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Tarek Al-Wazir zum Rundfunkrat
 
Tarek Al-Wazir zum Rundfunkrat
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„Wir müssen die Zusammensetzung modernisieren“
Am Freitag soll Helmut Reitze vorzeitig als Intendant des Hessischen Rundfunks wiedergewählt werden. Tarek Al-Wazir verteidigt die Entscheidung, kritisiert aber die generelle Zusammensetzung des Rundfunkrats.
Frühzeitig hat sich der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks darauf geeinigt, Helmut Reitze in einer vorgezogenen Wahl in seinem Amt als Hr-Intendant zu bestätigen. Eine politisch-motivierte Entscheidung, meint das Nachrichtenmagazin der Spiegel. Tarek Al-Wazir, der als Vertreter der Grünen im Landtag auch im Rundfunkrat sitzt, verteidigt die Entscheidung hingegen. Es sprächen einige Punkte für eine vorgezogene Wahl. „Durch eine vorzeitige Wiederwahl wird die Entscheidung aus dem Wahlkampf herausgehalten“, sagt Al-Wazir dem JOURNAL FRANKFURT. Dadurch werde gewährleistet, dass es eben keine einseitig politisch motivierte Wahl geben werde. Mit Reitze könnten sich alle Parteien arrangieren, die Nominierung eines „Hardliners“ sei somit ausgeschlossen. Allerdings kritisiert Al-Wazir sehr wohl die generelle Zusammensetzung des Rundfunkrats. Und hält die Schwarz-Gelbe Koalition für maßgeblich verantwortlich.

„Die Mehrheit von CDU und FDP hat das Gesetz über den Hessischen Rundfunk seit 1999 drei Mal geändert“, schimpft Al-Wazir. Es sei doch sehr verwunderlich, dass etwa der Landessportbund und die Europa-Union einen Sitz im Rat zugesprochen bekommen hätten und damit Rolf Müller und Thomas Mann (beide CDU) installiert worden wären. „Natürlich rein zufällig“, ergänzt Al-Wazir süffisant. „Was wir machen müssen, ist die Zusammensetzung des Rundfunkrats modernisieren“, fordert der Grüne. In Bremen oder Baden-Württemberg seien zum Beispiel auch muslimische Verbände im Rat vertreten. Al-Wazir meint, es müsse mehr für Behinderte getan werden und dass der Altersdurchschnitt des Rats zu hoch sei. „Ich war zehn Jahre lang das jüngste Mitglied. Und ich bin 42!“ Es könne nicht sein, dass die Mitglieder benannt werden. Stattdessen sollten gut begründete Vorschläge angehört und Parteien unabhängig diskutiert werden.
25. Januar 2013
ges
 
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