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Traditionelles Richtfest
 

Traditionelles Richtfest

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Der Rohbau des Neubaus des Jüdischen Museums steht

Foto: Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer
Foto: Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer
Mit einer gut besuchten, traditionellen Feier wurde am Mittwochvormittag das Richtfest für den Neubau des Jüdischen Museums begangen. Der rund 50 Millionen Euro teure Bau soll im Sommer 2019 eröffnet werden.
Das Jüdische Museum hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Nach dem ersten Spatenstich im Dezember 2015 und der Grundsteinlegung im Juni 2016 ist nun der Rohbau des modernen Erweiterungsgebäudes neben dem derzeit in Renovierung befindlichen Rothschild-Palais fertiggestellt. Am Mittwochvormittag wurde ganz traditionell das Richtfest begangen und zahlreiche Prominente waren dabei. Der ehemalige Oberbürgermeister Andreas von Schoeler, der Ex-Kulturdezernent Felix Semmelroth, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Salomon Korn, Moderator Michel Friedman, Immobilienentwickler Ardi Goldman, Ehrenplakettenträgerin Gabriele Eick und der Unternehmer Claus Wisser, um nur einige zu nennen. Der Bau liegt ganz im Zeit- und Kostenplan, freut sich Museumsdirektorin Mirjam Wenzel. Im Frühjahr kommenden Jahres soll der mehr als 50 Millionen Euro kostende Erweiterungsbau, nach einem Entwurf von Staab Architekten fertiggestellt sein, die Eröffnung des Erweiterungsbaus ist dann für den Sommer 2019 vorgesehen.




Visualisierung des Entwurfs von Staab Architekten

Der Neubau steht in einem starken Kontrast zu dem historischen Rothschild-Palais, das Jüdische Museum wird auch inhaltlich einen Bogen von der Geschichte der Juden in der Stadt bis hin zu modernen Fragestellungen schlagen. Dafür gibt es künftig auch zeitgemäße Räumlichkeiten für Ausstellungen und Veranstaltungen, Bibliothek und Archiv sowie für die Bildungsarbeit mit Kindern. „Mit der Erneuerung und Erweiterung baut das Jüdische Museum seine Bedeutung als eines der führenden Jüdischen Museen in Europa aus. Das Museum wird die Erinnerung an die jüdische Vergangenheit Frankfurts bewahren, für die Gegenwart fruchtbar machen und damit ein Zeichen für die Zukunft setzen“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Mit einem emotionalen Plädoyer gegen Antisemitismus begann Hessens Finanzminister Thomas Schäfer seine Ansprache, er betonte aber auch: „Die Geschichte Frankfurts ist untrennbar mit der jüdischen Geschichte verbunden. Das Jüdische Museum lehrt diese Geschichte auf faszinierende Art und Weise. Warum ist dies so wichtig? Weil Erinnern mehr ist als ein bloßes Wachhalten der Vergangenheit. Es ist eine Reise zu den Wurzeln, eine Frage der Identität. Deshalb dürfen wir ganz besonders stolz darauf sein, dass das 1988 eröffnete Museum das älteste eigenständige Jüdische Museum in Deutschland ist. Nun bekommt das Museum kurz vor seinem 30. Geburtstag eine Runderneuerung. Auch das Land Hessen hilft dabei mit und garantiert durch seinen Beitrag ein Investitionsvolumen von 6 Millionen Euro.“

Die Stadt hat 50 Millionen Euro für die Erneuerung des Jüdischen Museums in den Haushalt eingestellt, weitere Gelder kommen durch das Land, den Förderverein des Museums und durch Spenden hinzu. „Es war immer das zentrale Ziel des Jüdischen Museums, Wissen und Verständnis für die jüdische Geschichte und Kultur Frankfurts zu vermitteln. Dieses Anliegen trifft zukünftig auch in räumlicher Hinsicht auf günstigere Bedingungen: Neben einer deutlich größeren Ausstellungsfläche stehen mit der Erweiterung nun endlich auch Räume für Veranstaltungen, für das Archiv und die Bibliothek zur Verfügung“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig hinzu.
Direktorin Mirjam Wenzel bezeichnet die Erneuerung des Jüdischen Museums als „ein großes Geschenk“, an dessen zukünftiger Gestalt sie mit ihrem Team in den vergangenen beiden Jahren intensiv gearbeitet habe. Rund 1400 Quadratmeter wird die Dauerausstellung im renovierten Rothschild-Palais groß sein, also 600 Quadratmeter größer als bislang und der Neubau ergänzt die 2.800 Quadratmeter große Nutzungsfläche des Rothschild-Palais um 3.500 Quadratmeter Grundfläche. Für diese Erweiterung hat der Magistrat der Stadt Frankfurt insgesamt 50 Millionen Euro bewilligt und die museumsbausteine GmbH damit beauftragt, die Erneuerung des Jüdischen Museums in diesem Rahmen zu realisieren. Die Summe schließt die inzwischen preisgekrönte Neugestaltung des Museums Judengasse mit ein.
 
7. März 2018, 13.46 Uhr
Nicole Brevoord
 
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Leser-Kommentare

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Barbara Grob am 28.3.2018, 18:11 Uhr:
Hallo, mich freut es sehr, dass ein jüdisches Museum gebaut wird. Dazu gehört mein weltweit erster jüdischer Stammbaum aus dem AT der Bibel, sogar der jüd. Botschafter in Berlin lud mich nach Israel ein, kam noch nicht dazu. Vielleicht holen Sie sich mein Buch dazu: Verlag Literareon München "Neugliederung der Bibel-lesen,verstehen" von Johanna Rossa, vielleicht kann diesen einzigartigen jüd. Stammbaum für mich hebräisch übersetzen. Allein das Buch ist eine Lesung wert, denn es sind große jüd. Geschichten darin, die eigentlich jeder wissen müsste wie auch unsere übernommenen Wörter aus dem Jüdischen wie z.B. Hiob, Briefe versiegeln, Erbgesetz, Leviten verlesen, Sodam u, Gomorra, älteste Chor der Welt, Schaden um Schaden, Auge um Auge, Zahn um Zahn usw. Keiner weiß, dass alles aus dem Judentum stammt. Die Kirche hat alles verweigert und deshalb niemals die Juden geschützt als sie vernichtet wurden. Gruß Johanna Rossa
 
 
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