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Wirtschaft
 

Zwei Euro pro Nacht

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Ab Januar kommt der Tourismusbeitrag

Foto: Katharina Bruns
Foto: Katharina Bruns
Der lang diskutierte Tourismusbeitrag kommt, das hat der Magistrat am Freitag beschlossen. Reisende sollen künftig zwei Euro pro Übernachtung entrichten. Geld, das in die Förderung des Tourismus investiert werden soll.
Der Frankfurter Magistrat hat am Freitag die Einführung des Tourismusbeitrages von 2 Euro pro Übernachtung beschlossen. Beitragspflichtig sind alle ortsfremden Personen, die nicht zur Ausübung ihres Berufes in Frankfurt entgeltpflichtig übernachten. Bürgermeister Uwe Becker hat gemeinsam mit dem Hotel- und Gastronomieverband Dehoga, der Industrie- und Handelskammer, und der Tourismus- und Congress GmbH die Grundlage zur Erhebung des Tourismusbeitrages erarbeitet.

„Auch wenn Hotellerie und IHK von der politischen Grundsatzentscheidung zur Einführung des Tourismusbeitrages anfangs nicht begeistert waren, haben wir in den zurückliegenden Monaten doch sehr partnerschaftlich an der Umsetzung der notwendigen Satzung und den künftigen ,Spielregeln‘ gearbeitet und bereits in mehreren Veranstaltungen die Frankfurter Unternehmen über den künftigen Beitrag informiert“, sagte Bürgermeister Uwe Becker.

„Ich sehe inzwischen einen breiten Konsens, weil alle sehen, dass auch alle etwas davon haben. Die stärkere Werbung für Frankfurt als Tourismusziel wird zusätzliche Besucher und Urlauber nach Frankfurt und damit in die Frankfurter Hotels bringen. Und wir können als Stadt zusätzliche Mittel aufbringen, um Frankfurt noch besser zu vermarkten und in unsere touristisch interessante Infrastruktur von der Kultur bis zu Freizeit und Erholung zu investieren“, erläuterte Becker.

„Die aktuellen Übernachtungszahlen bestätigen, dass Frankfurt am Main weiter an touristischer Attraktivität gewinnt. Wir wollen den Standort als Touristenmagnet mit Hilfe des Tourismusbeitrages weiter stärken und unterstützen“, sagte der Bürgermeister und Stadtkämmerer. „Mit den Einnahmen aus dem Tourismusbeitrag kann die Stadt Frankfurt am Main weiter in die Schaffung, Erhaltung und Vermarktung ihrer zahlreichen attraktiven touristischen Einrichtungen investieren und gleichzeitig international noch stärker für unsere schöne und stolze Heimatstadt werben.“

Der Hessische Landtag hat 2016 die Möglichkeit geschaffen, dass Gemeinden für die Schaffung, Erweiterung, Unterhaltung und Vermarktung der zu Kur-, Erholungs- oder sonstigen Fremdenverkehrszwecken bereitgestellten Einrichtungen und für die zu diesen Zwecken durchgeführten Veranstaltungen einen Tourismusbeitrag erheben können. Voraussetzung dafür ist die Anerkennung von dem zuständigen Ministerium als Tourismusort. Die Stadt Frankfurt bietet ihren Besuchern alles, was ein Tourismusort braucht. Am 8. Juni 2017 wurde die Stadt Frankfurt daher auch offiziell als Tourismusort vom Land Hessen anerkannt. Somit erfüllt sie alle Voraussetzungen, einen Tourismusbeirag zu erheben.

„Der Tourismus in Frankfurt soll auch zukünftig eine starke Rolle spielen. Aus diesem Grund war uns wichtig, dass wir gemeinsam mit Vertretern des Hotel- und Gastronomieverbandes Dehoga, der Industrie- und Handelskammer und der Tourismus- und Congress GmbH partnerschaftlich an der Einführung eines Tourismusbeitrages gearbeitet haben“, sagte Bürgermeister Becker. „Er sollte unbürokratisch sowie erschwinglich sein. Ich bin überzeugt, 2 Euro pro privater Übernachtung sind fair für die zahlreichen touristischen Angebote in der Stadt. Schulklassen können alle Angebote auch weiterhin nutzen und sind vom Tourismusbeitrag nicht betroffen. Auch das ist eine gute Entscheidung.“

Zum 1. Januar 2018 soll in Frankfurt der Beitrag eingeführte werden. Die Stadtverordnetenversammlung wird im Dezember über den Tourismusbeitrag beraten und entscheiden. Die erzielten Einnahmen sind zweckgebunden und dienen der zusätzlichen Förderung des Tourismus.
25. November 2017
kus
 
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Leser-Kommentare

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Peter Weissbach am 28.11.2017, 09:10 Uhr:
Besten Dank! Das verteuert genau den low budget Bereich überproportional. Bei uns im Five Elements Hostel liegt der Lastminute Preis für alle Kategorien bei 19 Euro pro Nase, da sind 2 Euro mal eben ein Aufschlag von 10%. Ziel des Marketings sollte doch sein, auch ausserhalb der Messezeiten für Nachfrage zu sorgen und auch andere Zielgruppen ausser Geschäftsreisenden, also Kultur- / Freizeit- / Familientourismus zu fördern. Genau da wird es jetzt teurer. Im Gegensatz zu einer Kurtaxe gibt es noch nicht einmal eine Gegenleistung (ÖPNV, Eintritt in Museen) Die Gäste werden sich bedanken!
 
 
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