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Foto: Uwe Dettmar
Foto: Uwe Dettmar

Public Service Fellowship-Preis

Auszeichnung für Familienforscherin

Sabine Andresen leitet den Arbeitsbereich Sozialforschung und Familienpädagogik an der Goethe-Universität und setzt sich für die Aufarbeitung von Gewalt an Kindern und Jugendlichen ein. Am Freitag wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet.
Seit 2012 setzt sich die Professorin für Sozialpädagogik und Familienforschung an der Goethe-Universität Sabine Andresen für die Aufarbeitung von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen ein. Als Vorsitzende der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ widmet sie sich den Fragen danach, welche Strukturen sexuelle Gewalt gegen Kinder erst möglich machen und welche lange Zeit verhindert haben, dass diese Gewalt überhaupt aufgeklärt und aufgearbeitet wurde. Für dieses Engagement erhielt Andresen am Freitag den „Public Service Fellowship-Preis“ der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung.

„Ich freue mich sehr über diesen Preis, weil er ein gesellschaftliches Thema ernst nimmt, das mir eine Herzensangelegenheit ist und das in die öffentliche Diskussion gehört“, sagte Andresen bei der virtuellen Preisverleihung. Andresen bringt ihre wissenschaftliche Expertise in zahlreiche weitere Gremien ein, die sich dem Kindeswohl widmen. Der mit 10 000 Euro dotierte „Public Service Fellowship-Preis“ wird von der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung alle zwei Jahre an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität vergeben, die in bedeutenden wissenschaftlichen oder wissenschaftspolitischen Gremien tätig sind. Das Preisgeld soll es ermöglichen, Projekte zu verwirklichen, die wegen des besonderen Engagements zu kurz kommen.
 
8. Dezember 2020, 10.35 Uhr
red
 
 
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