Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Gedanken zu Blockupy
 

Gedanken zu Blockupy

3

Tom Koenigs und Nachwuchs kritisieren die Grünen

Alt und jung sind sich einig: Von der Grünen Fraktion im Römer hätten sie sich mehr Einsatz zu Blockupy gewünscht. Tom Koenigs schämt sich dafür, dass seine Partei auf der falschen Seite stand.
Etwa 50 Jahre trennen den Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs (Grüne) vom Frankfurter Parteinachwuchs. In ihrer Meinung zu Blockupy sind sie sich hingegen weitestgehend einig. Die Demonstrationsverbote rund um die Protesttage seien ebenso wenig hinnehmbar wie das zum Teil rabiate Vorgehen der Polizei. „Blockupy und Occupy haben doch Recht! Überall höre ich immer, dass die jungen Leute doch eigentlich Recht haben! Also müssen wir uns auf ihrer Seite stellen“, forderte Koenigs bei einer Blockupy-Runde im DGB-Gewerkschaftshaus. Nur leider habe er den Eindruck gewonnen, dass ein Großteil seiner Partei eben auf der falschen Seite stand. „Es ist peinlich!“, sagt er dazu kopfschüttelnd – und lobte im Gegensatz dazu die Grüne Jugend, deren Bundesvorstand sich explizit auf die Seite der Demonstranten gestellt hatte.

Auch die jungen Grünen in Frankfurt hatten die Blockupy-Proteste begleitet. Sie kritisieren das massive Polizeiaufgebot und die Ängste, die im Vorfeld der Proteste geschürt wurden. Die Polizisten, die Absperrungen, die verrammelten Banker: „Man kann es nicht anders sagen: Als wäre Krieg“, resümiert Tiam Abdani aus dem Vorstand. Auch dass die Banker sich mit legerer Kleidung getarnt haben, um nicht als Banker erkannt zu werden, hält sie für übertrieben. Schließlich habe denen doch niemand nach dem Leben getrachtet. Von der Grünen-Fraktion im Römer ist die Jugend größtenteils enttäuscht. Sie hätten sich klar zu den Demos bekennen sollen und nicht erst im Nachhinein zögerliche Pressemitteillungen verfassen. „Früher waren die Grünen auf jeder Demo aktiv, jetzt sieht man sie überhaupt nicht mehr“, klagt die junge Frau.

Jessica Purkhardt sitzt für die Grünen im Römer und merkt an, dass die Grünen sehr wohl aktiv gewesen wären. Sie selbst sei auf allen Demonstrationen immerhin als Beobachterin vor Ort gewesen – als Privatperson, nicht in ihrer Parteifunktion. „12 von 24 Mitglieder der Römerfraktion sind auf der Demo mitgelaufen“, erinnert die Stadtverordnete. „Die Hälfte war also da und ihr habt es dennoch nicht hinbekommen, einen Beschluss zu verfassen?“, entgegnet ihr die Jugend daraufhin. Jessica Purkhardt und Tom Koenigs sind sich einig: Da haben die Jungen einfach Recht. Ebenso wie mit ihrer Klage über die unnötige Gewaltdebatte. „Die Gewaltdiskussion ist für den Arsch … und der schwarze Block auch“, sagt Tom Koenigs. Aber das sei nur seine ganz persönliche Meinung.
 
4. Juni 2012, 11.43 Uhr
ges
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Räuber Töchterchen am 8.6.2012, 13:07 Uhr:
Die grünen im Römer haben sich längst verkauft! Sie haben sich auch genau deshalb für die CDU bei der Bürgermeisterwahl ausgesprochen!! Für mich nicht mehr ernst zu nehmen und ein Grund mehr sie dort rauszuwählen
 
Setzfehler am 5.6.2012, 21:42 Uhr:
Tja, die Grünen im Römer haben schon öfter durch mutige Enthaltungen gezeigt, dass ihnen die Koalition wichtiger ist als ihre Ideale!
 
Jochen Meurers am 5.6.2012, 08:05 Uhr:
Ist doch ganz erfrischend zu lesen, was Tom Koenigs dazu sagt. Die Tatsache, dass manche Grüne hinterher die Verbotspolitik des Magistrats kritisieren, ändert nichts daran, dass die Grünen im Römer, diese Politik mit getragen haben. Von grünen Politikern im Römer hätte ich erwartet, dass Sie sich gegen die Entscheidung, dass Grundgesetz auszuhebeln, massiv gewehrt hätten. Das wäre nun wirklich ein Grund gewesen, die Koalitiosnfrage zu stellen. Stattdessen haben die Grünen im Römer durch Ihr Schweigen diese Politik mitgetragen.Hinterher scheinheilig zu kritisieren, erhöht die Unglaubwrüdigkeit.
Kein Wunder also, wenn immer mehr junge Wähler keine Lust mehr haben, Grün zu wählen. Danke Tom für Deine klar Haltung.
Jochen Meurers
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts vom vergangenen Montag sind tausend ausgestellte Strafzettel ungültig. Grund zur Freude gibt es für die Falschparker*innen aber nicht: Die Stadt will die Bußgelder nicht zurückerstatten. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: nb
 
 
In der Paulskirche passiert hinsichtlich des geplanten Umbaus zunächst wenig: Baudezernent Jan Schneider (CDU) hält einen Baubeginn erst ab 2023, nach dem 175. Jubiläum, für realistisch. Das Demokratiezentrum dagegen nimmt Form an. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Karola Neder/ © Stadt Frankfurt
 
 
„In Hessen ist kein Platz für Extremismus“: Das Innenministerium und der Gaststättenverband DEHOGA Hessen e.V. haben gemeinsam eine Broschüre veröffentlicht, die Gastronom*innen helfen soll, mit Mietanfragen von Rechtsextremisten umzugehen. – Weiterlesen >>
Text: rom/red / Foto: red
 
 
 
„Respekt! Kein Platz für Rassismus“
1
Ein Schild für jedes (öffentliche) Haus
Der Ortsbeirat 11 hat den Magistrat dazu aufgefordert, das Schild „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ an öffentliche Institutionen auszugeben. Damit reagiert der Orbtsbeirat auf eine Forderung an den Oberbürgermeister, das gleichlautende Schild am Römer abzuhängen. – Weiterlesen >>
Text: nre / Foto: nb
 
 
Kliniken Frankfurt-Main-Taunus
0
Mehr Pflegekräfte für FFM und MTK
Der Pflegeberuf soll durch umfangreicheres Ausbildungsangebot attraktiver werden, die Zahl der Schülerinnen und Schüler soll sich dadurch an den beiden Pflegeschulen der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus nahezu verdreifachen. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Marius Becker/dpa
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  198