Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Protestaktion gegen die JAfD
 

Protestaktion gegen die JAfD

0

„Eine klare Absage aus den jüdischen Kreisen“

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Als am Sonntag in Wiesbaden die Vereinigung „Juden in der AfD“ gegründet wurde, gingen in Frankfurt rund 250 Menschen auf die Straße, um dagegen zu protestieren. Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank versteht dahinter eine PR-Aktion der AfD.
Schon vergangene Woche kritisierte Bürgermeister Uwe Becker (CDU) im Interview mit JOURNAL FRANKFURT die geplante Gründung der Vereinigung JAfD (Juden in der AfD). „Ich glaube nicht, dass eine Partei, die den Holocaust als Vogelschiss in der Deutschen Geschichte bezeichnet, in Berlin ein Denkmal der Schande sieht und mit ihrem Geschwafel über 1000 Jahre Deutschland den rechten Rand der Gesellschaft bedienen möchte, die richtige Adresse für Juden darstellt“, sagte Becker. Dieser Meinung schlossen sich am Sonntag öffentlich auch etwa 250 andere Menschen an. Sie gingen in Frankfurt unter dem Motto „AfNee“ auf die Straße, um gegen die JAfD zu protestieren, die am selben Tag in Wiesbaden gegründet wurde.




© Bernd Kammerer

„Ihr bekommt keinen Koscher-Stempel von uns“, sagte Dalia Grinfeld, Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) während ihrer Ansprache auf dem Goetheplatz. „AfNee – Diese Alternative ist nicht koscher“, steht auch auf den Plakaten der Protestierenden sowie „Menschenrechte statt rechte Menschen“, „Tausche AfD gegen Hummus“, „Nein Patrick, die AfD ist keine Alternative“ oder „Vom Bodensee bis hin zur Spree, wir sagen: AfNee“. Nicht nur junge Menschen, die der JSUD angehören, haben sich bei dieser Protestaktion versammelt. Es waren alle Altersgruppen vertreten, und auch Politiker sowie Promis unterstützten die Teilnehmer. Mit dabei waren beispielsweise der türkisch-deutsche Politiker Turgut Yüksel (SPD), Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland Daniel Botmann, Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer und Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank.

„Wir wissen, dass die AfD schon lange versucht in der jüdischen Gemeinde zu propagieren“, sagt Mendel, der sich sicher ist, dass die Gründung des Arbeitskreises JAfD nur eine PR-Aktion ist. „Sie haben bisher 19 Personen gewonnen, davon sind die meisten nicht mal Juden.“ Diese niedrige Unterstützung sei „eine klare Absage aus den jüdischen Kreisen“, doch schaffe es die Partei damit trotzdem immer wieder in die Medien und somit auch Aufmerksamkeit zu bekommen – was nach Mendel ihr Ziel sei. „Das ist ein klarer Erfolg für die AfD, obwohl diese null Unterstützung bekommen.“ Mendel war deshalb gespalten, ob er an der Protestaktion teilnimmt, weil er es für unnötig hält, „dass man dagegen überhaupt protestieren muss.“ Dennoch hielt er es für richtig, die Stimmen, die sich gegen die JAfD aussprechen, zu unterstützen und zu zeigen, dass diese Menschen deutlich mehr Mitglieder zählen.
8. Oktober 2018
ms
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Fridays for Future-Großdemonstration vor der EZB
0
Europawahl ist Klimawahl
Am 24. Mai findet der internationale Klimastreik anlässlich der anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament statt. In Frankfurt rufen die Aktivistinnen und Aktivisten zur „Fridays for Future“-Großdemonstration vor der Europäischen Zentralbank (EZB) auf. – Weiterlesen >>
Text: jh / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Ortsbeirat beantragt Erhaltung des Drosselbarts
2
Gemeinsam dagegen
Kürzlich ging das Gerücht um, dass die Traditionsgaststätte Drosselbart abgerissen werden soll. Der Ortsbeirat 9 ist sich jedoch parteiübergreifend einig: Das Drosselbart und die Kastanienbäume an der Eschersheimer Landstraße 607 sollen bleiben. Gestern wurde abgestimmt. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Bundestag will Bafög-Erhöhung beschließen
0
Mehr Geld für Schüler und Studierende
Im Bundestag soll heute die Erhöhung des Bafög-Förderhöchstbetrags beschlossen werden. 126 Euro mehr sollen es monatlich sein. Damit soll den stetig steigenden Lebenshaltungskosten Rechnung getragen werden. – Weiterlesen >>
Text: Sinem Koyuncu / Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Köhler/photothek.net
 
 
 
Testimonial-Kampagne von Pulse of Europe
0
Fredi Bobic ruft zur Europawahl auf
Prominente werben zusammen mit Pulse of Europe für eine Beteiligung an der Europawahl. Warum Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, Teil der Testimonial-Kampagne „Meine Heimat Europa“ ist, hat er im Gespräch mit dem JOURNAL FRANKFURT verraten. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Pulse of Europe
 
 
Bundesweit wird aktuell über eine mögliche Impfpflicht im Kampf gegen Masern diskutiert. In Hessen schließt Gesundheitsminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) eine solche Maßnahme zwar nicht aus, kurzfristig will er aber vor allem Impfpass-Kontrollen und eine bessere Aufklärung durchsetzen. – Weiterlesen >>
Text: rom / Foto: Hush Naidoo/Unsplash
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  187