Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
Die Iftarlade ist halal und koscher
 
Die Iftarlade ist halal und koscher
0
Schokoladengenuss, der verbindet
Foto: nb
Foto: nb
Kann denn Schokolade Sünde sein? Die auf der Zunge zergehenden Schokokreationen der Frankfurterin Nadia Doukali geben uns beim Naschen ein gutes Gefühl. Die bei Hussel erhältlichen Tafeln genügen höchsten Ansprüchen.
Hmmmmmmh, zartschmelzend ist die weiße Schokolade mit Rosenblättern, Loverose genannt, die tatsächlich ein wenig nach Rose schmeckt und duftet und einen eigenen Charme entwickelt. Aber auch Traditionalisten kommen bei der Iftarlade mit den Geschmacksrichtungen Edelbitter, Vollmilch, weißer Schokolade oder der Nussvariante auf ihre Kosten. Wer es exotischer mag, der kann Dattel probieren oder Coco. Die Kreationen hat die Frankfurterin Nadia Doukali ausgewählt. Die 100-Grammtafeln, die es seit einer Woche bei Hussel gibt (2,99 Euro), sind etwas ganz Besonderes, sie sind halal- und koscher-zertifiziert. Nun kann man sagen, egal, Hauptsache, die Schokolade schmeckt. Und das tut sie. Aber die „reine“ Zertifizierung bedeutet, dass nicht irgendeine Milch für die Süßigkeiten verwendet wird, sondern höhere Maßstäbe an die Haltung der dafür nötigen Kühe angesetzt werden, dass sie etwa frei herumlaufen könenn und nicht mit Medikamenten vollgepumpt werden. Letztlich bedeutet eine Schokolade, die zugleich koscher und halal ist, dass sie aus fair gehandelten, biologisch korrekt angebauten Rohstoffen, in einer kontrolliert sauberen Umgebung produziert wurde. Es gibt sogar vegane Sorten und es wurde auf Palmöl verzichtet. Dagegen kann ja auch kein Christ was haben.

Und da sind wir bei dem völkerverbindenden Element, dass sich immer wieder in den unterschiedlichen Projekten von Nadia Doukali widerspiegelt. Die 46-jährige Frankfurterin mit marokkanischen Wurzeln schreibt Kinderbücher, die zu einem Miteinander aufrufen, sie produzierte „Nafri“-T-Shirts, weil sie mit dem von Polizisten verwendeten Begriff „Nafris“, Menschen eines geografischen Gebietes über den Kamm geschoren und verunglimpft sah und sie erfand den Iftarlender, eine Art Adventskalender für Moslems. Diese können seither beim Ramadan allabendlich nach Sonnenuntergang eine in Schokolade getauchte Dattel genießen. Warum sollten Muslime nicht auch täglich ein Türchen öffnen können und sich über eine süße Überraschung freuen? Die Idee für die Süßigkeit war neuartig und kam gleich gut an, große Supermärkte führten den Iftarlender.

Gewissermaßen ist die Iftarlade nur eine logische Fortsetzung des Ganzen. Verpackt ist die Schokolade in einem Karton, der mit seinem Muster an ein orientalisches Mosaik erinnert. Dekorativ ist das. Nur eines hätten wir noch zu bemängeln: Muss denn Schokolade immer so viele Kalorien haben?
13. November 2017
Nicole Brevoord
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Raubten sie einen Mann an der Alten Oper aus?
0
Polizei sucht diese Jugendlichen
Im Juli wurde ein 37-jähriger Mann in der Nacht an der U-Bahnstation Alte Oper von mehreren Personen ausgeraubt. Die Polizei fahndet nun mit den Bildern einer Überwachungskamera nach vier jungen Männern. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: Polizei Frankfurt
 
 
Geht nicht, gibt’s nicht!
0
Das zweite Yok Yok in der City
Schon seit Langem ist der Yok-Yok-Kiosk im Bahnhofsviertel Kult. Kürzlich hat Betreiber Nazim Alemdar ein zweites Yok Yok in der City eröffnet. Die Idee: Auf der Fahrgasse soll ein Anziehungspunkt für Kreative und Kunstliebhaber entstehen. – Weiterlesen >>
Text: kab / Foto: Nazim Alemdar
 
 
Nix mit O Du Fröhliche in Bockenheim
0
Weihnachtselch geklaut
Es muss wohl an der Saison liegen, dass Einbrecher am Wochenende in Bockenheim nicht nur Werkzeug mitnahmen, sondern auch einen massigen Weihnachtselch aus Plüsch. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: nb
 
 
 
Das größte Fest der Hessen findet 2020 direkt vor den Toren Frankfurts statt - in Bad Vilbel. Das gab Ministerpräsident Volker Bouffier am Dienstag bekannt. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: Hessische Staatskanzlei
 
 
Gentrifizierung in Bockenheim?
0
Das Exzess fühlt sich bedroht
Neben dem Café Exzess wird ein Haus abgerissen, Eigentumswohnungen sollen entstehen. Die alternative Szene fühlt sich bedroht – nicht nur, weil eine Grenzmauer beschädigt wurde. – Weiterlesen >>
Text: Tamara Marszalkowski / Foto: Nils Bremer
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1384 
 
 

Twitter Activity