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Gesellschaft
 

Tanz-Desaster

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Das dicke Ende der Osterpartys

Die Osterpartybilanz: Ein Mann wurde zu Tode geprügelt, das U 60311 soll geschlossen werden, und den Flashmobbern droht eine Strafanzeige. Die Diskussionen ums Tanzverbot gehen in eine neue Runde.
Nach der tödlichen Attacke durch Türsteher auf einen Besucher am Ostermontag soll die Technodisko U 60311 nun geschlossen werden. Dafür plädiert Sicherheitsdezernent Volker Stein (FDP): „Wir prüfen in der gesamten Breite der Möglichkeiten, ob Sanktionen ausgesprochen werden können“, sagte Stein der „FAZ“. Die Zuverlässigkeit des Betreibers sei nicht mehr gegeben. Der Ordnungsdezernent will nun auch untersuchen, ob der Club gegen das Oster-Tanzverbot verstoßen hat. Hier sieht Stein auch einen möglichen Grund dafür, dem Betreiber die Lizenz zu entziehen. Laut Feiertagsgesetz hätten die Clubs um 4 Uhr schließen müssen, die Tat ereignete sich allerdings zweieinhalb Stunden später. 70 Gäste seien laut Stein zur Tatzeit im U 60311 gewesen und von der Staatsanwaltschaft vernommen worden. Die Türsteher hatten einen 31-jährigen Briten am Ostermontag so schwer verletzt, dass der Mann am gestrigen Mittwoch starb, drei der Security-Mitarbeiter sitzen mittlerweile in Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte bei den Security-Leuten Quarzsandhandschuhe sichergestellt, mit denen das Opfer möglicherweise traktiert worden sei –diese Handschuhe können im Kampf schwere Verletzungen verursachen.

Ärger, wenn auch weniger schwerwiegenden, gibt es auch wegen der Tanz-Demo am Karfreitag auf dem Römerberg: Gegen die Grünen-Politikerin Sarah Sorge und die beiden Vorsitzenden der Grünen Jugend Hessen, Benjamin Weiß und Ouasima Chami, ist Strafanzeige erstattet worden. Die Grüne Jugend hatte zum Flashmob vor dem Rathaus aufgerufen, um gegen das Feiertagsgesetz zu demonstrieren. Nun klagt der Frankfurter Anwalt Tomislav Cunovic gegen die Oster-Störenfriede – nicht nur wegen Verstoß gegen das Feiertagsgesetz, sondern auch wegen Störung der Religionsausübung, Beschimpfung von Bekenntnissen und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Mit ihrem Flashmob hätten die Tanzenden die traditionelle Karfreitagsprozession der Kroatischen Gemeinde Frankfurt gestört, die zeitgleich von 16 Uhr an auf dem Römerberg stattfinden sollte. Hunderte Gläubige hatten sich deshalb auf dem Römerberg versammelt und seien von einem Pfeifkonzert empfangen und teilweise beschimpft worden. Die Worte des Priesters seien im Lärm untergegangen, so der Anwalt, der selbst an der Prozession teilnehmen wollte.

PS: Am Sonntag soll zwischen 17 und 20 Uhr eine Mahnwache vor dem U60311 zu Ehren des Verstorbenen Briten stattfinden.
 
28. April 2011, 11.50 Uhr
jat
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Whizzbizz am 8.5.2011, 23:03 Uhr:
Ziemlich unglücklich, diese beiden vor allem in ihrer Wichtigkeit doch sehr unterschiedlichen Ereignisse an der selben Stelle kommentieren zu müssen: einerseits einen zumindest fahrlässigen Mord bzw Totschlag, andererseits ein absolut lächerliches Tanzverbot an Ostern.
 
Setzfehler am 5.5.2011, 13:44 Uhr:
Reichlich unheilig, Ihr erster Kommentar, Herr Heilig, Ihr Argument ist auch kein Argument!!
 
Jay Taztic am 3.5.2011, 23:41 Uhr:
Was war denn der Grund dafür dass die türsteher ihn zur tode geschlagen haben?
 
Wolf Heilig am 28.4.2011, 15:36 Uhr:
Was sind das bitte für Türsteher? Ich bin entsetzt und kann nachvollziehen das über eine Schliessung nachgedacht wird. Den Angehörigen wäre leider auch dies nur ein schwacher Trost.
 
Wolf Heilig am 28.4.2011, 15:29 Uhr:
"Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" WTF??? Der ist vor über 2000 Jahren gestorben, ich kenne niemanden der ihn kannte, was ist das denn für ein Argument?
 
 
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