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Karma Konsum
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Nachhaltigkeit in allen Lebenssituationen
Die KarmaKonsum-City-Events neigen sich dem Ende zu. Doch bevor in der Stadt nicht mehr vorrangig über „Nachhaltigkeit und Gemeinwohl“ diskutiert wird, steht noch der Höhepunkt an: Die Organic Disco.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) am Börsenplatz stand am 31. Mai ganz im Zeichen der Zeit. Zur Eröffnung der zweitätigen Fachtagung von Karma Konsum trafen sich hochkarätige Spezialisten, um über zukunftsweisende Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu reden – und aufzuklären. Christoph Harrach eröffnete als Veranstalter zusammen mit dem Chefreporter der taz, Peter Unfried, der als Moderator auftrat, den Kongress. Hinterher kamen auch IHK Geschäftsführer Detlev Osterloh, der Grüne Bürgermeister, Olaf Cunitz, und der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun, zu Wort.

Im Ludwig Erhard Saal diskutierten unter anderem Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank, oder auch Premium-Cola-Gründer Uwe Lübbermann. Man sprach über „Gemeinwohl in der Praxis“, was das ist und wie man dieses wirklich praktizieren kann. Uwe Lübbermann gründete 2001 eine neue Cola-Marke, um der Welt zu beweisen, dass Kapitalismus auch ohne Aggression und Ungerechtigkeit möglich ist. Helmut Lind stand vor einigen Jahren schon einmal davor, der Bank den Rücken zuzukehren. Zu unfair, zu unnachhaltig erschien ihm das Bankenwesen. „Ich muss aussteigen!“, dachte er sich. Aber wenn alle Menschen wie du das Handtuch werfen würden, verändere sich doch nichts, ließ er sich sagen. Heute ist der Sparda-Bankchef auch innerhalb seiner Tätigkeit ein engagierter Klimaschützer und hat in der Bank eine regelmäßige Energie- und Gemeinwohlbilanz durchgesetzt. „Man muss nur Mut haben.“, sagte er.

Nachhaltigkeit hautnah gab es auch wieder in der Expo. Für die diesjährige konnte Karma Konsum erneut interessante Aussteller gewinnen. Zum Beispiel Amrita Organics, die Naturkosmetik herstellen, oder das Unternehmen hansgrohe, das wassersparende Wasserhähne präsentierte. Auf einer Pinnwand durften die Besucher selbst Vorschläge machen und ihre Erwartungen an nachhaltige Unternehmen kundtun. Zwar soll nachhaltiges Handeln bestenfalls zuerst individuell geschehen, doch liegt es auch in unserer Macht und Verantwortung diese Themen zu den Entscheidungsträgern zu führen, erklärte Renate Krol von Common Purpose, die genau das zu ihrem Beruf gemacht hat. Eine weitere kleine Fundgrube sind die ökologischen Toiletten, die die Firma nowato zum Verkauf und zur Miete anbieten. „Der botanische Garten hat seit Anfang März solche Toiletten und die Besucher sind sehr zufrieden“, sagte Elisabeth Felt von nowato. Die Öko-Toiletten sollen schon bald die chemischen Dixi-Klos verdrängen.

In Nachhaltigkeitsthemen beraten lassen, haben sich auch die Frankfurter Clubs King Kamehameha und Travolta. Das Travolta fing vor einem halben Jahr an, indem die Besitzer zusammen mit Energieberater Florian Unger ihren Club inspizierten. „Wir haben 17 Seiten erarbeitet.“, sagte Dennis Smith, der sich auch persönlich für den Umweltschutz interessiert. Beide Clubs gehören zum Pilotprojekt „Green Club Index“ der Green Music Initiative. Die Initiative betreut Festivals, Clubs und Konzerte in Sachen Energieeffizienz. Die Inspizierung gab es kostenlos, umgerüstet wird natürlich aus eigener Tasche. Doch der Aufwand lohnt sich. So erzählte Dennis Smith, dass nach einem Stromanbieterwechsel 5000 Euro in einem Jahr eingespart wurden. „Das investieren wir dann natürlich in unsere Clubbesucher, indem wir zum Beispiel einen DJ holen, den sie wollen.“ So werden auch die Nachtschwärmer aufmerksam auf das Nachhaltigkeitsprogramm.

Das King Kamehameha wird zum Abschluss der Veranstaltungen am 1. Juni dann auch Gastgeber des Höhepunktes der Konferenz sein. Um 20 Uhr endet auf dem Uniongelände die „KarmaRide“-Fahrradtour. Bis 22 Uhr kann man sich auf dem Gelände erholen und vorbereiten, auf die große „Organic Disco“. Tobias Reitz, Mitbegründer von Organic Disco, freut sich auf den Club auf der Hanauer Landstraße als Location für die nachhaltige Party. Und wer bei der Radtour dabei war oder so mit dem Fahrrad kommt, wird den Luxus so einer Party zu spüren bekommen: Die Fahrräder werden geputzt und aufgepumpt. Das klingt ein bisschen nach Parkservice, hat aber nichts mit CO2 zu tun.
1. Juni 2012
Yohana Gebrihiwet
 
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