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Coronavirus

Studie zeigt geringe Durchseuchung im Rhein-Main-Gebiet

Das Ergebnis einer nicht repräsentativen, hessischen Studie zeigt, dass die Zahl der unerkannten Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Main-Gebiet offenbar relativ gering ist. Getetstet wurden 1000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Infraserv Höchst.
Seit Ausbruch der Pandemie gibt es täglich veröffentlichte Fallzahlen, die Aufschluss über die Verbreitung der Infektionen in Deutschland und in der Welt geben. Die Anzahl derjenigen, die bereits unerkannt mit dem Virus infiziert waren, ist allerdings noch unbekannt. Über eben jene Zahl soll nun eine neue Studie Aufschluss geben. Ersten Ergebnissen zufolge gibt es im Rhein-Main-Gebiet offenbar vergleichsweise wenige unerkannte Corona-Infektionen

Für die Studie wurden Mitte April bei 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Höchster Firma Infraserv Nasen-Rachen-Abstriche durchgeführt, um eine akute Infektion nachzuweisen. Zudem wurden Blutproben derselben Gruppen entnommen, um zu klären, ob eine früher durchgemachte Infektion vorliegt.

Insgesamt wurde bei sechs Personen eine Infizierung mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bei einem Teilnehmer konnte eine akute Infektion festgestellt werden, bei weiteren fünf Personen waren die Antikörper der Blutproben positiv, was als Nachweis einer bereits abgelaufenen Infektion gewertet wird. Zwei dieser Teilnehmenden wussten bereits, dass sie sich mit dem Virus in der Vergangenheit angesteckt hatten. Somit ergab die Studie, dass vier von sechs positiv getesteten Personen nichts von ihrer Infektion wussten.

Die Studie sei jedoch nicht repräsentatitv für andere Regionen. Nötig seien daher Folgestudien über ganz Deutschland verteilt. Dennoch könnten wichtige Erkenntnisse daraus gezogen werden: „Diese Studie gibt Hinweise darauf, wie viele Menschen eine SARS-CoV-2 Infektion haben oder hatten, ohne es selbst bemerkt zu haben. Unsere Ergebnisse sprechen für eine geringere Infektionsrate in der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet“, erklärt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Uniklinik Frankfurt. Die Ergebnisse zeigten im Vergleich zu anderen Studien, wie unterschiedlich die Durchseuchung in Deutschland ist, so Ciesek. Es sei zudem entscheidend, durchgemachte Infektionen durch die schon bekannten Coronaviren und durch das neue SARS-CoV-2 zu unterscheiden.

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts René Gottschalk sagte, dass die geringe Durchseuchung – also die Patienten und Patientinnen, die ohne ihr Wissen eine Infektion hatten – erstaunlich sei. Er betonte zudem, dass die eingeführten Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht und das Kontaktverbot maßgeblich dazu beigetragen haben.
 
26. Mai 2020, 13.20 Uhr
ez
 
 
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