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Blockade Friedberger Landstraße
 

Blockade Friedberger Landstraße

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„Lasst Frankfurt aufatmen“

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Bunte Perücken, Fahnen, Schilder und Menschen, die auf der Straße liegen – Hunderte Klimaaktivistinnen und -aktivisten demonstrierten vergangenen Freitag an der Friedberger Landstraße für eine bessere Luftqualität.
Wer am Freitag durch die Friedberger Landstraße ging, wunderte sich wahrscheinlich über die große Menschenansammlung, noch mehr aber wohl über die in weißen Anzügen auf der Straße liegenden Personen. Aufschluss darüber gibt ein Blick von oben: „Lasst Frankfurt aufatmen“ bilden die aneinander liegenden Körper auf dem grauen Asphalt. Ein Klimabündnis aus verschiedenen Organisationen – darunter Fridays for Future, Attac, VCD Hessen, die Deutsche Umwelthilfe, der Radentscheid und Greenpeace – hatten vergangenen Freitag die Friedberger Landstraße blockiert.




© Bernd Kammerer

Nach Schätzungen der Polizei waren etwa 300 Menschen gekommen, um für eine besseren Luftqualität in Frankfurt zu demonstrieren. Ausgesucht haben sie sich dafür die Messstation auf der Friedberger Landstraße, die den Stickstoffdioxid-Gehalt der Lust misst. Die Friedberger Landstraße ist eine der meistbefahrenen Straßen in der Stadt. Die Messwerte waren in der Vergangenheit an dieser Stelle besonders schlecht und lagen laut Untersuchungen des Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) seit Jahren über dem zulässigen Wert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die Veranstaltenden sehen in ihr „ein Synonym für schlechte Luft“ und forderten unter anderem einen Luftreinhalteplan, der geeignet ist, den vorgeschriebenen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in allen Straßen der Stadt einzuhalten.




© Bernd Kammerer

Zwei Stunden lang fuhr kein Auto auf der Straße, auch der öffentliche Nahverkehr musste umgeleitet werden. Um 18 Uhr hob die Polizei die Sperrung wieder auf und öffnete die Straße für den Verkehr.
 
3. Februar 2020, 11.15 Uhr
ez
 
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Leser-Kommentare

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Andi König am 3.2.2020, 17:50 Uhr:
Es ist mehr als überfällig, daß die Stadt die Verkehrsplanung weg vom Auto und hin zu emissions- und gefahrlosen Verkehrsmitteln angeht, vor allem an Feinstaub-Hotspots Friedberger Landstrasse, Höhenstrasse usw. Ausgerechnet dem Autoverkehr an so einem Ort noch mehr Raum zu geben wäre das grottenfalsche Signal zum Thema und belastet die Bürger vor Ort ja noch mehr als zuvor! Das ist Irrsinn, genauso wie die von der CSU losgetrene Verhinderungskampagne bzgl. des Menschenleben rettenden, klimaschonenden und längst überfälligen Tempolimits. Und dieses kann nur mit Stadt/Land/Autobahn 40/80/120 Km/h volle Wirkung entfalten, bei straffen 10 Km/h Straftoleranz und nicht wie diskutiert 130 + 20 Km/h. Dann kann man es auch lassen.
Vorbilder wie in vielem: die kleine Schweiz und Norwegen, die die Zahl ihrer Verkehrstoten marginalisiert haben.
 
Uwe Looschen am 3.2.2020, 15:02 Uhr:
Das ist mal eine Leistung gewesen. Die FFF-Jünger haben auch den ÖPNV lahm gelegt. Also das Gute. Das ökologische. Das Sinnbild ihres Tuns wurde konterkariert.
Ich sage schon heute voraus:
Wenn der Radweg auf der FB-Landstraße aufgemalt wird und zwei Spuren weniger da sind, dann werden die Abgaswerte noch höher sein. Und die Staus noch länger. Und die Straßenbahnen kommen noch langsamer durch den Stau.
Ist das Sinn und Zweck im Sinne einer besseren Luft? Ich hätte einen anderen Vorschlag:
Warum wird die Eckenheimer Landstr. und Oeder Weg nicht zu einem Schnell-Radweg umgewandelt. Dann geben die Autofahrer diese Straße frei und die Fahrradfahrer die Friuedberger Landstraße für den Autoverkehr. Denn beide Straßen verlaufen wenige Meter auseinander parallel. Dann würde mal was innovatives umgesetzt. Und ich denke, dann würden viele zufrieden sein und die Akzeptanz ist wesentlich höher.
 
 
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