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Foto: Adobe Stock/Markus Mainka
Foto: Adobe Stock/Markus Mainka

Einigung im Tarifstreit

Lufthansa-Bodenpersonal bekommt mehr Gehalt

Vergangene Woche hatte ein Streik des Lufthansa-Bodenpersonals für mehrere hundert Flugausfälle in Frankfurt gesorgt. Nun haben sich Verdi und Lufthansa auf einen Tarifvertrag geeinigt. In drei Schritten sollen die rund 20 000 Beschäftigten mehr Gehalt bekommen.
Im Tarifstreit um die rund 20 000 Beschäftigten des Lufthansa-Bodenpersonals haben sich Lufthansa und Verdi am Donnerstag geeinigt. Demnach sollen die Gehälter bis zum Sommer 2023 in drei Schritten steigen. Der Tarifvertrag läuft über 18 Monate. Vergangenen Mittwoch hatten die Beschäftigten bei einem ganztägigen Warnstreik weite Teile des Frankfurter Flughafens lahmgelegt. Auch an anderen deutschen Flughäfen wurde gestreikt. In Frankfurt mussten mehr als 700 Flüge gestrichen werden; über 90 000 Passagiere waren betroffen.

Mit dem Tarifergebnis sollen die Beschäftigten nun in einem ersten Schritt einen Festbetrag von monatlich 200 Euro rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 bekommen. Ab dem kommenden Jahr kommen dann weitere 2,5 Prozent, mindestens aber 125 Euro monatlich hinzu. Im Juli 2023 sollen die Gehälter dann noch einmal um 2,5 Prozent steigen. Eine Check-In-Beschäftigte bekommt damit laut Verdi je nach Betriebszugehörigkeit zwischen 13,6 und 18,4 Prozent mehr Gehalt. Für Auszubildende gibt es, ebenfalls rückwirkend ab dem 1. Juli, einen Festbetrag von 180 Euro pro Monat, zudem sollen sie von der Lufthansa unbefristet übernommen werden.

Verdi sprach am Donnerstag von einem guten Ergebnis für alle Beschäftigtengruppen. „Das Ergebnis beinhaltet einen Inflationsausgleich und zusätzlich eine Reallohnerhöhung. Es war uns wichtig, diesen echten Ausgleich zu erreichen, um die Beschäftigten in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation abzusichern“, so die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. Zusätzlich zu den gestaffelten Gehaltserhöhungen wird der Stundenlohn für das Bodenpersonal ab dem 1. Oktober auf mindestens 13 Euro mit einem „deutlichen Abstand“ zum Mindestlohn erhöht. „Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen“, sagt der Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Lufthansa, Michael Niggemeier. Beschäftigten dieser Gehaltsgruppen sollen ebenfalls die Erhöhungen ab 2023 zugutekommen. „Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, so Niggemeier.

Für Entspannung am Frankfurter Flughafen sorgt das Tarifergebnis für das Bodenpersonal nur bedingt. Schon vor Beginn der Ferien hatte der Flughafen mit extremem Personalmangel zu kämpfen. Zudem stimmten die Lufthansa-Piloten der Gewerkschaft Cockpit, mit der die Verhandlungen noch laufen, vor wenigen Tagen für einen Streik. Wann es tatsächlich dazu kommen könnte, ist allerdings noch unklar.
 
5. August 2022, 11.31 Uhr
loe
 
 
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Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Fraport im Juli mehr als fünf Millionen Passagiere am Frankfurter Flughafen gezählt. Vor allem der Beginn der Sommerferien konnte dazu beitragen. Damit setzt sich der Aufwärtstrend trotz Streik und Personalmangel fort.
Text: loe / Foto: Fraport AG
 
 
 
 
 
 
 
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