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Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 4:0

Frankfurt international

Drei Tage vor dem Europa League-Endspiel der Eintracht Männer gegen die Glasgow Rangers in Sevilla überzeugten auch die Frauen. Mit einem 4:0 gegen SV Werder Bremen schafften sie die Qualifikation für die Champions League und machten das Eintracht-Glück komplett.
Die Ausgangslage war klar. Bei einem Sieg von Vizemeister Bayern München gegen Turbine Potsdam mussten die Eintracht Frauen mindestens ein Unentschieden gegen Werder Bremen schaffen, um sich als Dritter in der Tabelle für die Champions League zu qualifizieren. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“ hieß es die Tage immer wieder aus dem Kreis rund um die Mannschaft. Und damit war kein Taktieren gemeint, sondern die Ansage war ganz klar: Ein Sieg gegen SV Werder Bremen musste her. Das Hinspiel zu Beginn der Saison hatte man knapp verloren, war also vorgewarnt. Wie würden die Adlerträgerinnen mit der Situation umgehen?

Das Team von Trainer Niko Arnautis begann engagiert, konzentriert und fokussiert und erspielte sich schnell erste Chancen. Zu oft kamen die Bälle aber zu steil und zu weit in die Spitze und waren von den Stürmerinnen dann nicht zu erlaufen. Doch einmal passte es: In der elften Minute konnte Nicole Anyomi das 1:0 nach einem Steilpass von Lara Prašnikar mit einem flachen, platzierten Ball erzielen. Bremen spielte aggressiv, sehr körperlich, die Eintracht brauchte eine Weile, um darauf zu reagieren und dagegen zu halten. Die Frankfurter Aufbauspielerinnen, allen voran Sara Doorsoun aus der Abwehr heraus, versuchten das Spiel mit Diagonalbällen auf die Außen schnell zu machen. Nach einem Pass von Laura Freigang hatte Sjoeke Nüsken die große Chance auf 2:0 zu erhöhen, aber Anneke Borbe konnte den Ball entschärfen. Auch wenn die Heimmannschaft die größeren Spielanteile hatte, gelang es Bremen hin und wieder Nadelstiche zu setzen und die Frankfurter Abwehr auf dem falschen Fuß zu erwischen. Doch es sprang nichts Zählbares dabei heraus. Ab der 25. Minute waren der Werderanerinnen dann besser im Spiel und waren dem Ausgleich mitunter näher als die Eintracht dem 2:0. Das hatte ein weiteres Mal Nüsken auf dem Fuß, ein weiteres Tor wäre aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit beinahe für den SV gefallen. Merle Frohms musste ihr ganzes Können gegen Nina Lührßen aufbieten.

Auch wenn Bayern München schon zur Pause mit 4:0 gegen Turbine Potsdam führte, auf dem knappen Vorsprung konnten sich die Frankfurterinnen nicht ausruhen. 4520 Besucher und Besucherinnen, die diesmal am #Bestfriendsday ins Stadion am Brentanobad gekommen waren, wollten am Ende mit ihrer Elf feiern und trieben sie mit ihren Fan-Gesängen von der ersten Minute an regelrecht voran. Immer noch hätte das Spiel kippen können. Welche Erlösung war dann der Treffen von Laura Freigang zum 2:0, der endlich in der 58. Minute fiel. Prašnikar hatte uneigennützig aufgelegt und Frankfurts Nummer 10 schloss mit einem satten Schuss ab. Die kollektive Erleichterung im Rund war spürbar.

Géraldine Reuteler, für Anyomi ins Spiel gekommen, sorgte mit ihrer Schnelligkeit und ihrem Spielwitz für mehr Gefahr. In der 64. Minute bediente sie, nachdem sie nach einem langen Lauf in den Strafraum eingedrungen war, Nüsken, die das 3:0 markierte. Auch das 4:0 von Laura Freigang ging von einer Aktion von Reuteler aus. Danach war eine Stimmung im Stadion, als hätte die Mannschaft die Meisterschaft gewonnen. Mannschaft und Offizielle feierten bis lange nach Spielschluss vor und mit den Fans und ließen sich auf einer Ehrenrunde beklatschen.
 
16. Mai 2022, 09.58 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
 
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