Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Matti Merker wischt for Wahlkampf
 
Matti Merker wischt for Wahlkampf
0
Lokalpolitiker macht Wahlkampfwerbung auf Tinder
Foto: Matti Merker
Foto: Matti Merker
Im Wahlkampf greifen Politiker zu drastischen Mitteln: Rote Rosen, Ballons oder Kugelschreiber verteilen sind da noch die harmlose Variante. Ein junger Sozialdemokrat aus Darmstadt kam jetzt auf eine andere Idee.
Tinder ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Es ist längst nicht mehr nur eine dubiose Sex-App. Allein in Deutschland nutzen rund zwei Millionen Nutzer die App zum Daten und Flirten, weltweit sind es sogar über 50 Millionen. Das Prinzip ist denkbar simpel: Gefällt mir jemand, wische ich nach rechts oder tippe das grüne Herz – gefällt mir jemand nicht, wische ich nach links oder tippe das rote Kreuz an. Wenn dann auch noch das Interesse beidseitig ist, kann es mit dem Chatten losgehen.

Doch nicht nur Singles nutzen die App. Auch Politiker sind jetzt auf den Trichter gekommen. Nicht unbedingt, weil sie auf der Suche nach einem Partner sind. Vielmehr sind sie auf der Suche nach Wählern. So zum Beispiel auch Matti Merker. Der junge Sozialdemokrat kandidiert für die Gemeindevertretung Mühltal und den Kreistag Darmstadt-Dieburg.

Tinder als Wahlkampfwerkzeug zu nutzen hat er sich bei einer Schweizer Abgeordneten abgeschaut. Die Grüne Aline Trede nutzte die App, um für sich und ihr Programm zu werben. Sie wurde jedoch vorübergehend von der App gesperrt. Aber auch im US-amerikanischem Wahlkampf oder im Marketing komme Tinder zum Einsatz, so Herr Merker. „Die App verschafft mir Zugang zu meiner Zielgruppe“, so der Sozialdemokrat. Damit spricht er überwiegend junge Wähler an. Doch besonders eine Funktion der App kommt zum Tragen, die für lokale Politiker interessant ist: Man kann einstellen, dass Menschen im Umkreis von 10, 20, 30 Kilometern angezeigt werden. Herr Merker kandidiert für die Gemeindevertretung Mühltal und den Kreistag Darmstadt-Dieburg.

Auf seinem Profil kommunizierte Herr Merker ganz offen, dass er nicht im Suchmodus, sondern im Wahlkampfmodus sei. Manch einer habe enttäuscht, die meisten jedoch positiv reagiert. „Mit einigen habe ich auch zwei bis drei Mal gechattet“, so Herr Merker. Viele Leute hätten das spannend gefunden. „Models zum Beispiel benutzen es auch, um sich zu vermarkten“, so Herr Merker. Ein angenehmes Erscheinungsbild spiele schon eine wichtige Rolle. „Und es gibt so viele schlechte Wahlbilder“, sagt er und lacht. Deswegen hat er sein Tinderprofil auch mit seinem Instagram-Konto verknüpft.

Sein Freundeskreis habe geschmunzelt. „Der ein oder andere konnte es sich nicht erklären“. Und was sagte seine Freundin dazu? Naja, die sei nicht unbedingt in die Luft gesprungen vor Freude. „Für sie war es ok“.
4. März 2016
Tamara Marszalkowski
 
Tamara Marszalkowski
Jahrgang 1987, Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Pädagogik in Frankfurt, seit 2015 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Tamara Marszalkowski >>
Mail schreiben
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Um für bessere Luft zu sorgen, soll die Umweltzone für Autos auf das ganze Frankfurter Stadtgebiet ausgeweitet werden. Einige Gebiete bleiben jedoch Ausnahmen. Dies beschloss die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend. – Weiterlesen >>
Text: ssh / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Klare Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung
0
Petra Roth wird Frankfurter Ehrenbürgerin
Sie war die erste weibliche Oberbürgermeisterin der Stadt und stand 17 Jahre lang an der Spitze der Frankfurter Politik. Am Donnerstag hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, Roth zur Ehrenbürgerin zu ernennen. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: Harald Schröder
 
 
Hoteliers wollten AfD-Politikerin nicht
0
Kein Hotel für Frauke Petry
Die vom Wirtschaftsclub Rhein-Mein geplante Veranstaltung mit Frauke Petry fiel nicht nur aus Sicherheitsgründen flach. In Frankfurt war kein Hotel bereit, der AfD-Politikerin einen Saal zu geben. – Weiterlesen >>
Text: nil / Foto: nil
 
 
 
Eine Städtefreundschaft zwischen Tel Aviv und Frankfurt gibt es schon seit 1980. Nun haben die Stadtoberhäupter beider Städte in Israel eine echte Partnerschaft unterzeichnet – ein Zeichen tieferer Verbundenheit. – Weiterlesen >>
Text: kus / Foto: Tarkan Akman
 
 
Nach den Wahlen am Sonntag steht der Oberbürgermeister von Darmstadt fest: Jochen Partsch darf weiterhin im Amt bleiben, denn er wurde mit einer Mehrheit von 50,4 Prozent wiedergewählt. – Weiterlesen >>
Text: ms / Foto: Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Anja Mendel
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  157 
 
 

Twitter Activity