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Foto: Adobe Stock/Ingo Bartussek
Foto: Adobe Stock/Ingo Bartussek

Fußball-WM

Einige Bildschirme bleiben schwarz

Wenn am Sonntag die Fußball-WM in Katar beginnt, wird es in Frankfurt kein größeres Public Viewing geben. Die Stadt und einige Gastronomen wollen die WM-Spiele nicht zeigen. Neben klaren Boykotten gibt es dafür auch andere Gründe.
Am Sonntag startet die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Vor allem in den vergangenen Wochen wurde der Austragungsort immer wieder kontrovers diskutiert, viele Menschen forderten Mannschaften und Fans zum Boykott auf. Grund dafür ist die Menschenrechtslage im Gastgeberland, aber auch andere Bedingungen rund um die WM. Die Stadt Frankfurt und einige Gastronomen wollen deshalb keine Länderspiele öffentlich vorführen.

„Die Stadt sieht die WM in Katar sehr kritisch“, sagt Georg Kemper, Leiter der Stabsstelle Sportberatung und -repräsentation. Außerdem wolle die Stadt kein Nebeneinander von WM und Weihnachtsmarkt, dem sonst Einbußen drohen könnten. Im Waldstadion laufen keine Spiele, weil am Ausbau der Nordwestkurve gearbeitet wird. Den Gastronomen sei es selbst überlassen, ob sie die Spiele übertragen wollen, sagt Kemper.

Während viele Kneipenbesitzer die WM-Spiele zeigen wollen, lehnen andere ein Public Viewing aus moralischen Gründen ab. Der Betreiber des Nord2, Jan Mark Tweer, erklärte etwa auf Anfrage: „Wir werden die WM natürlich nicht zeigen. Die Gründe sind allgemein bekannt, in der Presse seit Monaten präsent und sollten erwachsenen Menschen (in Deutschland) nicht mehr erklärt werden müssen.“

Nicht nur mit der menschenrechtlichen Situation in Katar tun sich die Gastronomen schwer. Auch andere Umstände spielen eine Rolle. Laut dem Team des Megadiscostadl biete die WM abseits der moralischen Vorbehalte nicht gerade optimale Voraussetzungen für angenehmes Public Viewing: „Die Spiele sind überwiegend sehr früh und das Wetter voraussichtlich eher schlecht.“ Das ALEX Skyline Plaza steht dabei auch vor einem anderen Problem, das derzeit viele Gastronomen betrifft: Für ein Public Viewing gebe es zu wenig Personal, erklärt eine Mitarbeiterin. Zudem seien die Räume oft schon für andere Veranstaltungen ausgebucht.

Neben der Stadt Frankfurt haben bereits weitere deutsche Städte wie Köln, München und Kiel erklärt, kein Public Viewing anbieten zu wollen. Unter dem Hashtag #keinkatarinmeinerkneipe haben sich außerdem Gaststätten aus vielen deutschen Städten zu einem gemeinsamen Boykott der Spiele zusammengetan. Aktuell finden sich auf der von „Boycott Qatar 2022“ stetig aktualisierten Liste 181 Kneipen; Frankfurter Kneipen sind derzeit noch nicht dabei.
 
15. November 2022, 12.03 Uhr
tig
 
 
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