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Future Award 2019

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Daumenkinos für Gebärden

Foto: Gewinnerin Laura Mohn © European School of Design
Foto: Gewinnerin Laura Mohn © European School of Design
Beim diesjährigen Future Award wurden gleich zwei Projekte aus Frankfurt ausgezeichnet. Gewinnerin ist die Studentin Laura Mohn, die mit ihrem Inklusionsprojekt „Talking Hands“ die Jury überzeugen konnte. Auch den vierten Platz belegt eine Frankfurterin.
Mit dem Future Award 2019 wurden auf der 13. Future Convention in Wiesloch vergangenen Mittwoch die Projekte ausgezeichnet, die sich unter dem Motto „Zukunft zum Anfassen“ am besten mit den Problemen der Zukunft auseinandersetzen und Lösungsansätze entwickeln. Dieses Jahr schafften es vor allem inklusive Ideen auf die ersten Ränge. Neben der Jury konnten auch die Zuschauerinnen und Zuschauer die Preisträger mitbestimmen.

Der erste Platz, dotiert mit 1500 Euro, ging an das Projekt „Talking Hands“, das die Studentin Laura Mohn der European School of Design entwarf. „Talking Hands“ besteht aus einem Set von hundert Gebärden-Daumenkinos mit Begriffen aus dem Grundwortschatz von Kleinkindern. Laura Mohn entwickelte sie speziell für Kinder mit Down-Syndrom, da diese oft Probleme beim Sprechen und der Spracherlernung haben. Das Erlernen von Gebärden kann den Lernprozess unterstützen und so die Kommunikation untereinander und mit Erwachsenen erleichtern.

Insgesamt wurden sechs Preise verliehen. Auch der vierte Platz ging an ein Projekt aus Frankfurt: „zeltHAUS“, ein von den Studenten Marius Mersinger und Johan Ivan Litwitschenko der Frankfurt University of Applied Sciences entworfenes zeltartiges System mit geringem Bedarf an Bauelementen für den Einsatz in Krisengebieten.

Ziel des Future Award ist es, Nachwuchstalente, Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter und potenzielle Investorinnen und Investoren zusammenzubringen, um vielversprechende Projekte öffentlich sichtbar zu machen, zu diskutieren und zu fördern. Dieses Jahr hatten 250 Studierende aus 46 europäischen Hochschulen teilgenommen. Insgesamt wurden 130 Projekte eingereicht. Anhand von Kriterien wie Nutzen, Vision und Ausarbeitung hatte die Wettbewerbs-Jury nach einem ersten Auswahlverfahren 45 Projekte nominiert, die von den Studierenden einzeln auf der Future Convention präsentiert werden durften. Aus diesen 45 Nominierten wurden dann die fünf ersten Plätze und die mit dem Partner-Sonderpreis ausgezeichnete Person ermittelt.

Die European School of Design hatte es sogar noch zwei weitere Male in die finale Auswahl geschafft, unter anderem mit einer App-basierten Hilfe gegen juckende Mückenstiche.
11. September 2019
lag
 
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