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Bad Banks

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Premierenfeier in der Paulskirche

Foto: ZDF Letterbox Filmproduktion
Foto: ZDF Letterbox Filmproduktion
Trotz massiver Kritik feierte die zweite Staffel der Serie Bad Banks am gestrigen Sonntag in der Paulskirche Premiere. Die Diskussion um die Paulskirche als Veranstaltungsort wurde auch an diesem Abend aufgegriffen.
Am Sonntag fand die Premierenfeier der zweiten Staffel von Bad Banks statt. Anwesend waren neben den Hauptdarstellerinnen und -darstellern der Serie unter anderen auch die hessische Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn (Bündnis 90/Die Grünen) und Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie. Nach den ersten Begrüßungsreden ging es dann in einem vollen Plenarsaal und auf einer viel zu kleinen Leinwand los mit der ersten Folge der zweiten Staffel.

Die zweite Staffel knüpft sechs Monate nach dem Ende der ersten Staffel an. Nach der Krise, mit der die erste Staffel endet, muss die Finanzwelt sich neu erfinden. Verschärfte Auflagen machen das Geschäft der fusionierten Deutschen Global Invest mühsam. Der ersehnte Aufstieg in den Vorstand rückt für die neue Investmentchefin Christelle Leblanc (Désirée Nosbusch) in weite Ferne. Auch für Jana Liekam (Paula Beer) läuft es in Frankfurt bereits in der ersten Folge nicht nach Plan. Doch längst hat sie sich mit ihrem Team in Stellung gebracht. Während die alte Bankenwelt nur noch mit halber Kraft fährt, erlebt die junge Finanzbranche in kleinen beweglichen Start-Ups und FinTechs einen fundamentalen Wandel.

In Bad Banks jagt eine Intrige die nächste. Viele der Zuschauer*innen fragten sich daher, wie glaubwürdig das Geschrieben ist. Schauspielerin Mai Duong Kieu berichtete von Kritiken aus der Finanzbranche, die durchweg positiv waren. Aus dem Publikum gab es ebenfalls Lob bezüglich der Glaubwürdigkeit: Die Serie greife aktuelle Themen aus der Finanzwelt wie beispielsweise Robo-Advisor auf. Nur die Wohnung von Jana Liekam im Taunusanlage sei etwas übertrieben gewesen, sagte er lachend. Bei welcher Bank der Zuschauer arbeitet, wollte er jedoch nicht verraten.

Paulskirche als Multifunktionsarena?

In den vergangenen Wochen war die geplante Premierenfeier aber vor allem wegen des Veranstaltungsortes Thema: der Paulskirche. Dass „die Wiege der Demokratie“ als Kinosaal genutzt werden sollte, rief viele Kritiker*innen hervor. Oberbürgermeister Peter Feldmann verteidigte diese Entscheidung vor zwei Wochen damit, dass dies eine „spannende Ausnahme“ sei. Bad Banks greife gesellschaftliche Entwicklungen im Bankensektor auf, die zur Lehman-Krise geführt hätten und „damit unsere Wirtschaft und Demokratie bedroht haben. Deswegen findet diese besondere Filmpremiere nicht am falschen Ort statt", sagte Feldmann. Auch am gestrigen Sonntag war die Diskussion ein Thema: Frank Zervos verteidigte die Entscheidung, Ministerin Dorn sagte, sie sei froh, dass "die bauliche Lebendigwerdung der Demokratie" zu solch einer Debatte anregt. Mit der geplanten Veranstaltung der globalisierungskritischen NGO Attac in der Paulskirche Mitte Februar, wird dies wahrscheinlich auch nicht die letzte Debatte dieser Art sein.
 
3. Februar 2020, 13.10 Uhr
ez
 
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Leser-Kommentare

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wollump am 4.2.2020, 15:22 Uhr:
"Bad Banks" in der Paulskirche ist nicht spannend, wie OB Feldmann sagte, sondern ist schlicht und einfach blöd!
Was folgt? - Demnächst Neuauflage "Blauer Bock" im Veranstaltungsraum? Fleischwurst-Stand im Untergeschoss? Videokabinen mit Pornofilmen in Memoriam Rosemarie Nitribitt?
Gehört doch ebenfalls alles zur Frankfurter Geschichte und Kultur, aber doch nicht in die Paulskirche.
 
 
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