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Einblick in die Baustelle
 

Einblick in die Baustelle

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Aus der Zeilgalerie wird UpperZeil

Foto: Nicole Brevoord
Foto: Nicole Brevoord
Die Zeilgalerie ist Geschichte. Bis Ende 2018 soll auf dem Areal auf Frankfurts Haupteinkaufsmeile das Geschäftshaus "UpperZeil" entstehen. Die Aussichtsplattform ist schon weg, weitere Etagen folgen.
Eine Ära ist zu Ende. Inmitten der Baustelle der Zeilgalerie, wo allenthalben die Kabel herunterhängen und sich Schuttberge türmen und das Treppenhaus so leer ist wie in den schlechtesten Zeiten, wird man doch etwas sentimental. 1992 wurde die neuartige Mall eröffnet, der Skandal um den Baulöwen Jürgen Schneider ist untrennbar mit der Zeilgalerie verwoben und irgendwie lief die vertikale Einkaufsmeile nie, wie erhofft. Mehrfach wurde revitalisiert und auch die neue moderne LED-Fassade änderte nichts an dem schlechten Umsatz, den vor allem Läden in der Mitte der Mall verzeichneten. Aber es war nicht alles schlecht: Die Astor Film Lounge etwa wird von Cineasten immer noch vermisst und die Aussichtsplattform, die Touristen wie Frankfurter anzog, war ein Highlight, das in Erinnerung bleiben wird. Doch von der Plattform ist nicht mehr viel übrig. Während man von außen – abgesehen von der gummierten Baustraße und dem Baustellenzaun – wenig von den Abrissarbeiten bemerkt, ist der Abbruch ganz oben schon in vollem Gange. Gnadenlos beißt der Bagger auf der Aussichtsplattform zu, reißt den Aufzug, mit dem man einst zum Kino fuhr nieder. Die Sonne brennt aufs Dach, rund 70 Mitarbeiter sind derzeit an der Baustelle beschäftigt.

Bis zu den unteren zwei Etagen soll alles abgerissen werden, erfahren wir bei der Besichtigung. Darum werde stückchenweise abgebaut, es werde systematisch vorgegangen, um die Statik des Gebäudes nicht zu beeinträchtigen. Die Zeilgalerie wurde von DC Values aus Hamburg und der RFR Management mit Sitz in Frankfurt und New York erworben. Das Büro KSP Jürgen Engel Architekten zeichnet für die Neugestaltung des künftigen Geschäftshauses mit einer 45 Meter breiten Front verantwortlich. Im Unter- , Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss sollen demnächst Läden – jeweils mit separaten Eingängen – einziehen. Die Flächen von der zweiten bis zur siebten Etage werden der Galeria Kaufhof zugeschlagen, die somit 11.000 Quadratmeter Extrafläche erhält, was einem Plus von ungefähr 50 Prozent entspricht. Vom Erdgeschoss werden die Besucher dann einen weiteren Eingang zur Galeria Kaufhof vorfinden, sowie Zutritt zu den Läden von Benetton, Vodafone und Reserved erhalten. Die Geschäfte seien modular angeordnet, also leicht verschachtelt, sagt Torsten Bischoff von DC Values. Der Modeladen Reserved sei mit einer Fläche von 2500 Quadratmeter neben Kaufhof der größte Mieter. „Ganz oben ist keine Gastronomie und keine Aussichtsplattform vorgesehen, weil es anders als bei der Mall keine Attraktion auf dem Dach braucht“. Die Fassade wird glatt und gläsern sein und wird so den optischen Lückenschluss zwischen MyZeil und dem Eckkaufhaus bilden.

Doch das wird bis Ende 2018 dauern. „2016 ist geprägt durch den Rückbau und das bis Mitte 2017. Dann beginnt der Rohbau“, so Bischoff. Vier bis fünf Container à 40 Kubikmeter würden jede Nacht an Schutt abtransportiert.
14. September 2016
Nicole Brevoord
 
Nicole Brevoord
Jahrgang 1974, Publizistin, seit 2005 beim JOURNAL FRANKFURT als Redakteurin u.a. für Politik, Stadtentwicklung, Flughafen, Kultur, Leute und Shopping zuständig – Mehr von Nicole Brevoord >>
 
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Fotogalerie: Zeilgalerie
 

Leser-Kommentare

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Whizzbizz am 14.9.2016, 16:40 Uhr:
Frankfurt soll langweiliger werden. "...weil es anders als bei der Mall keine Attraktion auf dem Dach braucht".
 
 
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