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Wohnen in Frankfurt
 

Immobilienmarktbericht

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Corona sorgt für langsameren Kaufpreis-Anstieg

Foto: Pexels
Foto: Pexels
Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Frankfurter Immobilienmarkt aus; das belegen die von der Stadt Frankfurt erhobenen Zahlen. Die Kaufpreise für Immobilien steigen dennoch weiter, wenn auch schwächer.
Unter der Fragestellung „Dämpft COVID-19 den Frankfurter Immobilienmarkt?“ hat die Stadt Frankfurt am Donnerstag den Immobilienmarktbericht für das erste Halbjahr 2020 veröffentlicht. Und es zeigt sich: Der coronabedingte Lockdown hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Während der mit Immobilien gemachte Umsatz in Frankfurt im ersten Quartal noch bei über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag, sank dieser im zweiten Quartal um 60 Prozent ab.

Auf das gesamte erste Halbjahr bezogen sank der Umsatz bei Immobilienkäufen um insgesamt 38 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr von 2019. Die Anzahl der Immobilienverkäufe sank um etwa 16 Prozent. Dass die Umsätze recht stark gesunken sind, erklärt der Bericht mit den fehlenden Großtransaktionen. Die Kaufpreise aber seien nicht gesunken, deshalb sei auch kein Anstieg von Immobilienverkäufen zustande gekommen.

Denn trotz der sehr viel geringeren Anzahl an Käufen stiegen die Kaufpreise pro Quadratmeter weiter an – wenn auch in einem weniger ausgeprägtem Maße. Bei Eigenheimen schien die Situation in Bezug auf Transaktionszahlen und Umsatz relativ gleichbleibend, bei Mehrfamilienhäusern sanken diese im ersten Halbjahr 2020 um etwa 17 Prozent ab, bei Reihenmittelhäusern ließen sich kaum Verkäufe verzeichnen.

Was die Preise von Eigentumswohnungen betrifft, hatte die Corona-Pandemie bisher nur geringe Auswirkungen gehabt. Der mittlere Preis von Neubau-Eigentumswohnungen hat dagegen mittlerweile den Quadratmeterpreis von 7000 Euro überschritten und liegt jetzt bei 7380 Euro. In der Innenstadt und im Europaviertel liegt dieser aktuell bei mehr als 12 000 Euro und im Nordend bei rund 8500 Euro.

Wohnungen in den westlichen Stadtteil am günstigsten

Im Westen Frankfurts liegt der Durchschnitt noch bei rund 5500 bis 7400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Wohnungen im Westend, die vor 1950 gebaut wurden, erreichen aktuell einen mittleren Preis von knapp 10 000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, in Sachsenhausen sowie in Nord- und Ostend liegt dieser bei 6400 Euro.

Für Häuser, die zwischen den Jahren 1919 und 1949 gebaut wurden, ist der Kaufpreis um rund zwölf Prozent gestiegen. Bei einem Baujahr vor 1919 sanken die Preise dagegen um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Wohnhochhäusern lagen der Kaufpreis bei 11 5000 Euro, dieser Preis liegt laut des Berichts jedoch sehr stark in Abhängigkeit mit dem Objekt und der Stockwerkslage.

Auf dem Gewerbemarkt ließen sich im ersten Halbjahr Umsatzeinbußen von rund 60 Prozent feststellen. Diese Veränderung bezieht sich in erster Linie auf den Hotelmarkt und den Einzelhandel, zum Teil auch auf den Bürosektor. Das liege daran, dass einige Investoren Projekt „auf Eis legen“ oder aus Projekt ausstiegen.
 
2. Oktober 2020, 12.19 Uhr
jwe
 
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