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Wirtschaft
 

Corona-Krise

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Condor-Übernahme durch Airline LOT gescheitert

Foto: Condor
Foto: Condor
Die polnische Fluggesellschaft LOT hat im Januar den Zuschlag für die Übernahme des kriselnden Ferienfliegers Condor erhalten. Aufgrund der Corona-Pandemie zieht sich die Airline nun aber aus dem Kauf zurück.
Die polnische Fluglinie LOT verzichtet auf den geplanten Kauf des Ferienfliegers Condor. Das teilte ein Sprecher der polnischen Luftfahrtgruppe PGL am Ostermontag mit, ohne dabei weitere Gründe zu nennen. „Wir können bestätigen, dass PGL uns informiert hat, vom Kauf zurücktreten zu wollen“, so eine Condor-Unternehmenssprecherin. Derzeit befinde man sich in Gesprächen mit der PLG, um mögliche Rahmenbedingungen eines Rücktritts zu definieren. Auch wolle man prüfen, inwiefern die Ansprüche aus den unterschriebenen Kaufverträgen geltend gemacht werden können.

Der Ferienflieger mit Sitz in Kelsterbach war durch die Pleite der früheren Konzernmutter Thomas Cook Ende September in Schwierigkeiten geraten. Um den Fortbestand zu sichern, unterstützten der Bund und das Land Hessen die Fluglinie mit einem auf sechs Monate befristeten Staatskredit über 380 Millionen Euro. Ende Januar gab das Unternehmen bekannt, mit der polnischen Fluglinie LOT einen neuen Eigentümer gefunden zu haben.

Durch den nun geplatzten Verkauf an die polnische Airline fehlt es Condor an finanziellen Mitteln um den Brückenkredit, der noch bis zum 15. April läuft, zurückzahlen zu können. Seitens Condor heißt es, das Unternehmen sei auf dieses Szenario vorbereitet und man beabsichtige nach wie vor, das Schutzschirmverfahren bald zu verlassen. „Es gibt verschiedene Optionen für die zukünftigen Eigentumsverhältnisse, wie beispielsweise eine Treuhänderstruktur. Zudem sind wir in Gesprächen zu Staatshilfen wegen der Auswirkungen der Corona-Krise“, teilte die Sprecherin mit. Der Flugbetrieb werde – so weit wie durch die Auswirkungen der Corona-Krise möglich – regulär fortgesetzt. Derzeit konzentriere man sich „insbesondere auf Fracht- und Erntehelferflüge, um zur medizinischen und Gütergrundversorgung Deutschlands beizutragen.“
 
14. April 2020, 12.33 Uhr
sie
 
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