eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: © Stadt Frankfurt/Karola Neder
Foto: © Stadt Frankfurt/Karola Neder

Attac-Jubiläum

CDU kritisiert Austragung in der Paulskirche

Am kommenden Wochenende feiert die globalisierungskritische Organisation Attac ihr 20-jähriges Bestehen. Die CDU kritisiert die Austragung der Veranstaltung in der Paulskirche, Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Die Linke verteidigen sie.
„Ich bin dem Magistrat der Stadt Frankfurt sehr dankbar, dass er der Überlegung einiger, die Diskussion abzusagen, nicht nachgegeben hat“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am gestrigen Mittwoch. „Es ist wichtig, dass wir die Paulskirche für einen demokratischen Diskurs öffnen und dort wieder mehr über Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftspolitische Themen sprechen.“ Die CDU Frankfurt allerdings kritisiert die Jubiläumsfeier in der Paulskirche. Bürgermeister Uwe Becker (CDU) sagte, dass der Magistrat vom Attac-Jubiläum sowie auch der Bad Banks-Premiere, erst zur Einladung und der Veröffentlichung der Veranstaltungen erfahren habe. „Wir müssen im Magistrat Wertigkeiten festlegen, was man an diesem Ort zulässt und was nicht.“ Ihm sei es wichtig, dass man im Magistrat frühzeitig über die Veranstaltungen spreche, bevor es überhaupt zu einer öffentlichen Debatte kommt, so Becker weiter.

2018, zehn Jahre nach der Bankenkrise, besetzten rund 50 Aktivist*innen von Attac die Paulskirche und forderten eine „Demokratisierung des Finanzsystems“. Gerade wegen dieser Besetzung sei Becker dagegen, dass die Attac dort nun offiziell ihr Jubiläum veranstaltet. „Ich trenne das eine von dem anderen. Mir persönlich geht es nicht um die inhaltliche Positionierung, sondern darum, dass sich Attac einst mit Hausfriedensbruch Zugang zur Paulskirche verschafft hat", so Becker.

Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag Jan Schalauske äußerte sich in einer Stellungnahme, in der er Bezug auf ähnliche, in der Frankfurter Rundschau veröffentlichten Aussagen von Bürgermeister Uwe Becker (CDU) bezog: „Im Kampf gegen Organisationen wie Attac oder jüngst gegen die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN-BdA) wird klar, wie die hessische CDU tickt. Fortschrittlichen oder sich gegen bedrohliche Entwicklungen einsetzenden Organisationen werden Steine in den Weg gelegt oder sie werden von der CDU als linksextremistisch diffamiert“, sagte Schalauske. Da passe es leider auch ins Bild, dass die CDU den Frankfurter Oberbürgermeister auffordere, Attac die Nutzung der Paulskirche zu untersagen.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens wird von Attac am Samstag, 15. Februar, ab 14 Uhr eine Diskussionsveranstaltung in der Paulskirche stattfinden. „Zivilgesellschaft unter Druck: Die Bedeutung von kritischem Engagement für die Demokratie“ soll das Thema der Veranstaltung sein. Luisa Neubauer von Fridays for Future, Netzaktivistin Katharina Nocun, Jana Ciernioch von SOS Méditerranée und Judith Amler von Attac werden dabei über die schrumpfenden Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliches Engagement sprechen. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einem Vortrag der Journalistin Ferda Ataman. Zudem soll es einen sogenannten „Open Space“ geben, in dem sich zivilgesellschaftliche Organisationen den Besucherinnen und Besuchern vorstellen. Mit der Diskussion setze Attac die Debatte fort, die sie im September 2018 mit der Besetzung der Paulskirche unter dem Motto „Her mit der Demokratie!“ angestoßen hatte. Am Sonntag, 16. Februar, findet mit einer Matinée in der Evangelischen Akademie eine weitere Veranstaltung zum 20. Jubiläum statt. Als Redner werden dabei der Journalist und Autor Stephan Hebel und der der Soziologe Klaus Dörre anwesend sein.
 
13. Februar 2020, 13.34 Uhr
jwe
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
Vor der Wahl des neuen hauptamtlichen Magistrats am Mittwochabend nutzten die Fraktionen die Gelegenheit, noch einmal für oder gegen die zur Wahl stehenden Kandidat:innen zu werben. Anerkennung bekam am Ende vor allem der abgewählte Bürgermeister Uwe Becker.
Text: Laura Oehl / Foto: Adobe Stock/driendl
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
18. September 2021
Journal Kultur-Tipps
Klassik / Oper/ Ballett
  • Norma
    Oper Frankfurt | 18.00 Uhr
  • hr-Sinfonieorchester
    Stadttheater Gießen | 20.00 Uhr
  • Delian Quartett
    Schloss Johannisburg | 20.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Quichotte
    Hessisches Staatstheater Wiesbaden | 19.30 Uhr
  • Der kleine Prinz
    Velvets Theater | 20.00 Uhr
  • Sommersprossen – oder die Verwunderung des Menschseins
    Gallus Theater | 20.00 Uhr
Kinder
  • Stein auf Stein
    Theaterhaus | 17.00 Uhr
  • Drollo und Drollolinchen
    Frankfurter Puppentheater – Haus Sindlingen | 15.30 Uhr
  • Krümel und Stelze
    Mainzer Kammerspiele | 11.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Tapeworms und Daens
    Hafen 2 | 19.30 Uhr
  • Tobias Weindorf Trio
    Stadtkirche | 19.30 Uhr
  • LandesJugendJazzOrchester Hessen
    Wasserburg | 12.00 Uhr
Kunst
  • Ersatzkunst in Frankfurt. Die Wüsten-Jahre 1975-1985
    AusstellungsHalle | 14.00 Uhr
  • Facing Britain
    Kunsthalle Darmstadt | 11.00 Uhr
  • Gerald Domenig und Thomas Bechinger
    Kai Middendorff | 11.30 Uhr
Kinder
  • Pop-Up Dinner – Vom Acker auf den Tisch
    Dottenfelderhof | 16.00 Uhr
  • Drollo und Drollolinchen
    Frankfurter Puppentheater – Haus Sindlingen | 15.30 Uhr
  • Krümel und Stelze
    Mainzer Kammerspiele | 11.00 Uhr