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Wer ist George Boateng?
 

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Wer ist George Boateng?

Der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour fragt sich in seinem Fußball-EM-Blog, ob er wohl auf Felix Magaths Einkaufsliste passt, was die Brüder Boateng ausmacht und meint außerdem, dass Wesley Sneijders Pass auf Huntelaar das Beste war, was diese EM bisher spielerisch zu bieten hatte.
Als ich 2002 aus beruflichen Gründen nach Berlin ging, war mir gar nicht klar, welche Fortbildungsmöglichkeiten die Stadt so bietet. Sonst hätte ich häufiger nach Mitternacht in Hotelbars abgehangen, wäre plötzlich ein Flanken-König und hätte die Rückrunde wahrscheinlich auf der Wolfsburger Tribüne zwischen Ochs und Chris verbracht. Alt genug bin ich mit meinen 36 Jahren ja schon für Felix Magaths endlose Einkaufsliste.

Jérôme Boateng aber kann auch noch nebenbei Cristiano Ronaldo stoppen. Gegen Portugal war er einer der Besten. Bleibt nur die Frage, ob die Bild-Zeitung auch mal ein Großturnier ohne Boateng-Kampagne überstehen kann. 2010 Kevin-Prince, 2012 Jérôme, 2014 George? George?

Wer George Boateng, den wahrscheinlich talentiertesten der "B-Brüder" nicht kennt, sollte sich mal das sehr gute Buch des Frankfurter Sport-Journalisten Michael Horeni "Die Brüder Boateng" zu Gemüte führen (Foto). Warum Jérôme als Muster-Profi bei den Bayern landet, George im Gefängnis und Kevin-Prince zum Buhmann der Nation wird? Es ist halt etwas anderes, im Berliner Stadtviertel Wilmersdorf aufzuwachsen als in Wedding. Horeni geht in seinem Sportbuch also auch der deutschen Integrationsdebatte nach. Empfehlenswert.

Die Holländer spielen sich gerade selbst. Wesley Sneijders Pass auf Huntelaar war das Beste, was diese EM bisher spielerisch zu bieten hatte. Und die Oranje verlieren doch gegen den simplen, aber effektiven Fußball der Dänen. Mittwoch können die von mir aus wieder 85 Minuten lang den Ball haben und uns gewinnen lassen.

Die bisher schlimmste Geschichte der EM sind die rassistischen Ausfälle von Zuschauern holländischen Spielern gegenüber. Abscheulichen Rassismus gibt es überall. Aber in manchen osteuropäischen Staaten hat sich in den letzten Jahren ein Sumpf zusammengebraut, der in unserer Öffentlichkeit leider kaum Beachtung fand. Manch rechtsradikaler Übergriff zum Beispiel auf Georgier fand in Moskau unter Abschirmung der Polizei statt. Und die rechten, polnischen Skinheads sind an Gewaltbereitschaft kaum zu überbieten. Hier ist noch viel zu tun, auch für die EU.

Zum Schluß noch der Adler-Ticker: Unser Schild hat gegen Irland ganz ordentlich verteidigt. Weiter so.
 
11. Juni 2012, 11.32 Uhr
Omid Nouripour
 
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