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Die verdammten 15 Minuten
 

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Die verdammten 15 Minuten

Nein, feierlich fühlt sich Omid Nouripour nach dem Sieg gegen die Griechen nicht: "Ja, die deutsche Elf war dominant und spielerisch hoch überlegen. Aber habt ihr diese Griechen gesehen? Die haben es ja nicht einmal geschafft, Tzavellas und Gekas gleichzeitig aufzustellen!"
Im Ernst: die Griechen waren ohne ihren gesperrten Chef Karagounis nicht gut genug für ein EM-Viertelfinale. Die hätten gestern Abend auch gegen Swasiland verloren.

Das Tor von Khedira beispielsweise war spitze, wie er aus vollem Lauf mit rechts eine Flanke von rechts Volley nimmt, das kann nicht jeder. Aber dass er das konnte, lag daran, dass sein Gegenmann Maniatis die Flanke von Boateng auf sich zuflattern sah und sich mit aller Zeit der Welt nicht einen Millimeter auf den Ball zubewegt hat. So kriegt Khedira den Ball halt schneller als der unbewegliche Pfosten mit der zwei auf dem Rücken.

Die Deutschen haben gestern bei voller Überlegenheit denselben unerträglichen Unsinn verzapft wie gegen Holland: Eine sehr gute erste Halbzeit, dann direkt nach der Pause einfach verdammte 15 Minuten lang den Ball pomadig hin- und herschieben. Der Weckruf gegen die Oranje war das Tor van Persies, der gegen die Griechen Khedira. Spiel mal 15 Minuten gegen Spanien so und du bist verloren.

Zum Halbfinale nur drei Worte: Nur nicht Italien!

Ich habe mich in den letzten Blogs über die Fremdenfeindlichkeit in Osteuropa ausgelassen. Nicht vergessen dabei darf man die Situation vor der eigenen Haustür: Wenn bei Twitter breit rumgeht, dass Mesut Özil ja eigentlich gar kein Deutscher sei, dann will sich jemand aber ganz fest zuhause einschließen. Dann aber sollte der eigene Internet-Anschluss auch überdacht werden.

Mesut, Dany, Philipp, Ulrike und Omid sind Deutsche, wenn sie den deutschen Pass besitzen. Wir sind Deutsche und lassen uns nicht vorschreiben, ob wir uns als solche fühlen dürfen oder nicht. Wer es nicht versteht, sollte sich fragen, welche Hilfe er braucht, um mit der Realität klarzukommen.
 
23. Juni 2012, 17.28 Uhr
Omid Nouripour
 
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