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Aufstockung in Platensiedlung und Spenerstraße
 

Aufstockung in Platensiedlung und Spenerstraße

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Tausende neue Wohnungen durch Nachverdichtung

Foto: Mitglieder des ImmNetzwerkes bei der Tour durch die Stadtteile Dornbusch und Ginnheim. ©Ralf Pelkmann
Foto: Mitglieder des ImmNetzwerkes bei der Tour durch die Stadtteile Dornbusch und Ginnheim. ©Ralf Pelkmann
In Frankfurt fehlen Wohnungen, doch Platz ist Mangelware. Eine Lösung bietet die Aufstockung von Bestandsgebäuden. In der Platensiedlung (Ginnheim) und der Spenerstraße (Dornbusch) entstehen so tausende neue Wohnungen.
Mitglieder des ImmoNetzwerkes, einer Initiative der Mainova für energieeffizientes Wohnen, informierten sich bei einer Tour durch die Stadtteile Dornbusch und Ginnheim darüber, wie die Nachverdichtung funktionieren kann. Planungsdezernent Mike Josef sieht ein Potential von mehreren Tausend Wohnungen für Nachverdichtungsprojekte in Frankfurt. „Daher werben wir bei der Immobilienwirtschaft für solche Vorhaben, wo sie für Umfeld und Umwelt verträglich sind“, sagte der Stadtrat. So schafft die ABG Frankfurt Holding beispielsweise in der Platensiedlung neuen Wohnraum, indem sie in dem Quartier 19 bisher dreistöckige Häuserzeilen um zwei Etagen aufstockt. In der ehemaligen Housing Area der US Army werden so 380 neue Wohnungen geschaffen. Dazu nutzt die ABG vorgefertigte Wohnmodule in Holzbauweise. Zusätzlich errichte die ABG Frankfurt Holding in der Platensiedlung 680 neue bezahlbare Wohnungen, die schnellstens dem Frankfurter Mietwohnungsmarkt zugeführt werden sollen, so Frank Junker, Geschäftsführer der ABG.

Die Hälfte der Wohnungen, die in der Siedlung entstehen, seien geförderte Wohnungen, erklärt der Pressesprecher des Planungsdezernenten Mike Josef (SPD). Die freifinanzierten Wohnungen würden zu einem Preis von 10,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Für Bestandsmieter würden sich die Preise nicht ändern, obwohl es eine Modernisierung gegeben habe. Die vergleichsweise günstigen Preise könne die AGB nur anbieten, da bei dem Projekt keine Grundstückkosten anfielen.

„Wir haben ein Potential von mehreren Tausend Wohnungen in Frankfurt, das wir durch Nachverdichtungsprojekte auch zum Vorteil der angestammten Bewohnerschaft heben können. Daher werben wir bei der Immobilienwirtschaft für solche Vorhaben, wo sie für Umfeld und Umwelt verträglich sind“, sagte Josef. „Auch wenn insbesondere der zusätzliche Wohnraum im Vordergrund steht, ist es essentiell, dass immer auch Grün- und Freiräume sowie soziale Infrastrukturangebote mitgeplant werden.“ Daher sei bei der Aufstockung in der Platensiedlung darauf geachtet worden, dass Grünflächen erhalten bleiben und es zu keiner Verschattung komme, so der Sprecher Josefs. „Es werden lediglich zwei Etagen aufgestockt und die Grünflächen zwischen den Häuserzeilen werden nicht bebaut.“

Im Stadtteil Dornbusch sind in der Spenerstraße 14 neue Wohneinheiten in einer sanierten und aufgestockten Liegenschaft des Frankfurter Volks- Bau- und Sparvereins (VBS) entstanden. VBS-Vorstandsvorsitzender Ulrich Tokarski sagte: „Unsere Genossenschaft hat hier zwölf Millionen Euro investiert und neben den Neubauwohnungen auch 84 Bestandwohnungen modernisiert und mit Balkonen versehen.“ Im Zuge der Sanierung hat Mainova dort zusätzlich eine Photovoltaik-Anlange installiert. Den Sonnenstrom vom eigenen Dach können die Mieter vor Ort direkt nutzen.

Der Eigentümerverband Haus und Grund Frankfurt am Main ist ebenfalls Mitglied des ImmoNetzwerkes. „Um ihre individuellen Aufstockungs-Potenziale erkennen zu können, müssen die Eigentümer kompetent beraten werden. Daher sollten die vorgelagerten Beurteilungs- und Beratungsaufwände privater Eigentümer von der Bundesregierung gefördert werden“, erklärte Rechtsanwalt Nikolaus Jung. Zusätzlich seien auch eine Verschlankung der Bauvorschriften und eine stärkere Unterstützung durch die Baubehörde notwendig, um bauwilligen Eigentümern Investitionssicherheit zu bieten. Um die Aufstockung zu erleichtern, werde das Planungsdezernat Eigentümern in einer neu aufgesetzten Stellplatzsatzung entgegenkommen, erklärte der Sprecher von Mike Josef.
 
28. Mai 2019
jh
 
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Leser-Kommentare

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Thomas Szymanski am 28.5.2019, 16:06 Uhr:
"Ja, also, Herr Mike Josef, was wollen Sie noch. Es wird gebaut und gebaut, aber das GRÜN = die Bäume, fallen weg. Letztendlich ist auch das Häuseraufstocken ein Wahnsinn, denn Alles in den Straßen wird dunkler, nirgendwo kommt Luft hin. Wer will schon ganz oben wohnen, wo es am heißesten ist? - Und dann stellt sich die Frage, ob Häuser aus Holz "brandsicher" sind, bzw. da Platz für eine Familie-, und es auch wirklich bezahlbar ist. - Ich bin sehr gespannt, was da dem Magistrat noch an Schnelllösungen einfällt." - Thomas Szymanski, Puppenspieler
 
 
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