auch in der Filmbrache sei es wichtig, ein feministisches Gedächtnis zu schaffen, sagt Gabriele Wenner vom Frankfurter Frauenreferat. "Wir treten insgesamt dafür ein, dass Frauen im Kunst- und Kulturbereich in ihrem künstlerischen Schaffen wahrgenommen und abgesichert werden.“ In Deutschland gibt es bisher nur ein Frauenfilmfestival, das parallel in Dortmund und Köln veranstaltet wird. Bei insgesamt über 400 Filmfestivals in Deutschland sei das nicht gerade viel, erzählt die Kuratorin. Besonders wichtig sei es den Kuratorinnen nicht einfach nur Filme für ein speziell interessiertes Publikum zu zeigen, sondern auch übersehene Werke, die eine starke Relevanz für die Gegenwart hätten, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Das Festival findet neben dem Kino des Deutschen Filmmuseums auch im Studentenkino Pupille auf dem Bockenheimer Campus statt, im Orfeo's Erben, dem Mal Seh'n Kino, der Evangelischen Akademie Frankfurt und imH Historischen Museum sowie an weiteren Veranstaltungsorten im Rhein-Main-Gebiet.

>> Remake, Frankfurter Frauen Filmtage, 2. bis 11.11. Das ganze Programm und mehr Informationen unter www.remake-festival.de
2. November 2018
ad / tm/ nic
 
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Leser-Kommentare

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Joachim W. Friedrich am 2.11.2018, 17:39 Uhr:
Mag ja sein, dass das ein förderungswüdiges Projekt ist, allein - stimmt die Verhätnismäßigkeit? Kolportiert wird eine Förderung von 300.000 Euro aus Landesmitteln. Zum Vergleich - Hessen Film und Medien fördern
Kassler-Dok-Fest mit 88.000 + 28.000
Lichter Filmfest mit 98.000
Exground Wiesbaden - 50.000
Nippon Connection - 45.000
Lucas Filmfestival - 30.000
Türkisches Festival 20.000
Africa Alive mit 8.000 Euro.
Alle genannten Festivals werden maßgeblich von Frauen gestaltet. Wer für sich in Anspruch nimmt, dafür einzutreten, "dass Frauen im Kunst- und Kulturbereich in ihrem künstlerischen Schaffen wahrgenommen und abgesichert werden", sollte vielleicht erstmal die Arbeit der Frauen würdigen, die sich zum Teil schon seit Jahren um die Filmfestival-Kultur in Hessen verdient machen. Gerade für die sehr engagiert gefürrten kleinen Festivals ist die überaus großzügige Förderung eines Retorten-Produkts frustrierend.
 
 
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